Google kann kein Deutsch

Der Google mag zwar leidlich Englisch können, etwa so, wie heutzutage jeder, Deutsch aber kann er weit weniger als das.

Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe. Einer ist der deutsche Satzbau, dem er nicht nachkommt, sobald die Sache etwas verschachtelter wird, der andere liegt in der freien Wortbildung.

„Googlegläubiger“ wird er noch verstehen als einen, der dem Google glaubt, nicht einen, dem Google Geld schuldet, denn Schulden hat das Unternehmen im finanziellen Sinne wohl keine.

Vermutlich hätte er bis vor kurzem, als Christoph Waltz in Amiland dem lustig begeisterten Publikum einer Schwatzschau lange und immer längere deutsche Wörter anbieten durfte, endlich bei „Bezirksschornsteinfegermeister“ ankam, auch das nicht recht entschlüsseln können.

Dies Wort hat nur fünf bezeichnende Bestandteile, ersetzte man „Schornstein“ durch „Kamin“, so wären es nur vier. Etwa wie bei Kindertagesstättensekretärin.

Spätestens beim Altflussschaufelraddampferkapitänsmützenaufbewahrungsschubladentuchseinkleidungsfarbton dürfte es dem dem Google das Blech weghauen wie als ob er Elon Musk hieße.

Heinrich von Kleist oder Friedrich Nietzsche oder auch manchmal mich, der ich ja denkbar volkstümlich versuche zu schreiben, versteht er vermutlich oft auch nicht. Im Deutschen stochert er wie in einem schweren nordischen Nebel.

Wahrscheinlich hat er inzwischen gelernt, dass immer der letzte Begriffsteil das grammatische Geschlecht des zusammengesetzten Wortes bestimmt. Wie er es dann aber sich zu Verständnis und richtig in andere Sprachen bringen will, da wird er wohl einst den jüngsten Sohn von Elon Musk, den X AE A-12 Musk, noch fragen müssen.

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