In eigener Sache

Ich habe inzwischen mit drei Verlegern beziehungsweise Chefredakteuren, die mehr oder weniger bekannt, ähnliche schlechte Erfahrungen gemacht, ich meine welche von jenen, die sich patriotisch oder wenigstens auf der geistig uneingeengten Seite gaben und geben, dass ich den Dreien jetzt gleich aufs Mal sage: So werdet Ihr am Ende nicht weit kommen.

Ich werde Euch nicht an den Karren fahren, wenn es nicht zwingend. Dann aber werde ich es tun. Wenn es sein muss, Achsnägel ziehen. Glaubt bloß nicht, dass ich vor Euch Angst hätte.

Ich setze darauf, dass Ihr zur Besinnung kommt. Erstmal wenigstens nicht andere Leute so behandelt, wie Ihr es mit mir getan habt. Dann schließe ich auch nicht aus, dass Ihr auch mit mir wieder besser zusammenkommen könntet.

Ich verschwinde nicht. Ich werde meine Stimme behalten. Ich weiß, dass ich noch dem Besten von Euch im schriftstellerischen Sinne, zumal im gesamten, sprachwissenschaftlichen, philosophischen, leicht das Wasser reichen kann, mein Deutsch für Euch alle zusammen reicht.

Da Ihr alle Dreie nicht dumm seid, werdet Ihr diese Ansage, die Ihr vielleicht lest, oder Euch zugespielt wird, wenigstens durchdenken.

Ihr habt es übertrieben.

Ihr dachtet (das ist jetzt eine Vermutung), da wir den nicht kontrollieren können, er kaum erkenntliche Macht hat, können wir ihn einfach zur Seite schieben, es ist schlicht klüger. Klug mag das erstmal gewesen sein, aber der andere Ansatz passt nicht. Weshalb, das habe ich schon oben erklärt.

Im Grunde, indem ich mich natürlich auch geärgert habe, verwundert mich inzwischen viel mehr Eure Ängstlichkeit, alle Dreie an mir gemessen für sich hoch im Sattel, die mit dem Ritterschlage und zu Pferde, die fürchten sich. Haben nicht einmal den Anstand, einem vermeintlichen Knappen, der sich angedient, anständig Wortes zu verweisen. Nein, man fürchtet sich vor dem ohne Pferd, Schild und Schwert.

Vielleicht bin ich Euch auch nur eine Laus. So war es aber zumindest erstmal gar nicht. Also komme ich zu diesem Bilde.

Ich nenne Eure Namen nochmals nicht, denn es ergäbe keinen Sinn. Die Laus, oder der untaugliche Knappe, oder auch der andere, keiner von denen wird sich Euch unterwerfen. Lasst sie in Ruhe, all diese Minden in Einem, dann werden die, solange Ihr das Vaterland nicht verratet oder zu Kinderschändern haltet oder Ähnliches, das Ihrige tun, und Ihr habt keinen Ärger damit.

Im anderen Falle kann es sein, dass Ihr wortweis bald nicht mehr wisst, wo Euer Pferd, Eure Buhle, sonstnochwas ist.

Der Magnus Wolf Göller ist grundgutmütig und verbietet sich möglichst jedes Nachtragen, bleibt immer so lieb und so gut er das kann. Er ist aber auch nicht gedächtnislos. Oft griff er zu spät zur Wehr. Fährt man ihm aber wiederholt und allzudreist über die Zehen, kann es dann endlich doch für die andere Seite auf eine völlig unvorhergesehene Weise unangenehm werden. Mark my words.

Nachtrag

Es wird wahrscheinlich nichts passieren, dieser Beitrag im schönen Nichts versinken. Sie werden mich in Ruhe lassen, und ich sie. Manchmal ist aber auch Zeit für eine Warnung, zumal ein Zeichen der Erkenntnis, Deutlichkeit und Wehrhaftigkeit. Drei Mal, das ist genug.

 

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