Coronadiktatur: Meine Kleider dazu heute fertiggestellt

Also gut. Die bayerische Staatsregierung will es so. Sie setzt ab Montag den Ernstfall, also Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln, schon an den Haltestellen.

Ich werde daher am Montag schon an meiner Dorfbushaltestelle meine vorhin geschneiderte weiße Maske mit der großen Aufschrift KOTZ tragen müssen, sonst bin ich schlecht für 150 Euro.

Wie ich hier allerdings schon angekündigt habe, kommen mit der Zwangsmaske außer meinem Hemd mit der Aufschrift (von oben nach unten, auch Rot auf Weiß, wie alle Stücke) „Ich will – meine – Rechte – zurück“ jetzt die vorhin geschnittenen und bemalten Sachen in Würzburg dazu: Zwei arme schöne Feinrippunterhemden und eine ebenso schöne Feinrippunterhose mussten dafür dran glauben.

Ich habe eine schön knotfähige Armbinde, auf der nur ein dreieckig deutliches Ausrufezeichen. Ein Fragezeichen auf den alten weißen Turnschuhen rechts, ein Ausrufezeichen links.

Als Kniebinde habe ich ein „NÖ“. Als arschweisen, lappichten Hosenüberzieher vorne ein „NO“, hinten ein „NEIN“.

Das über den Rucksack zu tragende Textil spricht (von oben nach unten) SHIT – FUCK – OFF (es gilt ja auch an das zahlreiche internationale Publikum zu denken).

Seitlich, wie es das Schicksal wollte, so fand ich vorgestern am Waldrand einen schön weiß ausgebleichten halben Pferdeschädel, der lässt sich prächtig seitlich unten an den Rucksack hangen, auf dem steht nochmal „Nein“, diesmal mit Ausrufezeichen am Kiefer darüber, es passte so schön hin.

Und schließlich fand ich auch noch den dümmsten Hut, den ich besitze. Das Ding vom Flohmarkt heißt „Bullhide“, es ist ein extraschwachsinnig geformter, breitkrempiger, indes sehr gut verarbeiteter Strohhut mit etwas echtem haarigem ringweisem wie seitlichem Büffelhautbesatz.

Da war nun die Unterhose fällig. Die sitzt zur Hälfte, Hosenbund oben, nun über dem ringweisen Büffelhautbesatz, immerhin an die vier Zentimeter hoch von Ohr bis zu Ohr etwa reicht das Wort „WIDERSTAND“.

Da nun ganze sieben dieser schönen Stücke zusätzlich zum erprobten Hemd zu fertigen waren, habe ich doch insgesamt etwas über zwei Stunden dafür gebraucht. Spiele ja nicht mehr so oft Theater und schneidere dafür selber meine Kostüme.

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