Demonstrationsstrategien gegen die Coronadiktatur

Oliver Janich hat in seinem jüngsten, sehr sehenswerten YouTube-Video vorgeschlagen, auf die morgigen und weiteren Demonstationen gegen die Coronadiktatur Blumen mitzubringen, um sie den Polizisten zu überreichen, wenigstens anzubieten. (Nebeninfos: In Stuttgart sollen auf dem Cannstatter Wasen morgen wiederum nur 5000 Leute zugelassen sein, natürlich wegen des hygienischen Abstands. Was, wenn viel mehr kommen, Tausende abgewiesen werden, dann woanders ihr verschwörungstheoretisches Süppchen in Aluhüten kochen? Derweil hat man wohl, Treppenwitz zum abgesagten Oktoberfest, in München die Theresienwiese, also die Wiesn, für die Demonstranten vorgesehen.)

Janichs Idee ist nicht neu, aber auch nicht schlecht, durchaus für viele empfehlenswert, doch taugt sie sicherlich nicht für alle. Sowieso halte ich eine Vielfalt von Protestformen für besser, denn so können sich alle in ihrer Art einbringen, zeigen, dass hier nichts zentral gesteuert ist, und zumal weiß die Polizei nie, was sie als nächstes erwartet.

Ganz und gar nichts halte ich von Aufrufen, das Volk solle keine Sprüche skandieren, wie etwa „Freiheit!“ oder „Wir sind das Volk!“ oder auch „Volksverräter!“ und „Schämt euch!“, wenn mal wieder willkürliche und zumal gewaltsame Verhaftungen durchgeführt werden. Maulkorb freiwillig?

Nichts gegen Schweigespaziergänge. Schweigen aber und Blumen, wenn die Polizei übergriffig wird? Einfach leise weitergehen, Blumen streuen, wenn ein Unschuldiger vor aller Augen misshandelt wird?

Ich habe letzte Woche auf den Mainwiesen zu Würzburg nicht einen bösen Blick in Richtung der sich völlig zurückhaltenden Polizei geworfen, keinerlei provoziernden Gesten oder Scherze, ziemlich sicher aber hätte ich laut gebrüllt, hätten sie einfach einen oder eine weggezogen.

Immerhin, so berichtete mir ein Freund und Augenzeuge letzter Woche aus Stuttgart, drängte die Polizei dort die gegen das Demonstrationsrecht demonstrierenden Antifanten, die die Hauptdemonstration stören wollten, ziemlich entschieden ab, ließ sie vermutlich irgendwo anders zuende demonstrieren.

Provokation der Polizei liegt in der Tat nicht im geringsten an. Aber eben auch kein stilles Hinnehmen, verlässt diese den Pfad der Verhältnismäßigkeit und der Mittel.

Denn, offenkundig gibt es bundesweit keine einheitliche Linie, an manchen Orten soll die Polizei, um es etwas schräg mit Goethe zu sagen „edel, hilfreich und gut“ auftreten, an anderen martialisch, aggressiv, einschüchternd, auch gewalttätig. Die Kollegen, denen letzteres angewiesen, werden weit überwiegend neidisch auf die anderen blicken, die keinen Stress verbreiten und dementsprechend auch keinen bekommen.

Ja, natürlich ist das eine „perfide“ (also sehr gemeine) Aufweichungsstrategie, fies ist das, wenn wir Aluhutträger und sonstigen Irren ruhig Umsicht, Übersicht und Weitsicht an den Tag legen, was für ein Terror, was ein Schrecken.

Ich kann mir derweil gut vorstellen, dass allzumal in Berlin eine Eskalation geplant sein könnte. Die Sache vergangene Woche dort weist, wenn man nicht schlicht erzdumm und grob fahrlässig mit den eigenen Einsatzkräften umging, zumindest darauf hin.

Letztlich empfiehlt es sich auch, immer einen Bekannten in loser Nähe zu haben, der bei Eskalation sofort per Handy filmt und – wie Oliver Janich zielführend anmerkt – das Video gleich an einen Freund weiterleitet, so dass es auch bei Handykonfiskation nicht mehr kassiert werden kann.

Dieses Wochenende gilt es wie noch nie.

 

 

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