Coronakrise: Von sinnigen Lösungen

Wenn man Angst hat, dass einer einem das Haus anbrennen könnte, während man selber drin, sich womöglich bei einem Sprung aus dem ersten Stock in den Matsch den Knöchel etwas verstauchen, zündet man es besser einfach selber an, schreit wie irre und macht ein gewaltiges Geschäft mit den vorsorglich gesicherten Feuerlöschern.

Wer Angst um sein schönes neues Fahrrad hat, der zersticht einfach die Reifen und verteigert dann die ohnehin sinnlosen Felgen.

Hat man Angst um seine Stiefel, dass die Sohlen sich auflösen könnten (das gibt es bei Sohlen aus Polyurethan durchaus, mir schon passiert, Altersschwäche), so gibt man sie einfach der Caritas oder so, damit das einem anderen Trottel passiert und geht fürderhin barfuß.

Wer Angst vor Alpträumen hat, der nehme einfach Aufputschmittel bis zum Herzkasper oder schwimme im Jänner weit, weit hinaus in die Nordsee.

Man sieht schon an diesen wenigen Beispielen, wie vernünftig, planvoll und vorausschauend unsere wundervollen Regierungen angesichts der Coronakrise handeln: Wo niemand mehr ist, da kann auch keiner mehr krank werden. Und wo nichts mehr ist und überdies niemand, da kann sich auch keiner mehr um irgendetwas Sorgen machen. Wo nichts mehr produziert wird, braucht auch keiner mehr was. Wo niemand mehr klagt, da gibt es auch keine Unzufriedenen mehr. Wo nichts mehr ist, da gibt es keinen Neid mehr, nicht einmal noch Terroristen. Oder gar Verschwörungstheoretiker.

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