Das Totenlied der Deutschen Nation

Gastbeitrag von Gigi Lichtaubergh

Langsam bricht das Chaos aus, auf den Straßen werden von in großen Gruppen auftretenden Unbekannten, in diversen Nachrichtenmagazinen werden sie als Antifaschisten ausgegeben, angebliche „Rechte“ zusammengeschlagen. Es wurde von einer Gaspistole berichtet, die an einem Kopf abgeschossen wurde. Der so Verletzte soll in künstlichem Koma liegen. Die Polizei konnte die Täter nicht ausfindig machen und die Kommentare dazu sprachen von einer geheimen Armee, frei nach Udo Ulfkotte, die staatlich bezahlt und gelenkt ist, alles Deutsche, oder was? Ist d a s der Deutsche Mann?

Die künstliche Flutung des Deutschen Territoriums mit jungen Männern aus vorwiegend südlichem Gebiet, zu fast 100% muslimischer Abstammung, wird seit Jahren enthusiastisch gefeiert. Deutsche Mädels beinahe jeden Jahrganges outen sich in den Kommentarsträngen diverser Blogs, sie und ihre Freundinnen wären nach „Aufreißen“ solcher ganzer Gruppen von jungen Männern als Samensilos „benutzt“ worden – siehe „Petra 4. Juni 2019“. Ist d a s die Deutsche Frau?

https://www.anonymousnews.ru/2019/05/08/who-dokument-bestaetigt-fluechtlinge-schleppen-gefaehrliche-infektionskrankheiten-und-seuchen-ein/#comment-122754

Es gibt doch kein besseres Volk als die Deutschen. Die Deutsche Frau wird von ihrem Mann vergöttert. Sie ist die auf Händen getragene Göttin, hat letztlich in der Ehe immer recht, wird auch noch vergöttert, nachdem sie die Haustiere, die Arbeit ihres Mannes und letztlich den Mann selbst mit einem jähen Tritt ihres zarten Fußes entsorgt hat.

Der Deutsche Mann kniet vor seiner Frau im Staub. Sie kann ihm auf der Nase herumtanzen, die Deutschen Frauen können lesbisch sein, sie entscheiden über ihren Bauch, lassen die eigenen Kinder direkt darin zerstückeln, köpfen, können mit ihren Entscheidungen das g e m e i n s a m mit einem Mann gezeugte Kind in Alleinentscheidung einfach entsorgen, die Deutsche Frau ist die Göttin des Deutschen Mannes.

Da dieses Land eine entscheidende Schieflage aufweist und nichts mehr zu stimmen scheint, wird nun von Deutschen die Ursache gesucht. In der Politik. In den politischen Begriffen. In politischen Einmischungen von Außen. In Besatzern, die keine Befugnis haben, sich in die inneren Angelegenheiten eines Landes einzumischen. In der Verweigerung, Tatsachen als gegeben anzuerkennen. Im Grundgesetz, das zwar nicht gültig ist, mehrfach geändert wurde, und nun zuletzt aufgrund eines Virus ganz außer Kraft gesetzt.

Die Panik im Land steigt. Seit dem Virus, das mit staatlichen Maßnahmen massiv bekämpft wurde, so massiv, dass die Maßnahmen mehr Schaden anrichteten, als das Virus, wird es den Leuten mulmig. Noch mehr Schuldige werden gesucht.

Dass Deutsche ihre eigene Kultur abgeschlachtet und und in den medizinischen Mülleimer entsorgt haben, um sich danach die einzelnen Bestandteile als Antifaltencreme ins Gesicht zu schmieren, scheint niemandem aufzufallen. Wer seine eigenen Kinder mit Pille und Spirale verhindert, den nicht zu verhindernden Nachwuchs abtreibt, und dann die Kinder per künstlicher Befruchtung „haben“ „will“, der muss wohl oder übel zur Kenntnis nehmen, dass er seine eigene Kultur mutwillig und böswillig ermordet und zerstört hat.

Keine noch so tiefgehenden politischen Diskussionen können darüber hinwegtäuschen! Liebe? Das ist nur ein Wort. Selbst wenn heute die Deutsche Frau beginnen würde, sich zu besinnen, genauso wie der Deutsche Mann – das wäre reine Kosmetik. Das Rita Gesetz, auch Telegonie genannt, waltet bereits.

https://www.youtube.com/watch?v=sMigabzSer4

Es ist vorbei. Nach UNS kommt nichts mehr. Der Wunsch, dass dieses mitteleuropäische Territorium nicht vollständig in muslimischer Art versinkt, möge von den Russen und insgesamt den Slawen gehört werden. Begründung: In den Schulen sind bereits mehr als 70% Mischdeutsche und Ausländer in Überzahl. Der Sound des Verhängnisses verrät den Stand der Tatsachen. Die Signatur ist bereits sich entfernend.

Bisher 30 Kommentare

30 Antworten auf „Das Totenlied der Deutschen Nation“

  1. Die Deutsche Kultur und ihr drohender Untergang.

    Das Wehgeheul zieht sich durch Deutschland, in den Blogs entstehen Artikel über Artikel. Es wird über die mannigfachen Bedrohungen der Deutschen Kultur geschrieben, diskutiert. Die Politik wird verortet. Die islamische Jungmännerflut wird beleuchtet. Die Vergangenheit wird beschworen, mit den Intrigen fremder Machthaber und Agitatoren. Panik entsteht, allenthalben wird das Handtuch geworfen: „Lass fallen, was fällt!“

    Nun, wofür wird denn geschrieben, diskutiert? Was ist denn das für eine Deutsche Kultur, um die so in Gefahr ist? Ist es allein der immer wieder beschworene „stolze“ Menschenschlag, groß gewachsen, blond, intelligent, tüchtig, arbeitsam? Hat dieser Menschenschlag keine negative Seite, keine Kehrseite der Medaille? Was ist da hinten, das so realitätsflüchtend versteckt wird?

    Gerda. Sie ist tüchtig, erfolgreich, eigenwillig, immer oben auf, egal, wie schlimm es kommt. Dann war sie einmal in Not und brauchte schnell für ein paar Tage eine Unterkunft. Kostenlos. Diese wurde in tagelanger „Bettelei“ landauf, landab aufgetrieben. Die Benachrichtigung wurde erschöpft und freudestrahlend abgeschickt. Keine Antwort. Erneut gesendet. Wieder keine Antwort.

    Am nächsten Tag dann, eine harmlose Benachrichtigung anderer Art. Nun kommt Antwort! Die Frage folgt: „Gerda, hast Du mein vorheriges Mail bekommen?“ „Ja, doch, danke…. 🙂 🙂

    Dieser Kontakt zerriss. Wer ein kostenloses Zimmer bekommt, sollte schon zu einem Danke ohne weitere Aufforderung die Höflichkeit haben!

    Werner. Der Hundenachwuchs kam im November. Die Hilfe folgte auf dem Fuß. Die Monate vergingen und die Hunde wuchsen und gediehen, waren dick und rund. Dann kam die Benachrichtigung: „Du hast mich mit den Neugeborenen im Stich gelassen!“ Interessante Wendung. So kann man auch Danke sagen.

    Es gibt noch viel schlimmere Geschichten über die stolzen, vor allem stolzen Deutschen. Da geht es um Geld und um Macht. Alles im privaten Bereich. Die Bühne im Außen mit ihren täglichen und wöchentlichen Nachrichten noch nicht inbegriffen. Ich suchte sie, und fand sie nicht: Die hochgepriesene, Deutsche Kultur.

    Was für eine Kultur? Die Straßen, die vielen Autos darauf, das echte Land darunter nicht zu sehen, die Realitätsferne der Akteure und ihrer Beschreiber. Wo ist die Kultur, um die so wehgeheult wird?

    Ich habe keine gefunden.

    Hallo Magnus, wenn Du willst, ein weiterer Gastbeitrag. DANKE für die Veröffentlichung von „Das Totenlied der Deutschen Nation.“ Ich hoffe, es geht Dir gut. Bei uns ist es sehr kalt. Liebe Grüße, Gigi

    1. @ Gigi

      Deinen Kommentar habe ich nicht so recht verstanden.
      Dass es sowieso keine deutsche Kultur gebe, nie gegeben habe, das behaupteten schon andere. Welche dann die so andere österreicherische sei, indem bei Euch lediglich die Bevölkerungsdichte geringer, daher auch relativ weniger Straßenkilometer pro Kopf (vermute ich mal, dürfte wohl stimmen), damit mehr Auslauf auch für Hunde, Gerdas und Werners, erschließt sich mir auch nicht.
      Gut, Wien, als Eure einzige echte Großstadt, wurde nie so zerbombt wie bei uns Berlin, Hamburg, München, Köln und der Rest, insofern haben wir vom Kriege schlimmere Narben davongetragen, den ärgeren Kulturverlust und damit Dachschaden.
      Auch habt Ihr mehr Berge. Wir dafür zwei Meere, sollte das kulturell relevant sein.
      Vielleicht habt Ihr ja den Vorteil, eine Grenze zu Italien zu haben, wir nur zu Frankreich.
      Vielleicht habt Ihr zudem den Vorteil, außer Deutsch nur zwei deutsche Dialekte sprechen zu müssen, nämlich bairische und lediglich in Tirol etwas Alemannisch. Das mag Euch den kühleren Kopf bewahren, weniger Ressentiments unter Euch säen, auch habt Ihr pro Kopf mehr Weinanbaufläche.
      Verstehe mich nun nicht falsch. Ich finde Österreich (mal abgesehen vom Kurzen und ein paar anderen Banditen) echt klasse. Da ich kein Hamburger oder Berliner bin, verstehe ich die Leute so gut wie überall, sie müssen sich für mich nicht einmal das Maul verrenken. In Innsbruck oder Salzburg bin ich als Schwabe weniger Untermensch als in Göttingen oder Hannover.
      Auch habe ich als Deutscher weniger Probleme bei Euch wie etwa in der Deutschschweiz, wo man alles fünfmal sagt, weil es sonst unhöflich ist. Auch kostet bei Euch eine anständige Pizza nicht umgerechnet 30 Euronen, man bekommt wohl auch schon eine für 10.
      Und dann die feschn Madln wie etwa Du eins bist. In der Schwyz sehen die alle aus wie Frankfurterinnen, die bei der Europäischen Zentralbank arbeiten, frisch aus einem Werbefilm für Schönheitsmittelchen von Novartis entsprungen, und ihr süßer Singsang soll nur darüber hinwegtäuschen, wie sehr sie die von nördlich des Rheins verachten, weil die schon bei Pizzapreisen einknicken.
      Ein ehrliches „Schleich di!“ wie bei Euch wird man von denen nie hören. „Wenn ichkch nun wieeeder weiterch charbeiten chönnte, Cherr Göller“, so hört sich das bei denen an.
      Bitte also, bitte macht die Grenze wieder auf.
      LG
      Magnus

  2. Werter Magnus

    danke für Dein gutes Echo. Wenn nun das Tempo schon so hoch ist, dass ein Artikel schon fast wieder korrigiert werden müsste, wenn er fertig ist, dann haben wir 2020. Du verstehst den Kommentar nicht ganz? Mir kam von Anfang an vor, dass ihm zumindest etwas fehlen würde. Vielleicht war es nur der Anfang eines Kommentares, Artikels, jedenfalls eiert das Geschriebene eindeutig.

    Zuerst einmal fühle ich mich auch als Deutsch. Wir sind immer noch die „Ostmark“ !

    So wie Du immer das Gute unserer beider Länder siehst, auch darüber hinaus, da kann ich nicht mithalten, weil ich zu wenig gereist bin. Die Kultur vermisse ich zunehmend. Ich kann mich erinnern, dass früher alle Frauen selbst kochten. Das ist für mich Kultur. Wenn alle nur mehr Fertigzeug einkaufen, dann ist das Global, aber nicht Kultur. Der Apfelstrudel, Apfelkuchen, das war einmal Kultur. Gut, am Land noch gepflegt. Doch die Jungen machen das sicher nicht mehr. Die Mädchen studieren doch alle.

    Mir geht auch tierisch die Hausmeisterkultur ab. Wer nicht Bürgermeister werden kann, wird Hausmeister. Die hatten nicht nur die Ordnung drauf, sondern auch noch die Disziplin. Da war Kindererziehung noch leichter, weil es die hausmeisterliche Erziehungshilfe gab! Wenn die Nüsse vom Baum gerupft in der Waschküche lagen, dann kam der Hausmeister, und fragte, wer das war. Ganz klar. Heute müssen die Eltern alles alleine machen, und niemand weiß, woher die unreifen Nüsse in der Waschküche kommen. Das ist Unordnung. Das ist Minuskultur. Für mich.

    Die Weinbaufläche, zählt die auch zur Kultur? Mir ist noch unser Glykolskandal in Erinnerung. Die Qualität macht es, nicht die Tricks und danach der Einbruch des Vertrauens. Eine Kläranlage kippte dann, weil mindestens ein Weinbauer seinen Glykolwein ins Klo geschüttet hatte….

    Wer weiß, ob das noch je zu reparieren ist? So weit denken Schummler und Giftler nicht. Dann ging die Altweiber-Tratsch-Kultur verloren. Früher passten die Jungen auf, dass sie sich ordentlich benahmen, denn sonst kamen sie in die Tratschzirkel der Altvorderen. Heute gibt es weder diese alten Frauen, die alles und alle auseinandernehmen, noch schert sich ein Junger darum, was die Anderen von ihm halten, denken und tratschen könnten. Weil ALLE vor dem Fernseher vergammeln, anstatt miteinander zu reden.

    So kommt es, dass dieses herrliche Kulturgut der Tratschzirkel, die ja die Funktion hatten, dass die Tradition nicht allzusehr ausufert, somit auch der Anstand gewahrt bleibt und das gesunde Empfinden, für das, was sich gehört, verloren ging.

    Da im Fernsehen a l l e s zu sehen ist, was der Menschheit einfällt, ist es egal, was einer heute tut. Ist der Ruf einmal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Alles ist „in“. Was nicht gefällt, geht niemanden etwas an. Das ist der Tod jeder Kultur.

    Es hat sich ein globales Mischverhalten eingenistet. Meine miese Stimmung dahingehend, war der eigentliche Grund für den Versuch dieses misslungenen Artikels, der nun wie ein Fettfleck in der schönen Seite MWG prangt.

    Die Großfamilie und das Leben – wenigstens in einer teilweisen Großfamilie, ich weiß, Schwiegermutterproblem, Alt und Jung ~ jedoch versus: Immer jemand zu Hause, soziale Kontrolle für Übergriffe aller Art. Für mich ist es das wert, kleine Einschränkungen auf sich zu nehmen, um größere Probleme zu umschiffen. Einsamkeit ist ebenfalls ein Anzeichen von defizitärer Kultur. Wo Alte mit ihrem Erfahrungsschatz keinen Platz mehr haben, dafür die staatlichen Kindsbetreuungseinrichtungen überquellen, wo ist da Kultur? Diese Kulturverhinderungseinrichtungen zur Kinderentfremdung von ihrer Kultur ist tatsächlich eine nicht verortete Unkultur.

    Magnus, ich wünsche mir eine Diskussion über Kultur und Unkultur mit vielen Mitdiskutierenden, weil ich kann unmöglich das alles beleuchten, was es Gutes in unserer gemeinsamen Kultur gibt, und das, was mittlerweile abgängig ist, und schäbig geworden. Es ist auf nichts Verlass. Es gab eine Zeit, da waren die Menschen berechenbar. Es war sogar unangenehm, so berechenbar war das Zusammenleben.

    Doch die Struktur einer berechenbaren Gemeinschaft gibt Halt. Wer ausschert, fällt durch den sozialen Rost. Dadurch wurde dieses Ausscheren minimiert. Es ist heute alles erlaubt. Dadurch entwickeln sich Situationen, die für viele Menschen kaum noch ertragbar und lebbar sind. Jüngst kam ich durch Zufall zum Rita Gesetz, auch Telegonie. Warum wird uns dieses in der Schule vorenthalten? Ein junger Mensch, der darum weiß, kann sich ganz anders entscheiden für sein Leben.

    Ordnung ist Kultur. Jetzt ist Unordnung.

    Was ist ein Österreicher? Einer der Speck isst? Und die, welchen keinen Speck essen? Sind das keine Österreicher, oder haben die keine Kultur?

    Gastein kann ich Dir empfehlen. Da hörst Du noch, dass eine Cafebesitzerin zu einem Hundebesitzer sagt: „Geh, Ihr Hund hat ein Häuferl g`macht. Brauch`n S a Sackerl?“

    Das ist gleiche Augenhöhe. Nicht einfach nur hinterherschimpfen. Lederhosen sind Kultur und auch das Perchtengehen im Februar. Was ist sonst noch da?

    Die Bücher der Dichter und Denker. Hilft aber nicht, wenn sie niemand liest, die einen haben keine Zeit, die anderen können nicht Deutsch lesen. Und wenn – ist ja nicht ihre Kultur ! Nun habe ich noch einiges ergänzt, was ich letzthin nicht beachtet hatte, vielleicht schreibe ich morgen noch einmal weiter….

    Danke für Deine Eselsbrücke Magnus, der Esel bin in dem Falle ich selber….

    Liebe Grüße, Gigi

    1. @ Gigi

      In der Tat halte ich es für sehr verhängnisvoll, wie wenig heute Ältere noch zählen, wenn sie nicht Bill Gates heißen oder Trump oder sonsten viel Geld und viel Macht haben. Nur, weil sie nicht mit den modernen Techniken umgehen können wie die Jungen, tut man sie ab gleich ausgelatschten Schuhen, und schon Leute um die Vierzig biedern sich der Techjugend an, wie als ob sie selber sich schon ihres Schimmelansatzes schämten.
      Oh, was wurde ich schon ausgelacht, weil ich mit Programm XY nicht so recht umgehen gelernt. Das aber, indem ich sie immer noch fast alle im Kopfrechnen in Grund und Boden spitze, einen Text von fünf Seiten schneller aufs Wesentliche erfasse als jene auch nur eine Seite halb, von Wortschatz und Grammatik wollen wir gar nicht reden, viele darum ringen, auch nur einen einfachen Sachverhalt ohne Gestammel auf den Punkt zu bringen.
      Man hat aber die Jugend – siehe Fridays for Future – gezielt gegen die Älteren aufgehetzt, und die wirklich dahinterstehen, das sind eher Leute unseres Alters.
      Mein Vater (Gymansialprofessor für Deutsch und Französisch) sagte einmal, Schule sei zunächst dazu da, dass man Lesen, Schreiben und Rechnen lerne. Was für ein Rechtsextremer!
      Immerhin, meine Jungmännerjungs halten mich zwar auch für etwas von Gestern, wissen aber genau, wie schwer es ist, dem Alten ein X für ein U vorzumachen, ihm das Wort im Mund herumzudrehen, ihm eben auch nur im Prozentrechnen ohne Handy (selbst mit, bis die getippt haben, habe ich im Kopf schon das Ergebnis) seine Senilität vorzuführen.
      Da fällt mir eine wahre Geschichte aus meinen Anfangszeiten als Nachhilfelehrer ein, es war Mathe neunte Klasse Hauptschule Bayern (also jetzt etwa zehnte Gymnasium Berlin), und indem meine beiden Bauernrabatze selbst drei mal acht in den Rechner tippten, ward ich wirklich etwas stinkig, setzte einen Wettbewerb Magnussens Kopf gegen Taschenrechner an. Vergnügt und siegsgewiss nahmen sie den Kampf an. Zwei mal 25. Sie tippten los, ich sagte (gut, das wusste ich auch so, aber bei drei mal 77 wäre ich auch schneller gewesen) lachend 50, bevor sie das Ergebnis sahen. Das lehrte sie immerhin ein wenig.
      Man hat aus der Jugend in erheblichem Maße Maschinenmenschen gemacht. Ohne Handy kaum noch Orientierung, Vorlesen vom Blatt wird kaum noch geübt oder gar verlangt, ach, ich könnte dazu endlos fortsetzen.
      Es wird aber, es muss ein Umschwung kommen. Natürlich nicht zurück in eine Zeit ohne Computer, aber nach vorn in eine, wo wieder Wert auf das Erlernen der oben beschriebenen Grundtechniken gelegt wird. Ich habe da meine Vorstellungen, wie das einzurichten sei. Noch aber bin ich nicht Reichsbildungsminister.
      LG
      Magnus

  3. Guten Morgen Reichsbildungsminister in spe, Magnus,

    das gefällt mir. Endlich mal kernige Aussichten.

    Was hältst Du von Zapfen-Rechnungen für Volksschüler? So wird das 1×1 geübt und der Wettbewerb und die Spannung nach dem richtigen Ergebnis bringt Konzentration und die Vorstellung erweitert sich… ? Oben steht eine Zahl, sie wird gerechnet mal 2.

    Das Ergebnis mal 3, dann mal 4, bis 9.

    Dann wird von vorne weg das letzte Ergebnis dividiert, wieder von 2 bis 9. Das Endergebnis muss identisch sein mit der ersten Zahl oben.

    https://www.youtube.com/watch?v=AypXvKIB4wo

    Deine Ausführungen in Deinem Kommentar gefallen mir durchgehend. Das Alter und die Erfahrung werden zu wenig geschätzt. Sicher ist es nicht einfach, dass die Alten alles besser wissen ~ doch gerade die Grundbegriffe müssen doch nicht immer und immer wieder neu erfunden werden! Ist der Start besser, dann kommen die Jungen immer weiter und höher hinaus, als die Alten. Das ist ja eine gute Startrampe! Leider werden die Jungen heute in der Schule nicht mehr angehalten, die Eltern zu ehren.

    In vielen Fällen ist es auch verkehrt, wenn die Eltern Hippies geblieben, und sich keine eigenen Fertigkeiten und auch keine Weisheit angeeignet haben. Was gibt es im Gegensatz dazu schöneres, als im Alter geehrt zu werden? Die Folge ist eine positive Zuwendung an die Jugend mit Preisgabe der gesammelten Schätze und Erfahrungen.

    Was gibt es schöneres, als der Blick des Großvaters in die Augen der Enkelkinder? Das wird heute massiv verhindert, viele verhindern das sogar selbst, indem sie anderen, viel geringeren Aktivitäten nachgehen, in deren gesamten Auswirkung, und ihr eigenes, verjüngtes Potential vernachlässigen.

    Meine eigene Forschung nach weiteren Kulturmerkmalen hat mir über Nacht die Ansicht der Kultur des Grüßens und Nichtgrüßens beschert. Am Land wird noch gegrüßt, sogar nicht persönlich bekannte Leute. Bei uns wird hauptsächlich mit dem „Du“ angeredet, nur in Geschäften wird mit „Sie“ kommuniziert, vor allem in Banken und Großkaufhäusern.

    Sicher kann in der Stadt nicht jeder gegrüßt werden, deshalb gehört Städtebau für mich auch nicht zu den Zivilisationsmerkmalen. In Städten blühen die Neurosen, es wird sich gegenseitig nicht einmal in die Augen gesehen, was auch Affen in engen Käfigen so betreiben.

    Jedoch meinte ich mit der Kultur des Nichtgrüßens etwas völlig anderes. Vorausgesetzt, es gibt grundsätzlich die Kultur des Grüßens, dann kann eine Beleidigung so quittiert werden, dass jemand nicht mehr gegrüßt wird. So wird ohne Streit zum Ausdruck gebracht, dass etwas nicht stimmt.

    Am Land kann das Nichtgrüßen gruselig werden, wenn einer immer nur vorbei geht und nicht herschaut, oder nie grüßt. Ein Feindbild entsteht. Vor allem in Zusammenhang mit gleichzeitiger Verweigerung des Blickkontaktes, oder gegenteilig, mit Anstarren. Diese natürlichen, einfachen Regeln machen das Zusammenleben einer sozialen Gemeinschaft aus, oder sind die grundlegenden Voraussetzungen für eine soziale Gruppe, um eine lebenswerte und nach allen Seiten Entwicklung bietende kollektive Aktion möglich zu machen.

    Tatsächlich strahlen die jungen Leute, die fröhlich grüßen, eine innere Zufriedenheit aus. Erstaunliche Experimente mit Grüßen sollen stattgefunden haben. Vor allem in Zusammenhang mit strahlendem Lächeln.

    Grüßt hingegen einer nicht mehr, der vorher grüßte, ist das unheimlich. Irgendwann wird dann nachgefragt, nachgehakt, und die erstaunlichsten Antworten kommen zu Tage. Ein Mann wurde nicht mehr gegrüßt, als er nachfragte, was der Grund sei, kam heraus, dass der Mann versprochen hatte, einen bestimmten Besucher, der seiner Nachbarschaft unangenehm war, nicht mehr reinzulassen. Als er es dennoch immer wieder getan hatte, wurde er als Konsequenz nicht mehr gegrüßt.

    Da wir alle nach Heilung unserer eindeutig verfahrenen Situation lechzen habe ich hier noch ein Angebot, falls es hier passend ist, das mich selbst getröstet hat, in seiner Kernaussage.

    https://transinformation.net/geoengineering-chemtrails-haarp-weltordnungen-zeitlinien-und-der-aufstieg-ein-dokument-aus-den-daniel-schriften/

    Heilung ist möglich, wir haben die größten Aussichten auf Heilung, indem es zu einem Reset kommt. Mit unseren jetzt gesammelten Erfahrungen müssten wir doch diese Chance total gut nutzen können !?

    Mit vormittäglichen Grüßen, Gigi

    1. @ Gigi

      Zunächst zum „Zapfenrechnen“ wie im von Dir verlinkten Video gezeigt.
      Ich habe keine praktische Erfahrung damit. Es scheint schon einen gewissen Sinn zu ergeben, mag aber auch zu Langeweile führen und damit Zeit vergeuden und zumal Lust an der Sache.
      Zum Grüßen.
      Hier am Dorf grüßt man sich grundsätzlich, ob man sich kennt oder nicht, ja man bedankt/verabschiedet sich noch beim Busfahrer, selbst wenn man hinten aussteigt (die Jugend macht das nicht, aber die meisten Erwachsenen), per Zuruf oder dann beim Vorbeigehen mit Handgruß. Danke, dass du mich mitgenommen hast! Die Busfahrer freut es, kennt man einen schon, grüßt man gerne, selbst wenn er einem als Fußgänger entgegenkommt.
      Auch duzt man sich hier praktisch grundsätzlich, selbst wenn man sich nicht oder kaum kennt. (In Franken duzt man sich ohnehin schneller und mehr als in anderen Gebieten Deutschlands.) Ich finde das prima, es schafft Zusammenhalt.
      Natürlich geht das schon in Karlstadt mit dem Grüßen nicht mehr so (bei vielleicht 10 000 Einwohnern in der eigentlichen Stadt), mit dem Du ist man natürlich dann bei älteren Damen etwas vorsichtiger, aber schon wenn man im Elektronikmarkt zweimal mit einem Angestellten gesprochen hat, der vielleicht zwanzig Jahre jünger, springt man schnell zum Du, das ist hier völlig normal, kein Chef hat was dagegen. In Stuttgarter Szenekneipen duzt man sich auch praktisch querbeet, es sei denn jemand wirkt zu schräg dafür.
      Allerdings mag ich es durchaus, dass unsere Sprache auch das Sie vorsieht. Von jedem und überall will ich auch nicht geduzt werden.
      Als Nachhilfelehrer wiederum war ich immer verhalten mit dem Du. Viele Kinder und Jugendliche wollen das nämlich gar nicht, jedenfalls nicht gleich, viele auch dauerhaft nicht. Dann gab es aber auch freche Bauernburschen, die legten alsbald damit los. Gut so, da passt das. Bei Erwachsenen habe ich das Du immer erst dann angeboten, wenn ein entsprechendes Vertrauensverhältnis entstanden war. Jemandem das Du anzwingen oder als Lehrer gleich auf Kumpel machen, das kann sehr verkehrt sein.
      Auch im Netz duze ich nicht immer gleich los. Wenigstens lasse ich mich oft erst selber anduzen. Kommt halt darauf an.
      Inwieweit sich die Generationen jetzt und in der kommenden Zeit wieder näherkommen werden, dazu wage ich momentan keinen Ausblick.

  4. Weiterführend im Kulturbereich:

    Wie viel ist noch übrig von unserer Kultur?

    Es gab eine Zeit, da wurde gesungen. Beim Waschen, beim Baden, beim Wandern. Es gab Wanderlieder, wie dieses, wo das Wandern des Müllers Lust ist. Wer singt das heute noch? Dafür weiß ein Kleinkind, wer „Madonna, Sido und Co“ ist. Das, was diese so produzieren wird so oft gekauft, dass die davon reich wurden. Doch ist das Kultur? Ab dem Zeitpunkt, wo der Radio kam, wurde dann dort mit- oder nachgesungen, „das Wasser ist zum Waschen da, nicht allein für Nasser (Gamal Abdel Nasser, Ministerpräsident von Ägypten 1954 bis 1970) da… auch zum Zähneputzen, kann man es benutzen….“ . Fatal war der Einzug der Musikvideos in die Wohnzimmer der Menschen, denn seitdem sitzen diese in Starre vor dem Bildschirm und singen nicht mehr. Das ist nicht Kultur, das ist globale Videostarre.

    https://www.youtube.com/watch?v=39G771uFcP0

    Vorher wurde sogar abends gesungen und mit Zither und Hackbrett Hausmusik gemacht. „Drunt in da Müh`
    sitzt a Hex am Bes`nstü`
    s Hexnmandl hängt am Reg`nschirmstü´ dro…..“

    Sicher gehen diese Reime auf vages, vorzeitlich-heidnisches Bewusstsein zurück, dass es Naturwesen gibt, die da sind, jedoch nicht (mehr?) gesehen werden können. Was zum heidnischen Humor führt, den ja das Christentum mit seinen zyklischen Leiden und Schmerzen völlig verdrängt und als böse und schlecht klassifiziert hat.

    So wurde aus unserer germanisch-keltischen Kultur eine völlig andere, in ihrem heutigen Ergebnis sichtlich schlechten und an jede Neuerung angepasste Unkultur. Letztlich sind wir heute da, dass jeder jeden verklagt, was allein der Staatskasse dient, aber nicht unserer eigenen, innersten Kultur.

    Die Nöte sind eben jetzt schon so dringend, viele von uns ächzen, sehen sich aufgetürmten, unlösbaren, unsinnigen und freudlosen Aufgaben und Tagen am laufenden Band ausgesetzt, dass die Sinn- und Kulturfrage berechtigt ist.

    Wie ist es für Euch?

    Liebe Grüße Gigi

  5. @ Magnus 11:48h

    Das Zapfenrechnen. Ja, Dein Einwand der Langeweile mag stimmen. Doch hauptsächlich habe ich bemerkt, dass diese Art der Beschäftigung für Volksschüler zu erhöhter Konzentration führt, zur Sicherheit im 1×1 und zur Stärkung des Selbstbewusstseins, wenn der Zapfen „richtig herauskommt“. In der Schweiz und in Tirol häufig als Aufgabe und Nachmittagsbeschäftigung verordnet und nicht selten als Strafaufgabe, die ihren Sinn erfüllt. An beiden Enden. Es wird geübt, und es wird sich gemerkt, dass der Unfug nicht ok war…..

  6. Die Wahrheitskultur

    Die Wahrheit ist eine schöne Haltung. Die Wahrheit sagen und die Wahrheit suchen.

    Hat jemand etwas erzählt, was nicht der Wahrheit entspricht, kann er danach so laut und ekelhaft werden, dass derjenige, der das vernommen hat, unsicher werden solle, ob er sich nicht etwa verhört hat? Dann noch etwas aufgebrachte Stimmung verteilen und wenn der, welcher sich vielleicht doch verhört hat, dann hochgeht, dann kann er ja ziemlich betitelt und auch überführt werden.

    Leichter ist es, die Wahrheit in der Vergangenheit zu suchen. Da niemand dabei war, weil die Vergangenheit ja schon vorbei ist, werden ganze Bücher voll geschrieben. Von den Einen, von den Anderen. Nun kann sich jeder diese Bücher aussuchen, die ihm besser gefallen und los geht’s! Es bekämpfen sich die Menschen, jedes Lager besteht darauf, dass ihre Ansicht die Richtige wäre.

    Die Wahrheit ist gefunden!

    Wahrheit und Lüge ist ein wirklich schweres Thema. Die Voraussetzungen für eine Entscheidung sind die Fakten. Werden diese falsch dargestellt, kann es zu komplizierten Situationen und vor allem zu aufregenden Differenzen kommen. Der Überraschungsmoment während des Prozesses, der dann zur Wahrheit führt und die Reaktion dessen, der in seiner Unsicherheit des Ertapptwerdens sich wehrt und sträubt, kann zu neuen Unsicherheiten und letztlich zur Beendigung von Ehen führen.

    Mehr als einmal wurde geschrieben, dass dieser Planet der Planet der Lügen ist und das bestätigt sich jeden Tag. Vom Ersten bis zum Letzten wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Dazwischen gibt es ein paar, die die Wahrheit sagen. Manchmal.

    Es gibt auch ehrliche Menschen. Sogar diese neigen bisweilen dazu, sich zumindest selbst zu belügen, indem sie Sachverhalte so sehen, dass sie angenehmer zu ertragen sind. Eigentlich ist es mehr eine Lügenkultur, als eine Wahrheitskultur, die hier praktiziert wird. In welchem Verhältnis gelogen wird, und wie oft dazu die Wahrheit gesagt wird, kann nicht eruiert werden, weil die Leute bei der Angabe zu diesen statistischen Fragen vielleicht ja auch wieder lügen?

    Oft genug gibt es letztendlich keine Beweise für die Wahrheit. Wenn es Beweise gibt, können diese so manipuliert werden, dass sie wieder nicht erkenntlich sind. Ganze Ebenen des Daseins können völlig auf den Kopf gestellt werden. Das Alter der Planeten und ihrer Farben wurde so manipuliert, dass es auf dem Kopf steht. Runen wurden von hinten aufgeschrieben. Diese Erkenntnis wird nicht anerkannt.

    In den öffentlichen Nachrichten werden Erfindungen zu Tatsachen stilisiert, während echte Vorkommnisse vertuscht und nicht benachrichtet werden. Wer hier noch durchblickt und sich davon nicht beunruhigen, noch beherrschen lässt, ist Weltmeister.

    Wir Menschen haben uns derartig an die Lügen in unserem Umfeld gewöhnt, dass wir sie akzeptieren wie das Wetter. Was kann man schon machen? Nur manchmal, wenn es wichtig ist, dann regen wir uns auf und riskieren damit, aufgebracht angepöbelt zu werden. „Ich lüge nie!“ Eigentlich ist das schon wieder eine Lüge. Weil erwiesen ist, dass jeder dann und wann lügt. Es geht derartig schnell, dass die Menschen lügen, und wenn nur im Nichtsagen der Wahrheit. Ist ja auch schon wieder eine Lüge….

    Ein Anrufer, der drei Stunden – es gab schon längere dieser Anrufe – ununterbrochen redet, und keine Zwischenfrage duldet, wenn der nicht unterbrochen wird, dann ist das schon wieder unaufrichtig. Ist es auch schon eine Lüge? Wenn diese Art von Telefonat für den Angerufenen nicht angenehm ist, warum sagt das der Angerufene nicht ehrlich? Hier würde auch eine Notlüge gut funktionieren, weil wenn der Angerufene, falls er nicht sowieso den Hörer hinlegt – bei dieser Art von Anruf – welcher Dauerredner würde das merken? – und aufs Klo geht – könnte er zumindest sagen: „Du, es tut mir leid, ich muss jetzt aufs Klo.“

    Dort, wo auf der einen Seite sehr viel Geduld ist, oft so viel, dass es krank erscheint, ist auf der anderen Seite viel Ungeduld mit „Gegnern“, die eigentlich gar nicht so viel angestellt haben, um derartig scharfe Reaktionen hervorzurufen. Vielleicht ist das eine Art Ausgleich?

    Insgesamt scheint das Leben hier auf diesem Planeten von sehr vielen Pseudokulturen bestimmt zu sein, die man lenken kann wie die Moral: Heute so, morgen so, je nach Lust und Laune.

    Die Kulturenfindung ist nicht abgeschlossen, ja noch nicht mal begonnen.

    Mit Dank für die Aufmerksamkeit,

    Gigi

  7. Vergangenheitskultur

    Die meisten Menschen, die ich kenne, leben ausschließlich in ihrer Vergangenheit. Frauen tun das, um ihre Struktur zu verstehen. Männer tun es, sobald sie mit jemandem im Außen zusammentreffen. Es wird sich erinnert, angegeben, aufgetrumpft mit dem, was sie in der Vergangenheit erlebt haben.

    So bringen sich Menschen um die Gegenwart. Ja, sie versäumen es tatsächlich, im Jetzt zu leben, weil durch die ständige Präsenz der Vergangenheit das Gegenüber nicht gesehen, ja unnütz vergrault wird.

    Sicher ist die Vergangenheit ein Erfahrungspool, auf den in jedem Fall zurückgegriffen wird, werden muss, zum Beispiel um gleiche Fehler nicht wieder zu machen. Vergleiche werden gemacht, doch oft sind diese Bilder aus der Vergangenheit trügerisch und führen auf völlig falsche Fährten. Jemand, der Luise heißt, oder die gleiche Stimme hat wie Tante Beate, muss nicht gleich strukturiert sein wie diese, doch hier waltet unser Unterbewusstsein, und wir schalten automatisch auf Abwehr. Andererseits kann ein väterlicher Typ, der aussieht wie der Großvater unser Vertrauen erringen, ohne es geprüft zu haben, ob der dieses Vertrauens auch würdig ist.

    Wenn man die Menschen so beobachtet, könnte man meinen, wir SIND die Vergangenheit! Diese Haltung stranguliert das erneute, jeden Tag frische und potentiell aufgeladene Totalerlebnis: Wie ist das Leben heute? !

    Hat einer früher Sport getrieben, gibt er damit an. Er war ein Supersportler, so will er heute auch gesehen werden. Bewundert werden. Vielleicht sitzt er aber heute nur herum und grabt in seinen Erinnerungen? Was hat der Typ heute mit einem Sportler gemeinsam, der er einmal war? Ein Anderer war glücklich verheiratet, hatte Haustiere und will sich immer noch so sehen. Doch er ist allein und hat unbeliebte Gewohnheiten, redet ununterbrochen und bemerkt das Gegenüber nicht.

    Warum fällt es den Menschen so schwer zurückzugehen an einen Punkt, wo er noch unverletzt war? Einen Reset zu machen und neu anzufangen? Warum wird betäubt, mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln? Dies beobachte ich nicht nur in u n s e r e r Kultur, nein, es scheint eine menschliche Kultur zu sein.

    Leider funktioniert das Annehmen seiner eigenen Vita nicht so, indem ein Anderer das alles betrachtet und gewürdigt hat. Keiner wird sich in ein anderes Leben so einfühlen können, dass dieses heilt. Was ein Mensch erlebt hat, kann er nur selbst empfinden, selten ist die Vorstellungsgabe von anderen Menschen so groß, dass sie erfassen können, was ein anderer mitgemacht hat.

    Es geht um Tabula Rasa, den Reset, indem das eigene Leben und seine Stationen angesehen und angenommen werden, um wie ein Kind hinausgehen zu können, um das Leben, wie es heute ist, zu entdecken. Dann kommt der Erste vorbei, der genau den Rücken noch vollgepackt hat, und den Inhalt vor die Füße des neuen Tages zu werfen, und über diesem Haufen ist der Mensch, der da steht, gar nicht zu sehen. Da kommen Frauen hervor, Sex, schmutzige Ehewäsche, nicht gewaschen, weil zu schmerzhaft, Tränen über zu schlachtende Tiere, doch kein Wimpernzucker über Leid, das der Andere durchgemacht hat. Ein eigener Film, der immer wieder läuft und läuft, und darüber wird die Chance einer völlig neuen Bekanntschaft, Erfahrung und tatsächlichen Lebens vertan !

    Das Leben geht bis zum letzten Atemzug, doch die meisten Leben hören schon nach Mitte 30 auf. Danach wird nur noch vegetiert, zombiehaft funktioniert, die Vergangenheit strapaziert und die Mitmenschen malträtiert.

    Mit Bildern, die keinem nutzen, die vergangen sind, die nur übel riechen und das tatsächliche Leben unter diesem Müllhaufen begraben. So ist also die Deutsche Fahne ein Sinnbild des Begrabenseins unter der schwarzen Erde und die österreichische Fahne trieft vom Blut eines Gefallenen in weißer Uniform.

    Damit wird diese Energie aufrechterhalten und allen „darunter“ lebenden aufoktroyiert, das eigene, dynamische Leben mies gemacht, im Keim erstickt. Damit das Ganze nicht auffällt dürfen Barden ihre Lieder singen. Alle 10 Jahre gibt es diesen Check, ob die Nerven noch funktionieren und dann wird gerufen:

    https://www.youtube.com/watch?v=b4Yq-4gGcp0

    Nach diesem Check sind alle beruhigt, es kommt der Befehl: „Weitermachen!“ Von wem auch immer, dem Chef, dem Kunden, der Nachbarin, die Musik der roten Konserve hallt im Inneren, die Dose Erbsen wird kalt hinuntergewürgt, es wird gewartet, auf was auch immer. Auf den Urlaub, die Beförderung, die Antwort, die Nachfrage, die Genehmigung, den neuen Bekannten, die Rente und dann?

    Was erwartet der Rentner, was kommt nach der Rente? Der Tod. Die ganze Zeit wird abgewartet, anstatt gelebt. Weil die Vergangenheit die große Täuschung zelebriert und die Zukunft erwartet wird, betrügt sich der Mensch um die Gegenwart.

    Was für eine grandiose Kultur! An dieser Kultur müssen wir unbedingt festhalten, mit beiden Händen, den Füßen und auch noch mit dem Hirn. Weil diese Kultur darf nie enden. Was für ein kulturell hochstehender Traum!

    In diesem Traum wird so oft das Wort „real“ , „Realität“ , „bodenlose Frechheit“ , „Analamöbe“ , „Liebe“ , „lass deinen Kopf untersuchen“ , „ehrenwert“ , „Unverschämtheit“ , „stark“ , „cool“ , „einzigartig“ , „würdevoll“ , etc. ausgerufen, dass es erscheinen könnte, da wäre tatsächlich Saft drin.

    Es lebe die Einbildung der Menschen in der Illusion!

    Liebe Grüße sendet Gigi 😉

    1. @ Gigi

      Interessant, nur fühle ich mich kaum angesprochen.
      Ich brauche kein „Reset“, allzumal ich nicht weiß, was das bei einem Menschen sein und wie mir sowas, soweit ich den Ansatz begreife, guttun sollte.
      „Reset“ macht man mit elektronischen Rechnern, wenn sie sich Elektroviren eingefangen haben. Bei Menschen geht das nicht, es sei denn durch Gehirnwäsche. Nimmt man Menschen ihr Gedächtnis, so raubt man ihnen den Verstand.
      Durchaus steht nichts dawider, Vergangenes immer wieder umzuwerten, das gehört sogar zwingend zum lebenslangen Lernprozess.
      Du magst daher Deinen allgemeinen Pessimismus weiter kultivieren, ich folge diesem aber, obzwar ich gerade noch gestern einer schweren persönlichen Enttäuschung ins Auge schauen musste, so nicht.
      Derjenige, von dem ich eine arge Schmähung erfuhr, mag die Dinge bald ganz anders sehen, vielleicht erst in Jahren, vielleicht nie, weiß ich’s?
      Was habe ich mich mit Freunden, ja auch meiner geliebten Frau gestritten!
      Ohne zu erwarten, zumal bei Frauen, dass der andere mir meine Grobheiten je verzeihen werde, versuche ich, keineswegs als Christ, denn das bin ich nicht, so großmütig als möglich und vernünftig zu verzeihen. Liegt mir an dem anderen gar nichts mehr, versuche ich das Paket einfach an einer stillen Waldesecke, wo es die Ameisen nach und nach nützlich in ihren Bau tragen mögen, abzulegen.
      Ich verzeihe aber auch nicht alles einfach so. Zum Beispiel Kinderschändern und Völkermördern deren Taten.
      Es kann auch nur wirklich verzeihen, wer sich selbst verzeihen kann.

  8. @ Magnus

    Vielleicht ist Verzeihen das eigentliche Wort für Reset. Reset ist nach meiner jüngsten Auffassung einfach, eine ungute Gewohnheit aufzugeben, um dann dort wieder beginnen zu können, wo das Unheil anfing. Mit der Chance, nun eine völlig neue, beglückendere Erfahrung zu kreieren. Das ist überhaupt nicht pessimistisch, finde ich. Ich denke, wenn jemand wirklich vergeben hat, dann kann er auch loslassen. Loslassen im Sinne von: ZIEHEN LASSEN.

    Ich weiß, dass nicht alle Menschen das Loslassen in gleicher Weise können. In jeder Situation hat der Mensch die freie Wahl, wie er sich entscheidet. Wird eine Situation zu eng, dann ist es die Wahl, sich zu entfernen, die nicht verletzender ist, als zu bleiben, um zu streiten.

    Ja, es ist schlimm, wie viel wir insgesamt streiten. Warum machen wir das? Was reitet uns und welche Gefühle steuern uns? Wir wollen nicht vereinnahmt werden, nicht überall nachgeben, unsere Gefühle ausleben, fühlen Ungerechtigkeit.

    Da fällt mir das Lied ein:

    https://www.youtube.com/watch?v=3YnfCH7LNcM

    Wenn Ihr Männer Euch eher in politischen Themen vergrabt, um Euch schlägt und Euch festbeißt, dann mache ich das eher in Bereichen, die näher sind, mehr mit mir selbst zu tun haben, mit dem, was täglich ganz persönlich auftaucht. Was geht mich die Geschichte oder die Politik an? Wenn Du diese Artikel liest, sind und wirken sie nicht weniger pessimistisch, als meine, in der völlig anderen Ebene. Ich versuche das durchaus so zu sehen, dass es jedem so ergehen kann/so erging/ergehen könnte.

    Geschichten sind nicht übertragbar, Gefühle nicht einschätzbar, Urteile immer unvollkommen. Immer subjektiv. Warum einen die eine Geschichte berührt, die andere kalt lässt, kann nicht immer eruiert werden. Standpunkte, die eine Tagesqualität haben, darzulegen, gehört zum „Spiel“.

    Was gestern ängstigte, kann morgen zum Lachen gereichen. Übermorgen gibt es bereits eine völlig neue Situation, die eine andere Ebene hat, neu ist, und wieder neue Ängste hervorruft. Das ist das Leben. Manchmal schockt es uns. Wie weit wir uns vorwagen, was alles möglich ist….. Im Nachhinein ist alles leicht, weil überstanden.

    Welten, die so verschieden sind, dass sie entsetzen, warum nicht?

    Wir gehen weiter und lieben und schmähen uns. Streiten und versöhnen uns. Spalten alles auf, um es dann neu zusammenzufügen. Was ist dabei? Was ist Vergebung? Wieder miteinander zu reden? Auch Akzeptanz kann Verzeihen sein. Verzeihung ist eine innere Haltung. Deshalb geschieht sie im Voraus. Es braucht durchaus eine Zeit der Verarbeitung. Ist eine Beziehung mit Schmerz besetzt, dann wird Vorsicht und Abstand wachsen. Eine Möglichkeit erarbeitet werden, wie ein Kontakt möglich ist, um den Schmerz nicht fühlen zu müssen. Das sind die Geschichten, die nicht übertragbar sind. Geschichten, die sich ähneln, die auftauchen und verschwinden.

    Magnus ich wünsche Dir/uns allen Ruhe im Herzen. Egal, wie es läuft. Sich in ein Thema völlig hineinlassen und es auszuleben finde ich nicht pessimistisch, ich finde es leidenschaftlich, aufregend, bis dieses Feuer niedergeht, andere Qualität und Farbe bekommt, durch neuen Stoff wieder größer und aufregender wird, bis es ganz erlöscht und vergeht. Hauptsache, es raucht nicht zu sehr…. 🙂

    Alles Liebe, Gigi

    1. @ Gigi

      Ich widerspreche Dir nicht durchweg, das mit dem „Reset“ sehe ich immer noch anders, nur eins, entlang Deiner Rede:

      „Geschichten sind nicht übertragbar, Gefühle nicht einschätzbar, Urteile immer unvollkommen.“

      Geschichten werden immer übertragen, das ist Teil des Erkenntnisprozesses seit es den Menschen gibt. Gefühle sind nicht immer, aber oft einschätzbar. Urteile sind keineswegs immer, aber manchmal vollkommen. Wenn ein Apfel auf dem Tisch liegt, ist es einer, wenn es zwei sind, sind es zwei.

  9. @ Magnus

    Ja gut, da habe ich wieder was gelernt.
    Wegen dem Urteil: Ein Apfel ist immer ein Apfel.
    Ist das ein Urteil?
    Es ist eine Beobachtung.

    Ich meinte Urteile über Begebenheiten, bei denen man nicht dabei war, die von Menschen fabriziert wurden, die man selbst nicht beobachtet hat, noch die Ursache des Beweggrundes kennt. Es ist ein Unterschied, ob jemand aus Liebe, aus Bosheit, aus Unvermögen oder aus Notwehr eine Tat begangen hat.

    Dann kommt es noch darauf an, wie die Begebenheit, bei der man nicht anwesend war, beschrieben wird. Werden Teile unterschlagen? Dann kann kein vollständiges Bild entstehen, auf Grund dieses ein klares Urteil oder eine Entscheidung im eigenen Bereich getroffen werden kann.

    Erst aufgrund der vollständig auf dem Tisch liegenden Fakten, kann ich entscheiden, ob ich mitspielen will, welche Position ich einnehmen will, wie viel Material oder Gefühle ich investieren will – ja, genau darum geht es doch im Leben? Wer betritt schon einen Tennisplatz, der keinen roten Sand hat? Ist das ein Tennisplatz? Genauso ist es beim Fußball. Es ist ein Ball, der immer gleich aussieht, gleich schwer ist, gleich rund. Darunter ist der Rasen. Wenn diese beiden Komponenten fehlen, dann ist es kein Fußball.

    Natürlich kann ich auch auf der Straße eine Dose kicken. Doch das ist nicht Fußball im Sinne eines Mannschaftsspieles. Wenn ich nun in eine Situation komme, wo erst von Fußball die Rede ist, und dann kommt die Cola-Dose, dann werde ich mich vertschüssen.

    In etwa das ist die Grundlage, die ich hatte, in der von Geschichten, Gefühlen und Urteilen die Rede war. Jede Geschichte hat einen anderen Ausgang. Sie werden gerne erzählt, um das Gegenüber zu ermüden und beruhigen, weil diese Geschichten das Leben ausmachen. Die eigenen Gefühle kann niemand im Außen wirklich einschätzen, denn es bleibt immer der Teil, der im anderen Menschen verschieden ist. Dann noch die Urteile. Ich empfinde es so, dass niemand gerecht beurteilt werden kann. Für nichts. Weil niemand die Gefühle im letzten Winkel des Herzens kennt und meist nicht die ganzen Fakten am Tisch liegen.

    Warum sollte sich irgendjemand auch so entblößen?

    So bleiben wir Menschen uns trotz aller Nähe fremd.

    So kommen und gehen die Freunde und Feinde und das Leben fließt seine Windungen.

    1. @ Gigi

      Ja, das mit den Äpfeln ist im Grunde kein Urteil, sondern eine Beobachtung. Viele Spinner aber sehen das ganz anders.
      Was irgendwo vielleicht so und so war, gewesen sein solle, darüber kann ich natürlich kein echtes Urteil fällen.

      „So bleiben wir Menschen uns trotz aller Nähe fremd.“

      Das geht mir nicht so, mindestens empfinde ich es nicht so.

      Jedenfalls bei einigen, die ich jetzt nicht benennen will, selbst bei allen wiederkehrenden Meinungsverschiedenheiten nicht.

  10. Inhaltlich setze ich später Kritik. Zunächst aber mal Eines und ich möchte schon bitten, es gedanklich tunlichst richtig einzuordnen, “ Die Deutsche Frau wird von ihrem Mann vergöttert. Sie ist die auf Händen getragene…“ So geht das nicht, richtig heissen müsste es: “ Die deutsche Frrrau wirrd von ihrrrrem Man verrrgötterrt. Sie ist die auf Händen getrragene fischige Schlammmpe….“. Also einfach mal so kompass-mässig. Und jetze….rrrühren…. (und zwar den Spätzleteig)

  11. @ Magnus

    … kein echtes Urteil….

    Wenn Du denkst, dass im Gerichtssaal NUR Urteile gefällt werden, über andernortens stattgefundene Geschehnisse ! Ich finde das besonders interessant und bemerkenswert.

    Nähe:

    Du fühlst Dich also sicher und geborgen in Deiner immer wiederkehrenden Erlebniswelt. Ich traue mich da wohl etwas weiter weg und bin überaus erstaunt über meine Entdeckungen.

    Danke für die Diskussion. Leider hat sich niemand getraut, mit zuhalten. Das hätte unser beider Horizont in diesen menschlichen Themen erweitert. Wenigstens hatte ich Deine Betrachtungen zu meiner Erbauung.

    Fröhliche Grüße aus Österreich.

    Raphael Bonelli macht Politik, ohne Politiker zu sein. Siehe seine Videos selbst, falls Du willst: „Geht Raphael Bonelli in die Politik?“ Finde ich bemerkenswert…

    Gigi

  12. Nachsatz:

    Es werden jeden Tag viele Urteile gefällt. Auch ohne alle Details zu wissen.

    Damit die eigene Welt in Ordnung bleibt, damit der eigene Bereich heil bleibt und Sicherheit bietet. Nur deshalb. Vorurteile und Abgrenzung bieten Schutz und Sicherheit im eigenen Leben. Erst Abenteuerlust und Mut lässt auf fremdes Terrain wagen und so gesammelte, neue Erkenntnisse können alte Urteile aufheben, damit Veränderung geschehen kann.

    1. @ Gigi

      Hau und steche Dich mit Erika, die wird das abkönnen und ist gerade gut dazu aufgelegt. Solange die Sache gemeinfrei bleiben kann, habe ich keine Probleme damit.

      1. @ Gigi und Erika

        Dies ist eine Seite voller Friede und Verständnis für alle. Selbst für jeden Niedergetretenen, Enteigneten, auch scheinbar Missratenen. Zumal wird keiner einer anderen widersprechen. Frauen haben hier, wie es sich gehört, immer recht. Nur um zu beweisen, dass das nicht nur geht, sondern auch grundrichtig, achwas, einzig richtig, betreibe ich diese Seite. Ihr habt das erkannt. Das ist für mich mehr als ein Anfang. Das ist wahre Erlösung.

  13. @ Magnus
    Ist das nicht immer der gleiche provozierende Raubauz? „Die künstliche Flutung“ Was heisst den künstlich, häh? „Es gibt doch kein besseres Volk als die Deutschen“ Wie bitte. Kleine spiessige Denunzianten grösstenteils. Also, auch auf die Gefahr hin, hier nicht mehr gelitten zu sein: Soddene gequirlte Scheisse lese ich nur gegen Bezahlung, aber als Pfingstochse hat der Zürcher mal wieder schön geblökt…

    1. @ Erika

      Was hat der „Zürcher Pfingstochse“ denn geblökt? (Ochsen blöken übrigens nicht, es sei denn, sie lassen sich von Schafen vögeln, ich vermute aber, dass ich weiß, wen Du so despektierlich ansprachst.)

  14. @Magnus @Erika

    eben rief ich noch nach feinem Humor und das, was Ihr da bietet ist tiefsinniger 23:12h psycho-Rätselkram genauso wie 22:38h der Schlag der schlanken Frauenhand flach aufs Wasser! Tja, ein Ausgleich eben.

    Hab wohl nicht viel verstanden von dem, was mir das Leben bot.
    Da kommen nun die beiden, und bringen das ins Lot.

    Es ist ein leichtes, nur zu sehen, von der Ferne diese Therme
    doch mitten drin in diesen Wirbeln lass ich mir keinen Bart aufzwirbeln.

    Auch sollte ich mir einen Ruf gemacht, der weiteren Humor mißacht,
    ich ziehe mich gekonnt, gewollt, aus dieser Schlinge, dass es kracht.

    Akribisch und mit Winkelmaß
    hab ich gemessen, ohne Spaß,
    nun schüttet Ihr mir Laub darein,
    in diese feine Ordnung mein.

    Ich schrieb schon andere in Boden
    Mit Tasten, Tinte, Elektroden.
    Gemeint ist die Telepathie,
    ihr Magnetismus ist Genie.

    Nun geb´ ich auf, Ihr habt gewonnen,
    mein schönes Schreibwerk ist zerronnen,
    wie Eis oder wie Butter,
    Ihr macht draus Wiederkäuerfutter.

    Als Pfingst – Ochse „ein Zürcher“ sodann
    ist er zuletzt ja doch ein Mann!
    „Fischige Schlampe“ so redt´ nur ein Kerl
    so hätte ich es nicht gesagt, bittesehr!

    Obwohl es manchmal wohl passen tät,
    dafür ist es jetzt wohl – letztlich etwas spät.
    Für den, der enteignet,
    weil er sich weigert.

    Die Tatsachen zu sehen,
    ohne sie nachträglich schön hinzudreh`n.
    Das ist befremdlich-unlöblich Manier!
    Wie Lügen mutet es mich visantiert schier!

    Es wär mir entronnen, entglitten, entfernt goutiert,
    Doch ob dieser Nähe hat es mich geniert.
    Nun kann ziehen die Geschichte, wohin sie will,
    ich heiß nun mal Gigi, nicht Sissy, nicht Molly, noch Bill.

    Der Humor ist eine ganz eigensinnige Macht,
    er kann kommen, kann gehen, kann mutieren bei Nacht.
    Der Zürcher Ochse wird schon wissen, was er da schreibt,
    von den Frauen, von den Fischen, wie er lebt und auch leibt.

    Was ich sicher nicht wusste, dass Magnus Erlösung hier macht!
    Mit Eifer und Buchstaben manches Feuer er entfacht.
    Es glüht giftig und gar nicht so typisch in gelb und rot.
    Die Politik und die Lügner mit Buchstaben er bedroht !

    Er wirft sie um sich und rührt, knetet sie zu Teig.
    In diesem Gebaren ist er überhaupt nicht feig.
    Der Teig wird gebacken in Absätzen lang,
    lese ich sie nüchtern, wird oft mir Angst und Bang.

    Sehe laufen und stolpern die, welche es betrifft,
    sehe Wellen von Purzelnden in Wasser und Gischt.
    Was an einer Welle künstlich ist, fragt Erika,
    da sieh doch hinüber nach Amerika!

    Dort haben sie die Natur abgeschafft,
    Das künstliche Licht blinkt dort Tag und Nacht.
    Schick mir von Dir ein Foto, Erika
    Oben ohne wär fein, in der Tunika.

    Dass endlich gelöst ist dieses Rätsel
    Ich schicke Dir dafür auch ein knuspriges Brezel !
    Ist sie ein Ochse oder ist sie ein Weib?
    Ist sie Denunziant oder fischig im Leib?

    Egal, ob hier oder anderswo etwas stinke,
    ich mache auf jeden Fall brav Winke Winke….. 🙂 🙂

    Gigi

  15. Das Leben ist ein Spiegelkabinett

    Das Leben ist ein Spiegelkabinett
    es gibt Tage, da scheint es bieder und adrett.

    An anderen Tagen ist alles Betrug,
    man könnte verlieren seinen gesamten Mut.

    Es scheint sicher so zu sein, wie man denkt,
    erlebt sich aufgeregt, verletzt und gekränkt.

    Es ist wie immer, man hat es vorher gewusst.
    Alles ist Wiederholung, auch die Wut und der Frust.

    Doch dann kommt das Wunder, am Ende, ganz leis.
    Ohne es zu merken, wurde durchbrochen entschieden der Kreis.

    Nun ist man draußen aus der liegenden Acht.
    Verwundert denkt man: Wie hab ich das jetzt gemacht?

    Es ist kaum zu glauben, der Feind ward ein Engel
    Wie fühlt man sich selbst ganz zerknirscht, wie ein Bengel.

    Ein Staunen, ein Wundern, ein ganz neues Erleben
    so schlicht und so einfach, so natürlich, ohne Streben.

    Wenn das so ist, dann hab ich jemandem Unrecht getan.
    Jetzt muss ich sehen, muss ich denken, wie ich das gut machen kann.

    Wie konnte das sein, ich hab alles falsch gesehen?
    Es ist, als würde ich in einem Kabinett mit Spiegeln stehen.

    Alles ist so undeutlich, so verwirrend, so zersplisst.
    Nun hab ich am Ende die weiße Fahne gehisst.

    Es tut mir leid, es war falsch, was ich getan!
    Für eine neue Chance stelle ich mich gerne an.

    Ich habe es ja durch und durch mit einem Engel zu tun.
    Endlich sehen meine Augen seine Taten, Deinen Ruhm.

    Vielleicht war ich selbst viel zu weit davon entfernt,
    diese Ebene des Handelns ich vorher nie gelernt.

    Wenn das so ist, habe ich jedenfalls mich sehr vertan.
    Will mich bessern, will ihn ehren – den Engel – mit Elan.

    Gigi

    1. @ Gigi

      Diesen Aphorismus von Ebner Eschenbach mag ich nicht besonders. Er ist weder elegant noch eigentlich tief. Ersetzte man Hund durch Mensch, käme er schon besser.

      Gleichwohl liebe Grüße auch Dir

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