Vom wirksamen Widerstande gegen die Coronadiktatur

Friedlich sollen wir sein, freundlich, nach jeder Seite lächelnd, allseits fröhlich sollen wir unser Joch tragen, so der Rat der Guten im Coronawiderstand. Und jeder sieht sich bei den unzähligen Interviews in der Pflicht, den anderen nach seinem persönlichen Befinden zu befragen, worauf es des Befragten Pflicht, sich zu seiner unberührten Gesundheit zu bekennen.

Und wenn fünf oder acht Polizisten eine junge Frau erbarmungslos zu Boden drücken, weil sie, protesierend, einen halben Meter zu dicht bei ihrer Freundin steht, dann sollen wir ihnen auch noch devot für ihren aufopfernden Dienst danken, wahrscheinlich bald noch Blumenkränze für sie winden.

Ich bin für ausschließlich gewaltlosen Protest (außer es wäre Nothilfe, da offenkundig jemand gerade zutode gepügelt werden soll), ja, für Freundlichkeit gegenüber den Mitmenschen in dieser Lage, aber nicht für ein selbst bei solchen Szenen Leisetun. Da bin ich für Lautstärke, und zwar deutlich und unaufhörlich, gewaltige verbale Schellen auf die Ohren solcher Peiniger.

Irgendwo hört das Lächeln und die Fröhlichkeit und die Freundlichkeit auf. Müssen die alle aufhören. Ich fröhliche und lächele nicht, wenn Menschen, weil sie ihre Rechte einfordern, zuerst gequält und hernach noch extra dafür bestraft werden.

Keineswegs bin ich dafür, Polizisten einfach anzuranzen, zu provozieren, persönlich zu beleidigen, wenn sie nur herumstehen oder herumkontrollieren, Barrikaden bewachen undsoweiter.

Ich begrüße die Meditierenden durchaus. Es muss aber auch jene geben, die „Freiheit!“ und „Wir sind das Volk!“ rufen, dass die Heide wackelt, „Schande!“ und „Schämt euch!“, wenn das oben Beschriebene geschieht.

Und zumal erwarte ich von jedem echten Widerständler, dass er nicht nur einen „Bommel“ trägt, um sich damit besser zu fühlen, sondern klare Botschaften, wo immer möglich seine Bild- und Sprechgabe einsetzt, ausgibt. Allzumal da, wo sein Lächeln wegen Zwangsmaske gar nicht gesehen werden kann, gerade mal Stirn und Augen, ja, in letztere sollte man freundlich und gerade und fest blicken.

Es gilt LAUT zu werden, nicht leise! (Womit ich, wie gesagt, die leisen Protestformen nicht abtun will.)

WAS ist stiller Protest? Eben nur stiller Protest. Ich will echte Männerstimmen hören, meine allein wird nicht reichen.

Etwa fünf bis sieben Zentimeter unterhalb des Solar Plexus liegt die bäuchichte stimmliche Mitte, von der aus man schon allein einen ganzen Marktplatz so beschallen kann, dass das noch die Ratte unterm Gulli hört, weiß, dass sie sich bei dem besser nicht einzunisten versuchen wird. Wir brauchen Männer, die man noch in den Seitenstraßen hört.

Kreischende Weiber brauchen wir nicht, außer bei entsprechend brutalen Festnahmen. Wir brauchen singende Frauen. Vielleicht sogar hundert Schritt von den skandierenden Männern. Jeder gibt, was er hat, was er kann.

Die Wut muss spürbar, sie muss hörbar werden. Man hat uns kurzerhand vollverknechtet. Sollen wir da einfach leise flüstern: „Das ist aber nicht so sehr lieb, Herr“?

Es müssen ganze Plätze beben von den Sprechchören, also, dass es nicht nur dort vorort, sondern auch über die Videos deutlich wird, den Herrschenden wie den noch Zagen.

Was will ich mit einem Bommel? Bommeln? Bimmeln? Bummeln?

Reichen die erbarmungslosen Übergriffe selbst auf alte Frauen Euch immer noch nicht? Einfach weglächeln, oder was?

Wie viele Jahre Knast fürchtet Ihr inzwischen, weil Ihr dreimal laut „Freiheit!“ gerufen habt, Ihr Schrumpfgermanen?

Entrechtet, enteignet, Eure Kinder ohne Spielkameraden weggesperrt, omalos in die Armut gestürzt, eine womöglich noch schlimmere Zukunft, dazu leise bleiben, Meditieren, allenthalben durch Masken lächeln, gebt Ihr Euch das, wo seid Ihr, deutsche Männer?

Ja, Eure nackte Wut muss klanglich durch Mark und Bein dringen. Sie müssen Euch, wo es Euch noch gibt, allein des Tones wegen ernstzunehmen lernen.

Zwingt diese Usurpatoren dazu, lautes Rufen und Singen auch noch zu verbieten, ihnen noch den Rest der Larve herunterzureißen. Treibt sie vor Euch her.

Dann kriecht vielleicht nur noch über die Plätze, alswie ein Gregor Samsa gar auf dem Rücken robbend, eine halbe Stunde über den Marktplatz, auf Rücken oder Bauch mit Schild „Freiheit“!

Macht einfach alles. Verwirrt sie, narrt sie, setzt sie in Verlegenheiten, gebt DENEN, was sie nie für möglich hielten!

Schreibt mit Kreide auf die Straße. Legt nachts Flugblätter aus. Nehmt, wenn Ihr eins habt, ein Schaf mit auf den Platz. Macht alles, was Euch nur einfällt, und überlegt dauernd, was Euch noch einfallen könnte. Werdet Männer.

Und wieso sollten nicht Frauen mit nackten Brüsten und Bäuchen und entsprechenden Aufschriften auftauchen, für irgendwelchenen kleinen Scheißenendreck ging das ja auch.

Stellt Euch einfach allein mit Schildern hin, besonders vor Behörden. Lasst Euch Sprüche einfallen ohne Ende. Zeigt, dass das Volk der Dichter und Denker immer noch nicht ausgerottet ist.

Verunsichert sie. Bringt sie durcheinander. Setzt sie in Wirrnis und spaltet sie. Gebt ihnen Eure Angst gespiegelt zurück. Setzt sie in den Zustand, den Ihr haben solltet.

 

 

 

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