Magnus gibt seine Kryptowährung auf

OK, lange hat sie nicht gehalten, meine Kryptowährung, allzu geschwätzig rollte mir Coin nach Coin davon.

Da ich als endgültigen Todesstoß meiner freien Währung im dritten Teil Twitter und deren TOS konkret benannte, verbrannte ich auch mein Portfolio, meine ganze Blockchain ist im Eimer, ich habe ja kaum noch was zu verstecken, was sind meine zwei oder drei Coins noch wert?

Ja, da ich immer noch etwas sportlicher denken und schreiben kann als mancher Trandrüsel, werde ich jetzt, da alles Wesentliche dem folgend suchend Wissenden eigentlich schon gesagt, mit dem Mining nicht aufhören, und seien es zunächst nur lumpig anmutende Commentary Coins. Noch sehe ich nicht ein, warum meine erste Kryptowährung insgesamt zu einem Verlust geführt haben müsse.

Allzumal ist die Hauptrede, mit all ihrer gesamtgesellschaftlichen Bedeutung, ja noch gar nicht vorgetragen. Schließlich geht es insgesamt um Selbstbestimmung und damit um unsere Freiheit als solche. Alsomit werden im Zusammenhang nicht nur diese Verträge im Augenmerk stehen, beispielhaft ja, viel weiterreichend aber noch als sichtbarer Ausgangspunkt, damit Verbundenes anzusprechen.

Vielleicht muss die Hauptrede auch noch warten, bis dass erstmal Twitter deftig gezwackt ist. Der US-Paragraph (OK, es ist ein „Act“, 230 heißt er) noch ausgedürsteter nach seiner wahrhaftigen Anwendung schmachtet und es gemäß deutschen Rechts erste Erfolge von Einzelklägern gibt.

Man lache. Das ist das Beste. Und wenn der letzte Coin rollt.

Nachtrag

Die Verträge, um die es geht, betreffen MILLIARDEN Menschen. Insofern lache ich nicht. Und insofern sei auch verstanden, weshalb ich hier darum ein derartiges Aufhebens mache. Ganz mit Absicht erstmal allein. Ohne schon angeschaut zu haben, in welchen Prozessen sich wer schon verzettelt hat. Denn sie müssen sich alle verzettelt haben. Sonst gäbe es diese Verträge schwerlich noch. Kaum jemand scheint genau hingeschaut zu haben, und wer begriff, dass da etwas faul sei, der hielt lieber die Klappe oder sah keinen Weg oder ging nur einen stümperhaften. Tut mir leid, anders erklärt sich mir das derzeit nicht. Und, nochmal, genau deswegen gehe ich jetzt so ungestüm vor. 

Daran denkend, vergehen mir erstmal auch alle Scherze. Wozu habt Ihr Jura studiert? Nirgendwo ein Mandant, der Euch für die gerechte Sache bezahlt? Niemals ein „pro bono“, keine Großkanzlei in New York oder Frankfurt traut sich? Alles nie gelesen, die TOS von Twitter, wozu, nichts in deren Weiterungen begriffen? Und wenn begriffen, geschwiegen und nichts getan? Warum? Aus Angst etwa? Studiert man etwa Jura, nur um selber am besten davonkommen zu können? Kein Ethos? Oder kein Verstand? Oder keinen Arsch in der Hose?

Oh, ich sehe gerade, dass ich im Nachtrage doch noch mit dem Tiradieren begonnen habe, das auch noch recht pauschal gegen die juristische Gilde, indem ich heute mit einem Fachjuristen ein sehr freundliches und aufschlussreiches Gespräch zur Sache hatte, womit das ziemlich ungerecht wirkt; ich denke aber, man versteht die Fragen in der Tirade dadurch nicht abgeschwächt sehr wohl, eben grobschnittig aufs Ganze gesehen.

Wäre ich jetzt ein kleiner ambitionierter Anwalt von erheblicher Energie und auch noch Rechtskunde genau hierfür, klein nur, weil genau auf meinen Gebieten die Wölfe bislang Sozialarbeiter, ich daher nicht richtig mitspielen durfte, nähme ich mir, hätte ich das anregende Glück gehabt, beim Laien Magnus Wolf Göller mal was zu den TOS von Twitter zu lesen, die Sache nächteweis ernsthaft vor.

Ein „Strike“, irgendwas aus irgendeinem Paragraphen mit vergleichbaren Präzedenzurteilen zusammengebracht, und ER ist der Held, der Star, vielleicht schickt er mir noch eine anständige Flasche Rotweins.

Vielleicht schlägt auch irgendwann ein Staatsanwalt über die Stränge und baut einen gesamtgesellschaftlich relevanten Menschenrechtskasus auf. Pensionierte Richter sagen, sie sähen zunächst keine juristischen Fehler in der Beweisführung des Staatsanwalts.

Daraufhin tobt alles, was links von extremst rechts, dass dies ein konspirativer Anschlag von rassistischen Rechtsextremen auf die Freiheitsboje Twitter sei, der Mob geht auf die Straße, Twitter vor den Übergriffen vor diesem wie den übelsten aller Winkeladvokaten (das Wort kennen sie natürlich nicht, sie nennen sie „Jurinazis“) zu beschützen, alle niederzuhauen, die Vertragszweifel haben.

Habe ich mich, habe ich Sie gerade in eine Art völlig abseitige Märchenwelt weggetragen? Was sehen wir seit Jahren, verstärkt seit Monaten, wie weit ist das entfernt davon?

Nachtrag II

Das mit der obigen Märchenbebilderung tut mir leid. Man soll nicht noch mehr Trugbilder in die Welt setzen. Außerdem ist Twitter bislang nicht nachweislich rechtsextrem.

Bisher 2 Kommentare

2 Antworten auf „Magnus gibt seine Kryptowährung auf“

  1. @ Magnus

    Venünftigerweise denke ich mal, daß es Kryptowährungen genau so wenig gibt wie Krypto-Juden oder gar einen virtuellen Historiker wie (zB) Wolfgang Eggert. Die Blockchain (!! Haha, Ball and Blockchain) ist vermutlich hirnangesiedelt und wenn ich die Wahl hätte, würde ich Blockschokolkade vorziehen. Fein geraspelt und in warme Milch getunkt. Dieser, meinereiner Text ist nach dem wohlfeil verhüllt-bekannten Bibelcode verschlüsselt, wer suchen kann der möge es tun. Ü = g, ö = v. Wer das nicht drauf hat, sollte sich besser wieder hinlegen und einer Bach-Kantate lauschen. Bei der in Cis_moll antonierten Maledei “ Oh Jesu mein, da ich brechen wollte und kein Nahrung war im Bauche drunten“ [Der berühmte Chor der Nichtgefurzten, du hast ihn sicher jetzt gerade im Ohr: „Oh darmio verklemmtas…] kann man deutlich den verstümmelten Chor der Geknechteten hören: „Oooooh Pantragruelion, Zwingzwickelkraut, nach Hosianna duftender Fünffingerkrautheimer, ab Cherub, ab Cheeeerub-Bub, hosianna in exclsis deo…-Dorand…Maleficarum 8 x 4. El Spirito paternlis cum Scheissum lingo-pingofrancese. Pappum, lecko mio in eternis“ so hat noch jeder Sohn gesprochen. Wie hälst du es eigentlich mit der Lotterie. So’n Lottogewinn liegt doch immer drin, oder ?

  2. @ Magnus

    Pflichtschludrigst muss ich natürlich belegen: BWZ 1413 V. Punktum nobile. Wobei nicht ganz klar ist ob der Meister beim Chor-Einsatz bei „Ooooooh Pantagruelion“ die Falsett-Gesänge der Jodelknaben im Kanon oder eher als Gesangsfutteral hören wollte. (Bekannt ist der Vorfall, als der Maestro einen aussortierte: „Nu, da is eener mit Stimmbruch unn n baar Härschen am Sagg. Dör muss raus !“ Es soll ja nicht wenige Bachiaten geben, die glauben, hier hätte Bach sein Talent als Ruinenbaumeister nicht verhehlen können. Es heisst ja auch, daß Johann Sebastian die Pantagruelion-Fuge nur unter lautem Schnauben und Hüsteln spielen konnte. Etwas was der illustren Hofgesellschaft gar nicht gefiel: „Schau an das kleine säckssich Dickerchen“ meinte (zB) Baronin Schantall de la Vozperdu, damals die Lieblings-Maitresse des Königs

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.