Ich bin schlimmer als Trump

Seit einiger Zeit ist erbarmungslos eine neue Krankheit ausgebrochen, die nicht einmal von der WHO erfunden ward.

Es ist das TDS, das Trump Derangement Syndrome, also zu Deutsch etwa das Trumpstörungssyndrom. Aberzigmillionen weltweit sind daran erkrankt. Und: Es scheint, trotz gewaltiger Anstrengungen in zumal kalifornischen Laboren, noch immer kein Antidot gefunden.

Was aber liegt am Rest der Welt?

In Deutschland nämlich ist das Magnusstörungssyndrom nunmehr flächendeckend endemisch. Wer sollte das besser wissen als ich. Inzwischen, so infektiös ist es zweifellos geworden, verlieren selbst mittelmäßige Schachspieler, die mit Weiß, nicht selten online gegen mich, ohne vermutlich auch nur einen Schimmer davon zu haben, gegen wen.

Andere, das hatten wir hier ja schon, drehen durch, weil ich zu wenig glaube. Sie drehen schon durch, wenn mich mein Gedächtnis nicht ganz verlassen hat oder wenn ich einen einfachen vernünftigen Satz sage, ja auch nur versuche, mildestenst, einen derartigen anzubringen.

Donald Trump hat zwar zur Hälfte deutsche Wurzeln, aber wohl keine Ahnung davon, was sollte man es ihm verdenken, wie es sich als Magnus in Deutschland lebt. Ich bin auch froh, wenn er sich damit nicht befasst, denn sonst bekommt der Mann womöglich noch echte Angst. Das wäre nicht gut für den Planeten.

Das Magnusstörungssyndrom äußert sich allerdings ähnlich wie TDS. Schießt sich einer ins Bein, so stak mit Sicherheit irgendwie ich dahinter. Regnet es zu viel oder zu wenig, so habe ich irgendwann mal was von Trockenheit oder Feuchte gesagt. Ist ein Schwuler unglücklich, so liegt es klariter an mir, weil ich ihn nicht angemessen trösten will.

Macht das ZDF eine Doku über Meinesgleichen, auf die nicht einmal ein altersschwaches, dementes Huhn draufbrunzen will, geraten alle in gretanische Panik.

Es ist schlimm, sehr schlimm.

Nachtrag

Der Text oben ist nur halb ein Witz. Es geht arg zu.

 

 

Bisher 2 Kommentare

2 Antworten auf „Ich bin schlimmer als Trump“

  1. Trump hat nicht zur Hälfte deutsche Wurzeln, seine Wurzeln väterlicherseits kommen aus dem pelzer Saumagengebiet. Jetzt bitte keine Beckmesserei, dies wäre ja auch Deutschland. Mir wäre lieber, er wäre bei seiner Lüge geblieben, er würde zum Teil aus Schweden stammen.
    „Schon sein Vater Fred hatte es womöglich nicht so mit der Heimattreue: Über Jahrzehnte hielt sich das von der Familie selbst gestreute Gerücht, die Trumps hätten schwedische Vorfahren. Das sollte in den Jahren nach dem Krieg, als die Deutschen in Verruf geraten waren, die Geschäfte am Laufen halten. Erst als der schwedische Ort Karlstadt stolz ein Museum errichten wollte, kam heraus: Nein, Opa Friedrich war 1885 aus Deutschland ausgewandert. Und er hieß auch schon immer Trump, nie Drumpf, auch wenn sich diese Falschinformation hartnäckig hält.“ (WELT)
    „Doch groß Aufhebens um die berühmte Verwandtschaft macht niemand in Kallstadt. Keine Straße ist nach Trump benannt, kein Schild weist den Weg zu dem schlichten, spitzgiebeligen Haus mit dem blauen Tor, in dem Großvater Friedrich lebte, bis er als 16-Jähriger bei Nacht und Nebel Richtung Neue Welt verschwand. “ Bei Nacht und Nebel, aha. Hat wohl einer Winzertochter in den Schritt gefasst. Brüderle hat sich da standhafter gezeigt.
    (https://www.welt.de/politik/deutschland/article145558110/Donald-Trump-King-of-Kallstadt.html)

    1. @ Erika

      Ich habe selber Pfälzer Vorfahren, die stießen in die Schwaben, das ist mir jetzt nicht einmal Worschd odder Woi. Sache ist Sache.

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