„Mega low vibes“

Ich wurde kürzlich am Telefon als unwürdiger Gesprächspartner verwiesen, da ich, im Ernst, „mega low vibes“ hätte.

Das fand ich zunächst sehr trist, da es zuvor keinen echten Streit gegeben hatte, ich zudem in bester Absicht anrief.

Darum soll es jetzt aber nicht gehen, das schicke ich nur zur Erklärung voraus.

„Mega low vibes“: Was ist denn das?

Millionen niedere Schwingungen?

Hat da jemand Angst vor meinen gewaltigen, unaufhaltsamen Niederfrequenzen?

Fast könnte ich das als ungewolltes Lob auffassen, dass mir so viel böse Macht beigemessen wurde.

Dabei ist die Sprache natürlich verräterisch. Wer als auch nur halbwegs gebildeter Deutscher so etwas absondert, der muss selber ein heftiges Problem haben, zumindest mit seinem sprachlichen Ausdruck.

Da ich „mega low vibes“ bislang, bei allen Beschimpfungen, die ich kenne und schon erfahren, bislang nicht in meinem aktiven Sprachschatz hatte, danke ich für diese Weiterführung, vielleicht kann ich den Spruch irgendwann doch noch mal brauchen. Eine gewisse Eleganz hat er ja.

Ich suche schon nach Opfern, denen ich den meinerseits unvermittelt und vergleichbar unerwartet und erbarmungslos reindrehen kann.


Ich kann mir gut vorstellen, dass der mit den „mega low vibes“ das hier jetzt liest oder bald, immerhin habe ich ihn, sollte sein Anrufkasten funktionieren, eben davon in Kenntnis gesetzt, dass er es bei mir bis zu einem eigenen Artikel geschafft hat. Hoffentlich dreht ihm das seine „vibes“ nicht zu hoch.

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