Lernt! Lernt! Lernt!

Genug des Klagens, laut Nietzsche ist ja jedes Klagen ein Anklagen.

Beschreiben aber darf ich, schließlich ist jedes Schreiben ein Beschreiben.

Es scheint, als sei ich aus der Zeit gefallen. Wie als ob alle die Genderirren und der Klimotenrest so schnell an mir vorbeigefahren wären, dass ich einfach nicht mitkam.

Merkwürdigerweise aber fühle ich mich dessenthalben nicht wirklich greisiger, als böser, alter, weißer Heteromann, also dem endlich restzutilgenden Abschaum des Planeten angehörend.

Vielmehr habe ich das Gefühl, ja, den Eindruck, dass schon halbe Kinder schneller vergreist werden, vergreisen als ich.

Ich habe auch einen Ansatz, warum das so ist: Ich lerne gerne, und zwar jeden Tag. Bis zum Ende. Denn wer nicht mehr lernen will, der ist lebicht schon tot. Nur meine Meinung.

Ja, ich spekuliere auch gerne mal über Jenseitigkeiten, Reinkarnation und das ganze Gedöns, manchmal wird es ja diskussionswürdig dargeboten, im Grunde aber ist das mir wenig. Ich will nämlich lernen, und das hat mit Wissen, echter Erkenntnis, Erfahrung zu tun. Spekulieren ist schön, macht für mich aber nicht die Sache.

Ja, ich habe einen Glauben, der schon wieder gar keiner ist, denn ich weiß das. Der Mensch kann lernen, und zwar auch sehr zu seinem Guten, das ist klar, auch aus eigenem Erleben mit Hunderten von Schülern, die durchs Lernen wenn nicht ganz frei, aber wenigstens freier, selbstbestimmter wurden, für mich zweifellos.

Nur Immerzulerner können gute Lehrer sein.

Der Rest lügt.

Nachtrag

Es geht dann auch darum, wie man sterben will. Nach einem Dämmertage oder einem weiteren, damit wirklich ins Unendliche gehenden Lerntage?

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