Coronawahn: Von „Narrativen“ und „Wissenschaftsgläubigkeit“ (und „Leugnern“ natürlich)

In diesen Zeiten sollte die Sprachwissenschaft, oder wenigstens die Sprachentwicklungsbetrachtung, nicht zu kurz kommen.

Zwei Auffälligkeiten also (außer dem notorischen „Leugner“, „Wissenschaftsleugner“, „Klimaleugner“, „Coronaleugner“ nun, was purer Schwachsinn) ziehe ich jetzt bei.

Überall wird plötzlich von verschiedenen „Narrativen“ gesprochen, man mag sich gerne die Dudendefinition dazu anschauen, also dem, was verschiedene Leute zur Sache erzählen, auffällig, dass dies (relative) Fremdwort jetzt so durchbricht.

Vorhin traf ich aber auch einen Spezl, der zur Coronasache meinte, er sei „wissenschaftsgläubig“.

Das ist eine „contradictio in adiecto“, ein Widerspruch in sich. Wissenschaft bedeutet nämlich, dass man alles immer neu hinterfragt.

Und so kommen wir doch zum „Leugner“ zurück. Das ist immer wieder der, der nicht einfach glaubt, was die momentan vorherrschende Wissenschaft gerade raushaut.

(Zu Ciceros Zeiten war allen Gebildeten klar, dass die Erde in etwa eine Kugel sein müsse. Danach hat man Jahrhunderte lang etwas ganz anderes erzählt, Leute auf den Scheiterhaufen gebracht, die widersprachen.)

Achso. Ich vergaß. Es wird vor Aprilscherzen gewarnt, teils sollen sie sogar verboten worden sein. Geil, wa?

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