Coronalug: Vom Maskendesaster (der Maskendiktatur)

Die Sache mit den Masken entpuppt sich immer mehr als ein Schuss in den Ofen.

Nach meiner Schätzung tragen in Großstädten zwischen zehn und zwanzig Prozent der Leute die sie selbst schon da zu den eher merkwürdigen denn, wie gewünscht, vorbildlichen Gestalten machenden Masken, wo dies nicht strafbewehrt.

In kleineren Städten möchten es nun noch zwei bis fünf Prozent sein, jedenfalls sahe ich das so am Pfingstmontag bei Kaiserwetter zu Karlstadt am Main, auf Dörfern gar null bis zwei Prozent, also kenne ich es von meinem (null).

Jedenfalls hat sich der im Wortsinne vor dem Maule feuchte Traum unzähliger Paranoiapiloten und medialer Schaumschläger, mit Maske, das sei erzschick, zudem könne man die anderen so richtig sich was schämen lernen, nicht so richtig aufging.

Wer hätte noch nicht gemerkt, wie schwer es sich unter der regulären Rotzsammelstelle schnauft, Brillenträger, wie schnell zudem die Gläser beschlagen?

Wie baggert man denn im Maien, oder es dauert schon bis Juni, als gesunder junger Kerl die Kommilitonin mit Maske an? Welche frische Maid will allein ihr Lächeln nicht gesehen wissen?

In den großen Bahnhöfen halten sich die Leute noch weitgehend an die Maskenpflicht, hier in Bayern auch in den Zügen und Bussen. An den Haltestellen von kleineren Bahnhöfen schon wieder weniger, an den Bushaltestellen selbst in Stuttgart (Regularium wie in Bayern) nur ein Teil, bei uns am Land kümmert das schon fast keinen mehr. Jeder strubbelt sich das Teil kurz vor dem Einsteigen oder beim Einsteigen über, beim Aussteigen ebenso schnell wieder ab.

Die Obermeisterverschwörer dieser absurden, in jeder Hinsicht gesundheitsschädlichen Zwangsmaskerade, für viele den ganzen Tag, sonst vielerorts, haben weder daran gedacht, dass wirklich jeder merken kann, wann er schlechter schnauft, sich fragen, was ihm das zunütze sei, noch auch an den kommenden Sommer und zudem die Jugend, innerhalb derer die Maskenparanoiker keine Chance haben werden.

Und das mit dem Abstandsgebot ist auch schon allerorten zusammengebrochen, nicht nur in den Straßencafés Grüppchen dicht beieinander, offenkundig nicht aus einer Großfamilie, die in einem Haushalt wohnt. Da stehen überall Tausende an möglichen wohlverdienten Bußgeldern herum, und unser armer Staat wagt es kaum noch, sie einzufordern. Mal sehen, wie lange der diese Farce durchhält, ab wann er sich damit preist, er habe ja schon lange Milde walten lassen, so schwer ihm das auch fiel, so großzügig und bürgernah und tolerant sei er halt. Jetzt seien ja aufgrund der umsichtigen und konseqenten Politik der Regierung unzählige Menschenleben gerettet, daher lockere man nun ja vorsichtig und mit Augenmaß.

Das Gelaber kommt. Vielleicht fällt es etwas anders aus, als ich es oben gesagt.

Nachtrag

Interessant ist an der obigen Erhebung, die zwar nur aus meinen Beobachtungen, aber doch einen Landestrend einigermaßen zutreffend beschreiben sollten, dass man ja gemeinhin davon ausgeht, Dörfler seien konformer, schon allein, weil jeder jeden überwacht, man obrigkeitsgläubiger, gefolgsamer, weniger rebellisch oder gar freigeistig sei als der Städter.

Zur Maskendiktatur aber sieht es offenkundig ganz anders aus.

Bisher 2 Kommentare

2 Antworten auf „Coronalug: Vom Maskendesaster (der Maskendiktatur)“

  1. Ich habe bis jetzt noch kein einziges Mal an der völlig unsinnigen, weil gesundheitlich völlig unnützen Maskerade teilgenommen und dabei wird es auch bleiben.

    1. @ Kein Name

      Ich musste gelegentlich Bus und Bahn fahren und einkaufen, da trug ich den Rotzlappen notgezwungen. Es gab keine vernünftige Alternative. Die Busfahrer hätten mich rausgeschmissen, der Lidl und die Norma ebenso, wo es gern auch noch ein Hausverbot hätte setzen können, zwischenzeitlich hätte ich mir Bußgelder eingefangen, soweit ich weiß ab dem dritten Verstoß nochmal saftiger, mit zusätzlichem Strafverfahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.