Coronawahn: Immerhin Carolin Matthie stellt die wichtigen Fragen

Was, wie, wann eigentlich wo und weshalb?

Carolin Matthie leistet die Arbeit, die von unseren Zwangsgebührenmilliardären ebensowenig geleistet wird wie von der sogenannten freien Presse.


Indem es jetzt immer drastischere Maßnahmen gibt, ich muss sie nicht mehr aufzählen, jeder bekommt es mit, habe ich vorhin meine direkten Nachbarn angesprochen, dass ich dasei, wofern aufgrund des Coronanotstandes irgendeine Hilfe benötigt werde.

Zudem habe ich mir eigenmächtig die Freiheit genommen, an unserem Dorfkasten mit den städtischen und sonstigen Verlautbarungen außen einen entsprechenden Zettel aufzukleben (es ist ein Glaskasten, für innen habe ich keinen Schlüssel).

Vielleicht werde ich mich auch als Erntehelfer melden, bis zur Spargelsaison ist es dieses Jahr nicht mehr weit.

Ich mache das gerade WEIL ich die angeordneten Maßnahmen für aberwitzig halte. Die nämlich werden definitiv viele Leute in große Not bringen.

Grinsen können nämlich jetzt nur (zum Beispiel) Staatsschullehrer, die bezahlten Sonderurlaub haben. Denen wird man wohl kaum so schnell kündigen oder das Geld kürzen. Ebenso faule Abgeordnete, die jetzt gar keine Ausrede mehr brauchen, im Parlament und auf Sitzungen nicht mehr zu erscheinen. Ein etwas zweifelhafteres Glück hat auch, wer bei der Müllabfuhr, im Supermarkt, bei der Polizei oder in einem Krankenhaus arbeitet. Oder beim Stromversorger oder den Wasserwerken.

Immerhin meinte Bayerns Ministerpräsident Söder vorhin noch, dass man mit entsprechendem Abstand und alleine noch spazieren gehen dürfe (außer natürlich, wenn gesund, zu notwendigen Arbeiten).

Schlechte Zeiten auch für Taschendiebe und Drogenhändler. Was wird man bald mit den Obdachlosen machen?

Immerhin, da die Industrie immer weniger Strom verbraucht, ist vermutlich wenigstens ein Stromausfall unwahrscheinlicher, die Leute sitzen zwar zuhause noch mehr am Rechner, aber das wiegt das nicht auf.

Was bin ich froh, dass meine betagte Mutter in Stuttgart (das sind über 160 Kilometer, und wer weiß, wie lange noch Bahnen fahren?) jetzt meine beiden Jungmännerracker im Hause hat!

Ich wäre auch nicht gerne für längere Zeit weg, denn ich habe weder zwei große deutsche Doggen noch Sprengfallen zur Sicherung meiner Hütte.

Immerhin hält mich am Dorf jetzt wohl kaum noch einer für verrückt, weil ich vor einigen Wochen auf einer großen Bürgerversammlung (CSU, wegen der bayerischen Kommunalwahl) eindringlich dazu aufrief, Notvorsorge zu betreiben. Ich dachte dabei weniger an Corona, eher an den Großen Stromausfall. Das macht aber nichts, jetzt sieht jeder, wie schnell es gehen kann.

Es blühen hier inzwischen die ersten Schlehen, der Weißdorn treibt kräftig, da werde ich wohl bald Blüten und Blätter holen, damit ich zuhause vor Wut keinen Herzkasper bekomme.

Für mein Nothandy (das ich fast nie herumtrage) habe ich inzwischen einen zweiten Akku, zehn Euro frisches Guthaben, so dass ich auch noch kurz telefonieren kann, wenn man mir das Netz sperrt. Man muss hier dafür zwar ein ganzes Stück raus aufs Feld, aber spazieren gehen, mit mehr als einer Armlänge Abstand, das darf ich ja noch.

Etwas funktionable Schmerzmittel in Form von Wein und Rum habe ich auch noch da (andere funzen bei mir nicht, oder nur ganz kurz, es sei denn, es wären Opium oder Morphium). Zudem DMSO, Massageöl, Beta Isodona, etwas Dexpanthenol, jede Menge Verbandszeug, kleine Operationen (also etwa Schlehdorn und Spreißeln rauspopeln und ähnliches) nehme ich ohnehin seit Jahrzehnten selber vor.

Vielleicht geht bald das Fleisch aus, was mich natürlich durchaus nervte, das überlebt man aber ziemlich lange recht gut. Immerhin habe ich noch ein paar Fischbüchsen und Muscheldosen beigezogen.

Viele Leute haben jetzt viel Zeit zum Nachdenken. Ob das insgesamt gesehen zu Gutem führt, das ist abzuwarten. Man wird ja nicht automatisch gescheiter, wenn alle um einen herum Angst haben, durchdrehen, Panik schüren, man eingesperrt ist und auch noch einen Riesenfrust schiebt, weil der Kaffee aus ist oder sonstwas. Aber, nochmal immerhin: In Zukunft werden die Leute, wenigstens die nicht völlig verblödeten, besser vorsorgen.

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