14 Antworten auf „Bach und Nietzsche: Klang und Wort der Welt stammen aus Thüringen“

  1. @ Magnus

    Asche auf mein Haupt !! Zerknirscht muss ich gestehen, Dich seither nur auf Facebook gelobt zu haben, aber dies nicht deutlich genug. Ich werde Dich das nächste mal zugleich mit Hegel nennen.

    Vielen Dank für die Links. Ich höre sehr viel Musik (Meine neueste Entdeckung: Don Tiki. Schwer angetörnterEasy Listening Jazz des 21. Jahrhunderts, dessen Qualität sich erst ab dem 3. mal bekifft hören, eröffnet, auf youtube anhörbar) aber schlussendlich komm ich dann wieder zur Klassik.

    Empfehlenswert finde ich Klassik-Radio, viele auch unbekannte Sachen spielen die dort manchmal, insgesamt sehr schön und wenig Bla-Bla.

    Mit Lang Lang habe ich mich seither auch nicht befasst, aber er hat mich sofort überzeugt…Ich mag es nicht, wenn manche Bach uptempo spielen, die Töne solltern schön langsam an- und ausklingen

    https://www.radio.net/s/klassikradio

    Wünsch Dir noch einen schönen Abend, mein lieber.

  2. @ Magnus

    „Auf Lang Lang wollte ich mich goldbergmäßig schon lange mal einhören“. So lange kann das aber nicht her sein, da Lang Lang die Variationen erst dieses Jahr eingespielt hat. Er hatte jahrzehntelang Bammel vor dem „Gipfel der Klaviermusik“!

  3. @ Magnus

    Also die Aufnahme mit der Nikolayeva haut mich jetzt nicht so um. Mag an der schlechten Aufnahme liegen (das Piano hätte mehr in den Vordergrund gemischt werden sollen) oder die slawisch-brummelnden Streicher (erinnert mich an Smetana) aber letztlich bleibt so was Geschmackssache.

    Was die Brandenburgischen Konzerte angeht, habe ich noch nie Besseres als von der Stuttgarter Bach Akademie gehört. Kann die leider nicht auf youtube etc finden, zum Schluss muss ich noch meine Vinyl digitalisieren und hoch laden.

  4. @ Magnus

    Nietzsches Geburtsort Röcken ist nicht in Thüringen sondern in Sachsen-Anhalt.

    Da die in dem Eck alle ziemlich ähnlich reden, kann man die Verwechslung eines Schwaben gerade nochmal so durcghgehen lassen

      1. @ Erika

        Zum Deutschen wurde Nietzsche widerwillig erst, als er den Zarathustra hatte in unserer Sprache verfassen müssen, denn anders fiel ihm all das halt nicht ein, was er selber zugab.

  5. @ Magnus

    „Man hat mich gelehrt, die Herkunft meines Blutes und Namens auf polnische Edelleute zurückzuführen, welche Niëtzky hießen und etwa vor hundert Jahren ihre Heimat und ihren Adel aufgaben, unerträglichen religiösen Bedrückungen endlich weichend: es waren nämlich Protestanten.

    Ich will nicht leugnen, daß ich als Knabe keinen geringen Stolz auf diese meine polnische Abkunft hatte: was von deutschem Blute in mir ist, rührt einzig von meiner Mutter, aus der Familie Oehler, und von der Mutter meines Vaters, aus der Familie Krause, her, und es wollte mir scheinen, als sei ich in allem Wesentlichen trotzdem Pole geblieben.

    Daß mein Äußeres bis jetzt den polnischen Typus trägt, ist mir oft genug bestätigt worden; im Auslande, wie in der Schweiz und in Italien, hat man mich oft als Polen angeredet; in Sorrent, wo ich einen Winter verweilte, hieß ich bei der Bevölkerung il Polacco; und namentlich bei einem Sommeraufenthalt in Marienbad wurde ich mehrmals in auffallender Weise an meine polnische Natur erinnert: Polen kamen auf mich zu, mich polnisch begrüßend und mit einem ihrer Bekannten verwechselnd, und Einer, vor dem ich alles Polenthum ableugnete und welchem ich mich als Schweizer vorstellte, sah mich traurig längere Zeit an und sagte endlich „es ist noch die alte Rasse, aber das Herz hat sich Gott weiß wohin gewendet.“ Ein kleines Heft Mazurken, welches ich als Knabe componirte, trug die Aufschrift „Unsrer Altvordern eingedenk!“

  6. @ Magnus

    Zu deiner Meinung zum Zarathustra:

    „Betrachten Sie meinen Namen: meine Vorfahren waren polnische Edelleute, noch die Mutter meines Großvaters war Polin. Nun, ich mache mir aus meinem Halbdeutschthum eine Tugend zurecht und nehme in Anspruch, mehr von der Kunst der Sprache zu verstehen als es Deutschen möglich ist. — Also hierin auf Wiedersehn!“

    Brief an Heinrich von Stein: Anfang Dezember 1882.

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