Coronalug: Nur unfähige und feige Männer glauben ans Glauben

Es gilt in dieser aberwitzigen Lage, da spreche ich zunächst nur für mich, mitunter auch einen friedlichen, bestenfalls bald schon vorübergehenden Abschied zu nehmen.

Bei Zweien gelang mir das – vornehm ausgedrückt – die letzten Tage nicht so ganz friedlich, ich ward verbal sehr deutlich, wenn auch nur auf „Mailboxen“, reden wollte man mit mir ohnehin nicht mehr, ob ich also überhaupt gehört wurde, weiß ich nicht. Von der Seele habe ich es aber.

Mit einem anderen kam es eben zur direkten Rede, dem versicherte ich (wie den anderen auch), dass meine Türe jederzeit offen sei, ich aber, wie er offenkundig auch, derzeit keinen Sinn mehr darin sähe, mich weiter um ihn zu bemühen, bei diesem Stillstand unserer verschiedenen Meinungen zögen zusätzliche Versuche meinerseits nur beide weiter runter. Also sind wir dann einvernehmlich verblieben.

Auch was ein paar andere Leute anlangt habe ich mich in letzter Zeit wohl eher vergeudet. Die sind zu „supercool“, die erfassen aus meiner Sicht den echten Ernst der Lage nicht, also nerve ich nur, was soll das derzeit also noch.

Traurig ist das teils, in zwei Fällen sogar arg, es hilft aber nichts, wenn ich zu klammern trachte, wo Rückzug und Konzentration auf Machbares angezeigt.

Den Eierkuchen, den jetzt schon viele im Sinne einer Zeitenwende ausrufen, wir hielten uns einfach an den Händchen, so verschwänden die Schufte alle nicht über lang einfach so, Freiheit werde, soweit wir sie je hatten, durch Singen und Herumsitzen, Allverständnis glücklich wiedererlangt, auch noch mit veganer Kondensmilch aus der metallfreien Weißblechdose: sowas esse ich allzumal als Schwabe, der weiß, wie ein guter Pfannkuchen geht, nicht.

Das Paradies ist noch nie ausgebrochen, und es wird dies auch nie tun. Es wird auch durch autarke Dorfgemeinschaften, die im Lande noch zehn Millionen fleißige Afrikaner aufnehmen, nicht einfach Wohlstand für alle geben.

Leute wie ich, viele andere, da mag derjenige, den ich oben erwähnte, leider recht behalten, werden womöglich in Gulags landen.

Traumtänzerei ist nicht angesagt, ebensowenig Untergangsstimmung. Sehr wahrscheinlich aber stehen harte Jahre vor uns.

Masken- und Impfstoffproduktion für alle werden unsere Wirtschaft nicht retten, damit Arbeitsplätze und Lohn für die Leute.

Man zieht den Karren nicht aus dem Dreck, indem man betet und wünscht, einfach an Schönes denkt und Händchen hält, die Händchen noch nach seinen Peinigern ausstreckend.

Viel Illusion macht sich da jetzt breit. Wir sind einfach alle so lieb, dass die anderen gar nicht anders können als mitzumachen. Erlösungsgedanken für Kleinkinder.

Wir brauchen echte Männer. Solche, die den Mut haben, die Kinderschänder, wie es anliegt, als erste auszurauchen. Das geht nicht über Beten und auf erlaubtem Abstand symbolisch Händchenhalten.

Wir brauchen echte Frauen, die hinter solchen Männern stehen, zeitweise sogar vor ihnen, denn die Zeit gebeut das.

Jahrtausendealte Dämonen gehören in die Unterwelt weggeführt, wo sie sich gegenseitig auffressen mögen oder im Nichts verdämmern.

Wie mir ein guter Freund vorgestern sagte: „Ich kann nicht für die anderen aufwachen!“

Hart wird das.

Haben sie uns entlang der Coronalüge nicht offen den Krieg erklärt? Bildete ich mir das nur ein? Wären die jetzt nicht einfach durch Blumenwerfen zur Einsicht, zum wieder echten Händchenhalten mit uns, alle damit erlöst und glücklich, zu bringen?

Ja, ich bin der Erzstinkehuber, der an derlei einfache Rezepte nicht glaubt.

Bei Weibern mag es anders sein, aber nur unfähige und feige Männer glauben ans Glauben.

 

 

 

 

 

 

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