Hunderttausende Tote als Corona-„Kollateralschäden“ allein in Europa?

Jeder, der denken kann, konnte es sich denken, jetzt haben wir es wenn auch scheinbar unautorisiert aus dem Innenministerium, die Schätzung, dass wohl jetzt schon mehr Menschen an den Coronamaßnahmen gestorben sind als am Virus selbst, noch ein Vielfaches mehr früher sterben werden, selbst wenn alle Einschränkungen sofort aufgehoben würden.

Noch weiß ich nicht, wo das ganze Papier (192 Seiten! – Nachtrag 12. 5.- wohl 86 Seiten) im Netz zu finden ist, Martin Sellner scheint es in Gänze zugespielt worden zu sein, er arbeitet hier vorzüglich ein paar wichtige Punkte heraus, da die Echtheit des Papiers gar vom Ministerium selbst als von einem Mitarbeiter verfasst bestätigt, dürfen wir gespannt sein, welchen Tanz das noch ergibt.

Sicher ist, dass die Widerstandsbewegung sich dieses Dokument als Argument nicht einfach aus der Hand schlagen lassen wird, allzumal die Frage, ob es denn vorher keine derartigen Untersuchungen gegeben hätte, wenn ja, mit welchem kontrastierenden oder ähnlichen Ergebnis, weshalb das nicht kommuniziert worden sei, wo nicht, warum um Himmelswillen nicht?

Ich will nicht zu optimistisch sein, dieses Papier aber könnte ein „game changer“, ein stark verändernder Faktor sein, indem es den Blick dahin lenkt, wo bisher kaum hingeschaut wurde. Wie viele Menschen sterben weder mit, gar an, sondern wegen Corona. Und gehen dann oft als „an“ sehr praktisch in die Statistiken ein, die Alten, die minderversorgt und allein und an Einsamkeit starben, all das zuzüglich hunderttausender (eher Millionen) verschobener Operationen, Vor- und Nachbehandlungen undsoweiter.

Als „Corona-Leugner“ wurde der Mann, dessen Name mir noch nicht bekannt, so auch flugs in der Coronapresse bezeichnet, es wird spannend, was man dem alles andichten wird. Vielleicht hat er ja einer Ministerialdirigentin beim Sektempfang ein zu freches Kompliment dazu gemacht, wie schön sie ihr schönes Kleid ausfülle, oder ein Nachbar hat gesehen, wie er seinen Hund schüttelte, wo der doch nur etwas laut seine freie demokratische Meinungsäußerung einem Artgenossen vortrug: „Was ich da sah, der Mann ist zweifellos ein Faschist.“

Oder man findet ein Bild von ihm, wie er seinen Kindern zum Ferienlagerabschied zuwinkt, und einmal wird der rechte Arm recht lang, genau das hat man im Kasten, so zeigt man ihn dann mit deutschem (eigentlich römischem) Gruße. Vielleicht ist er Jäger und hat sich bei der Nachsuche einer angeschossenen Sau ziemlich ungeschickt angestellt, sodass beinahe er wie der Hund draufgangen wären, oder aber er ist Bergkamerad und hat schonmal das Feuer nicht angekriegt oder ausgehenlassen oder beim Wasserholen die nächstgelegene Schmutzbrühe eingeholt.

Wenn man Glück hat, ist er geschieden, so kann man an seine Ex ran. Da ist fast immer was zu machen, auch wenn die Dame dafür ein wenig Aufwandsentschädigung für ihre kostbare Zeit erhalten muss.

Vielleicht hat er, als er zweiundzwanzig war, sich mal mit einem Trip LSD und genau einem Joint erwischen lassen, gegen ein paar Arbeitsstunden war die Sache als erledigt angesehen, hinderte ihn auch nicht, ins Innenministerium bestellt zu werden.

„LSD-Spinner und Hardcorekiffer hetzt gegen Corona!“ „Jagdkameradenschwein und Coronaleugner M. wuchs allein bei strengem Vater auf!“ „M. hatte immer ein Pokerface, selbst beim Schach. Bei ihm wusste man nie.“ „Er war der erste von uns, der nur noch zum Sport Turnschuhe trug. Gescheite Schuhe seien insgesamt besser für die Füße, ansehnlicher und zumal weniger schweiß- und geruchsbildend. So textete uns der damals zu. Manchmal trug er auf einer Party Bergschuhe, einfach zum weiter Eintragen, ging dann bei minus acht nach einigen Bieren im T-Shirt eine Runde drehen, gemütlich eine rauchen, war sein Spruch. Manche Weiber fanden das sogar cool, schnappten sich ihre Jacke, und manche ließ er mitgehen. Plötzlich ging er zum Studium überallhin, wir sahen uns nur noch gelegentlich, irgendwann hörte ich, dass er einen recht anständigen Posten im Innenministerium bekommen hätte.“

„Nein, er ist zwar auch ein Hundenarr, aber bestimmt nicht wie Hitler ein Vegetarier. Ich habe verschiedentlich gesehen, wie er Schnitzel oder Wurst mit seinem Hund geteilt hat, ich meine echte Schnitzel und echte Wurst. Selbst mal auch einen Rest eines Rindfleisch-Reistopfes, den ich zum Fenster herein gerochen hatte, im Garten verzehrt, stellte er am Ende seinem wedelnden Hund hin. Ein Rottweiler. Ein Riesenvieh. Er gibt seinem Ruslan auch frische Rindsknochen zum Knacken und kocht ihm gelegentlich Kutteln.“ Raus kommt natürlich, dass Ruslan Urs heißt und in Wirklichkeit eine kräftige Labradormischung ist. Aber macht ja nichts, es wird noch besser.

„Offenkundig studierte M. in verschiedenen Städten Europas zeitweise als Penner, Vagabund, Tippelbruder. Zuweilen auch auf legalen wie illegalen Campingplätzen, wie auch auf der Straße soll M. immer wieder seine Studien fortgesetzt haben, keine Universität griff durch. Wobei dies nicht unbedingt einer Unachtsamkeit geschuldet sein muss, denn M.s Tarnung war stets hervorragend, wenn nicht perfekt. An der Uni erschien er stets frisch gewaschen und tadellos gekleidet, auch mal leger, aber nie zu sehr.

Zu sagen nun, dass er da in jüngeren Jahren schon ein zwielichtiges Element und auch eine Art Hochstapler war, bildet nur den Anfang, denn hernach wusste sich M. bis ins Innenministerium einzuschleichen, um dann dort den Coup seines von Eitelkeit und Narzissmus bestimmten Lebens zu landen, indem er eine Studie aus Phantasialand aus dem Hut zaubert, gegen jede Anweisung, zumindest ohne, oder Erlaubnis, einfach so, ein zusammengeschwurbeltes Hirngespinst zusammengewürfelter abgedrehtester Verschwörungstheoretiker, medizinischer Quacksalber und statistischer Scharlatane.

Es fällt schwer, dem Manne noch Satirefreiheit zuzugestehen. Immerhin, seine Behauptungen sind so absurd, dass das jeder sofort sieht. Und wo ist der Witz? Also ist es entweder sehr schlecht gemachte Satire oder gar keine. Ist M. schlicht krank? Wurde M. irgendwann von einer rechtsextremen Sekte gehirngewaschen?

Wir werden weiter berichten. Noch sind nicht alle Rätsel um Motive und Hintergrund des mutmaßlichen Volksverräters gelöst.“

Bisher 3 Kommentare

3 Antworten auf „Hunderttausende Tote als Corona-„Kollateralschäden“ allein in Europa?“

  1. Jawoll, ein Volksverarschungverräter ist das !!! Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit die Volksverarscher nicht zu decken sondern zu outen. Unverschämt – rücksichtslos – eben volksverarschungsverratend.
    Tja, da steht´s >> https://verdacht.mifi.ovh/BMI-Leak.pdf
    Ach komm, unfassbar, es gibt noch Menschendienende unter den unzähligen Regierungsdienenden und Appartschiks.

    1. @ Stefan Ehrl

      Danke für die Verlinkung der „Kurzfassung“ des Skandalpapieres aus dem Innenministerium. Man darf gespannt sein, wie der flugs „seinen Dienstpflichten enthobene Mitarbeiter“ sich jetzt verhalten wird.

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