Biete dem Gesundheitsminister einen Niederimpfwettkampf an

Ich biete „Gesundheitsminister“ Jens Spahn, er 40, ich 56, was man dann kaum als unfairen Wettbewerb zu meinen Gunsten beurteilen dürfte (es sei denn, man setzt, dass Alter gegen Nebenwirkungen von Impfungen zunehmend immun mache), bestimmt nicht zum Spaß, aber zu sehen, wie viel Mut er hat, wie sehr er dem Gezeugs wirklich selber traut, einen Niederimpfwettkampf an. (Wir könnten hinterher natürlich flitzgesund verjüngt sein, oder nur einer, rumrennen wie Arnold Schwarzenegger in seinen Zwanzigern.)

Und zwar, wie hier schon beschrieben, dass ich bereit bin, mit derselben Nadel aus derselben Spritze die zweite Hälfte der jeweiligen Dosen in mich aufzunehmen, oder aber, erscheint ihm das hygienisch unverantwortlich (außerdem könnte ich so ja hählinge von seinen Antikörpern profitieren), es gibt zwei Spritzen, und das Los fällt sauber darauf, wer jeweils welche abbekommt.

Das machen wir dann Woche für Woche, mit allen Impfstoffen, die es schon gibt, auch jenen, die jetzt gegen Corona im Test, die noch kommen, wir schauen dann, ob der junge Jensl oder ich, dem man in den Siebzigern noch Radiumsalbe aus dem Bleipott ins Gesicht schmierte, Narbenbildung einzudämmen, länger Spaß daran hat. (Vielleicht habe ich da doch einen fiesen Wettbewerbsvorteil, weil das Radium Impfstoffe frisst, oder mein Immunsystem wegen der Radiumverdauung gar nicht mehr auf solche reagiert. Das mag ihn abschrecken.)

Es mag auch fies von mir sein, dass ich vermutlich mehr Rotwein trinke als Jens Spahn, vielleicht auch noch Whisky. Oder, dass ich rauche, mehr rauche. Frischen Weißdornblütentee trinke oder sonstwas.

All das wird die seriöse Wissenschaft am Ende natürlich zu evaluieren haben, irgendwas wird sich finden, weshalb der Jens zusammenbricht und ich nicht, weshalb er einen derart ungleichen Wettkampf gleich gar nicht eingehen solle, klar sei, dass da ja nur ich gewinnen könne, wie als ob ich beim Schach statt acht Bauern acht Damen vornstehen hätte, Anzug mit Weiß dazu.

Am besten, wir ballern uns gleich fünf Impfungen aufs Mal rein, mit Vollkante Thiomersal, dem Quecksilberheilmittel, damit es sich nicht so lange hinzieht, das Volk wird schließlich noch vor dem Hochsommer Ergebnisse sehen wollen.

Um auszuschließen, dass Alter, Geschlecht und Gewicht zu meinen Gunsten ausschlügen, träte ich auch gegen Ursula von der Leyen, Peter Altmaier, ja gegen die Kanzlerin höchstselbst an. (Bill Gates oder seine Gattin Melinda dürften ebenfalls gerne teilnehmen.)

Jens Spahn wäre aber wäre mir der liebste Kontrahent, denn er ist so schnuckelig und süß.

Achso, der Spahn Jens riskierte natürlich statistisch gesehen 16 Lebensjahre mehr als ich, ginge also ein größeres Risiko, das könnte als Noceboeffekt eine Rolle spielen, denn wer mehr Angst hat, der bekommt bekanntlich leichter Panik, dreht durch und wird krank.

Von daher verstünde ich es durchaus, wollte der Jensi nicht antreten, rieten ihm seine Leibärzte entschieden von diesem Wettkampf ab. Allzumal er 192 Zentimeter misst, ich nur 175, womit in ihn zumindest längweis mehr Viros und Baktos und sonstwelche Schackos reinpassen als in mich.

 

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