Es lebe der Hund!

Es gibt nicht wenige Leute, die halten ihren Hund für gescheiter als sich selber. Einige von ihnen dürften damit recht haben.

Immerhin sind Hunde gemeinhin gelehrig, kaum rassistisch, sie betteln zwar gerne, beten aber vermutlich nicht, keiner von ihnen wird von sich aus ein Kirchenmitglied.

Zudem haben Hunde klare Zielvorstellungen, sie freuen sich gerne und wedeln und hüpfen, sind meist sehr menschenfreundlich. Und viele von ihnen wissen, was eigentlich ein glückliches Leben ausmacht: Fressen, Rumliegen und bescheid wissen.

Außerdem rauchen und trinken Hunde in der Regel nicht, Drogensucht ist insgesamt sehr selten unter ihnen. Transgenderhunde sind bisher so gut wie unbekannt, und sollte es inzwischen welche geben, so war es Herrchen oder Frauchen, die den Kaninen dahin trieben.

Wenn es keine dekadenten Kurzhaarvarianten sind, vertragen sie Kälte sehr gut, man muss nicht extra für sie heizen, sie fahren keine Autos, womit ihre Kohlendioxidbilanz vorbildlich.

Viele von ihnen spielen gerne mit Kindern, machen die damit froh. Und manche beißen sogar einem Einbrecher ins Bein, was die wenigsten Menschen sich verwagen, zumal sie dann noch wegen gefährlicher Körperverletzung verklagt werden können.

Und: Kein Hund hat ein Handy dabei und nervt damit immerzu unschuldige Leute. Kein Hund schickt einem sinnbefreite E-Briefe. Kaum ein Hund frisst einem die Zitronen weg, stiehlt Feuerzeuge oder gibt einem ein absolut unnötiges Gespräch.

Außerdem schaffen Hunde es in ihrer vorbildlichen Kontaktfreudigkeit, einsamen Seelen auf amouröse Pfade zu helfen. Für viele Frauen ist ein Mann mit Hund gleich doppelt so geil. Mindestens. Denn er muss ja irgendwie lieb und sorgsam und verantwortlich sein. Nicht so, wie wenn er seinen missratenen Bratzen hinter sich herzieht.

Dass der Hund überdies keine schlechten Verse dichtet, erbärmlich schlecht singt oder ein Instrument spielt, das rundet seine soziale Kompetenz ab.

Der Hund ist, jedenfalls im Durchschnitt, zweifellos gescheiter als der Mensch.

 

 

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