Wird aus der „Alternative für Deutschland“ endlich die Partei „Für Deutschland“?

War es nun schon sprachlich widersinnig, eine Oppositionspartei namens „Alternative für Deutschland“ zu gründen, so gilt dies ebenfalls für die junge Ersatzformation „Widerstand 2020“, die ja nur dadurch wachsen konnte, dass die AfD in Punkto Widerstand gegen die Coronadiktatur schmählich versagte.

Zunächst zum Namen der AfD. Was will man denn noch „Alternative für Deutschland“ sein, wenn man einst regiert oder mitregiert, also plötzlich alle nichtregierenden Parteien die Alternativen sind?

Ähnlich bei „Widerstand 2020“. Das 2020 als Gründungsdatum ist auch schon ein unnötiger, aber noch schleppbarer Klotz am Bein, das mag noch angehen, dauerhaft an den Anlass zur Parteigründung erinnernd. Wo aber ist man noch im „Widerstand“, wenn man einmal regiert?

Wollen diese Parteien etwa gar nicht regieren, ewigzu Alternative oder im Widerstand bleiben? Opposition forever?

Mancher mag das nun als Wortklauberei abtun, derlei Zeitgenossen muss ich aber ins Stammbuch schreiben, dass wer einer Sache, gar sich selbst, einen irreführenden oder auf Dauer nicht weiterführenden Namen gibt, zumindest sich selber keinen Gefallen tut.

Ich werde mich daher auch „Widerstand 2020“ nicht anschließen, allzumal ich bei einer Partei gerne schon etwas mehr wüsste, als „nur“, dass sie sich jetzt gegen die Coronadiktatur stellt. Allzumal zur Umvolkungspolitik, zur Klimascheiße, der Strompolitik und Außenpolitik. Da sehe ich bisher wenig bis nichts, und was ich sehe, das macht mich mindestens zweiflig.

„Für Deutschland“ oder „Deutsche Partei“ (die gibt es bereits beziehungsweise wieder, der Name ist also schon vergeben) oder auch „Deutschlandpartei“ hätte, bei einigen Silben weniger als die oben Erwähnten, Eindeutigkeit vom Grunde her und zudem auch an der Regierung beteiligt oder allein regierend weiterhin Tragfähigkeit und Gültigkeit.

Schon Konfuzius ärgerte sich angesichts eines Taufbeckens, das von der Form her abgeleitet immer noch den alten, inwischen völlig falschen Namen trug, gewaltig (er konnte sich durchaus ärgern, wenn er das als geboten ansah). Über falsche Begriffe gehe alles den Bach runter, davon war er überzeugt. Und genau das gilt, im Grunde von vornherein, für die genannten Beispiele AfD und Widerstand 2020, denn sie geben ja vor, über zumindest Machtbeteiligung die Dinge wieder vom Kopfe auf die Füße stellen zu wollen. Allzumal eine Partei vor allem für etwas stehen sollte, nicht nur gegen etwas.

Die AfD hätte jetzt die historische Chance, einfach die „Alternative“ zu streichen und sich schlicht „Für Deutschland“ zu nennen. Jeder erkennte sie mühelos wieder, die Sache mit dem anfänglichen Irrtum wäre leicht zu erklären, dachte man eben, den Leuten wenigstens eine Wahlalternative zu geben, um so indirekt Einfluss auf die Politik zu nehmen, nun aber sehe man sich bald in Regierungsverantwortung, deshalb die Präzisierung, die Richtigstellung des Namens.

Auch wäre dies Gesprächsstoff, überraschend, genau jetzt vollauf zeitgemäß, das Zetern und Hohngeschrei der Medien führte gewiss zu einer Menge Aufmerksamkeit. Das möchte der Ex-AfD, stellt sie sich gleichzeitig gegen die Coronadiktatur deutlich neu auf, aus der Talsohle helfen, sie weit nach vorn bringen, wenn sie sich gehäutet hat, die Endabrechnung mit Corona kommt. Und die wird kommen, entweder im Sinne von Bill Gates und Merkel, oder eben andersrum.

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