Holzsalz

Ich habe eben zum ersten Mal Baumsalz geschmeckt. Baumsalz von heimischer Kiefer, genauer von äußeren Schichten von Kien.

Ich meine damit kein Harz: Ich meine eine kristalline Substanz mit erheblichem Anteil an Natriumchlorid, kristallin, weiß.

Wie viele andere Mineralien (Kalzium, Kalium, Magnesium undsoweiter) da drinsind, bisher keine Ahnung.

Es war jedenfalls nicht kristalliner Kalk. Der schmeckt nicht salzig.

Wer etwas darüber weiß, der melde sich.

Im Netz fand ich bisher nichts dazu.

Nachtrag

Ich habe beim Zurichten eines Stückes mit dem Messer noch einiges von diesem Salz mit herausgekratzt, das Stück zu schönen, dümmer, als es je gehen sollte, ohne jeden Verstand, das rieselte mit den Rindenanteilen zu Boden.

Wo war da mein wissenschaftlicher Verstand?

Wie blöd wird man, wenn man nicht mehr genau hinschaut, abgelenkt durch jeden Krampf, nicht mehr innehält, überlegt, mit was man da zu tun habe?

Immerhin, ich dachte dann doch nach. Rief einen an, der weitaus mehr von Holz versteht als die meisten. Der brachte mich auf den Pfad. Und so ist nicht alles Holzsalz verloren.

Trotzdem: Wie konnte mir das passieren?

Bisher 24 Kommentare

24 Antworten auf „Holzsalz“

    1. @ Gigi

      Ja, ich habe gestern schon versucht, mir zu vergeben. Es hat einigermaßen geklappt. Zu ändern ist dieser Unfug eh nicht mehr. Nur: Derlei Blödheit bei anderen ist für mich lässlich, wenn nicht normal. Bei mir selber aber ertrage ich sie schwer. Daher dachte ich, dass ich sie sozusagen vor aller Welt beichten müsse, auch als Warnung an den Nachwuchs. Als Beispiel, wie leicht man zuweilen gerade im fröhlichsten unbedachten Schaffenswahn alles vergessen mag, was man gelernt hat.

  1. @ Magnus

    Das kenne ich. Es hat mit Stolz zu tun, sich nicht vergeben zu können. Dabei sind wir alle Menschen und machen Fehler. Wenn ich es mit Nietzsche sehe, den ich noch gar nicht gut kenne, dann braucht es eigentlich keine heuchlerische, vordergründige Liebe. Nicht diese Kleinlichkeit, mit der wir uns ständig überprüfen, ständig selbst am Gängelband haben.

    Es braucht die Bewegung des Lebens. Jede Erfahrung, die mit Mut angegangen wird, kann sich zum Erfahrungsschatz auswachsen. Niemand muss vollkommener sein, als ein anderer Jemand. Ich beziehe mich seit meinem zweiten Satz bereits auf die allgemeinen Wagnisse des Lebens.

    Jeder Mensch hat Sehnsüchte und Ängste. Die eigentliche Bewegung des Lebens, meist in Spiralform, die auch in uns und in unserem äußeren Leben waltet, bricht sich mehr und mehr durch die künstlichen, indoktrinierten, in der Kindheit aufgepfropften, dichten Schichten. Dies geschieht so machtvoll, dass es einen Menschen in der massiven Bewegung einer Situation unbändig erwischen kann, sich zu wehren, endlich das alte Muster zu durchbrechen. In die Eigenverantwortung zu gehen und dabei kräftig um sich zu schlafen, so sehr, dass es für (üble) Mitspieler sehr unangenehm werden kann.

    Depression ist verdrängte Wut. Wut ist verdrängte Kraft. Diese Spirale engte mich vor 5 Tagen sehr ein und ich war hilflos und verzweifelt. Dann geriet ich in Wut. Ich schlug unbarmherzig um mich und wurde dabei überdreht, übereifrig, allzukleinlich und schlug über die Stränge. So lernte ich meine ureigene Kraft kennen und meine inneren Gefühle beobachtend, wurde mir einiges klar, das mir bis hier verborgen war.

    Jeder Versuch von Außen, mich zu manipulieren, klein zu halten, mir Angst einzujagen, wurde von mir peinlich genau beobachtet. Jeder Titel, jedes Runterziehen, der auf mich zuflog, konnte von mir letztlich pariert werden und der Spiegel, den ich erhielt, zeigte mir mein ganzes Potential. Nicht selten werden Frauen, die sich vehement wehren, als Giftschlange bezeichnet, als kriminell, als psychisch krank, als völlig von der Rolle. Frauen müssen in ein gewisses Raster passen. Sie müssen sich auf ganz bestimmte, vorhersagbare und einschätzbare Art und Weise verhalten. Wenn sie das nicht tun, werden sie als Gefahr wahrgenommen und auf die meistbewährte Art bekämpft.

    Sogar Männer, die Nietzschekenner sind und das ganze Spektrum der Einengung und der Dekadence, wie Nietzsche schreibt, kennen und verabscheuen, wollen Frauen nur so akzeptieren, wie sie von der Kirche, den Religionen geformt wurden. Ruhige, angepasste Wesen, deren Zahn der Selbständigkeit und des Mutes, ihr Leben so zu leben, wie es ihnen passt, gezogen ist, gar nicht mehr angewachsen ist, genauso wie beim Pferd!

    Die kleine Ader der Kriminalität am Rande des Erlaubten gestehen sich Männer ausschließlich selbst zu und verdammten diese Einlage bei einer Frau auf das Schlimmste. Auch von vehementen Nietzsche Verehrern kann eine Frau keinesfalls erwarten, dass ihre absolute Selbständigkeit außerhalb der von der Kirche aufgestellten moralischen Raster selbstverständlich beansprucht und gelebt werden können.

    Jetzt liegt es offen am Tisch. „DER“ Mann stellt den Anspruch auf absolute Freiheit in seinem Leben ausschließlich für sich. Die Frau hat sich so zu verhalten, wie er es wünscht. Sogar, was die Vergangenheit der Frau betrifft. Ein klein wenig aus der Norm ist schon „sündhaft“, „unanständig“, nicht akzeptabel. Was für eine scheinheilige Haltung. Es war es mir wert, diese Erkenntnis zu bekommen, neben anderen, wichtigen Einblicken.

    Auch in meine eigene Seele. Stempel der Kindheit wirken sehr lange und beeinflussen Verhalten bis ins hohe Alter, vielleicht sogar darüber hinaus. Jemand, der heute behauptet, wir seien Freie, der zeiht sich womöglich täglich der Lügen. Im Umgang mit der Familie, des sozialen Umfeldes, der Menschheit.

    1. @ Gigi

      Jetzt pauschalisierst Du aber gewaltig. Ich werde jetzt weder von mir etwas erzählen, wie ich Frauen, die einen etwas loseren Lebenwandel haben oder hatten, sehe und gegenübertrete, noch Fallbeispiele von rücksichtslosen Frauen anführen. Denn das hieße ja, dass ich mich oder insgesamt alle Männer zu verteidigen hätte.

  2. Wenn ich denke, wie viele Männer und wie intensiv von der Polygamie schwärmen, die bei Heiden und Naturvölkern praktiziert wurde, und vom Christentum praktisch verpönt und abgeschafft wurde, verwundert es mich umsomehr, dass gegenüber Frauen, die ein selbstbestimmtes Leben führen, so ein Auflauf gemacht wird.

    Im Grunde nicht mal all das, mit dem so ein Mann angibt, sich brüstet, ist auch nur im A n s a t z bei einer Frau erlaubt. Das ist doppelte Moral und unnötig.

    1. @ Gigi

      Stimmt nicht. Brauchsu nur mal irgendeine „progressive“ Seite aufzumachen, da prahlen Weiber reihenweise damit, wie viele Mannsaffen sie geritten haben.

      1. @ Magnus

        ich lebe am Mond. Davon weiß ich nichts. Ich habe auch gleichaltrige Interessenten. Das ist eine Gruppe für sich. Da läuft noch alles nach alten Strukturen. Eigentlich sollte es – wenn schon – gleich aufgeteilt sein, was Mensch beschwärmt und sich herausnimmt. Leider ging das Natürliche verloren, indem wir christianisiert wurden. Jetzt prägt das Perverse die ganze Sexlandschaft, und ältere Menschen kleben an den gelernten Mustern.

        Im Prinzip habe ich kein Wunschverhalten allgemein. Wie denn auch? Etwas, das von Kind an mit Tabu belegt ist, damit ist schwer umzugehen.

        1. Dann noch:

          Als anhänglicher Charakter, was nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, kann es doch nur eine Wonne sein, jeden Morgen in das gleiche liebe Gesicht zu blicken, das Immunsystem synchron, der Humor synchron, das Leben Hand in Hand.

          Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.

          1. @ Gigi

            Ich auch nicht. (Mit der Einschränkung, dass Immunsystem und Humor nicht immer synchron sein können.)

  3. @ Magnus

    ok, Welche, die Kinder haben, noch dazu mehrere und männliche, die wissen, dass es nicht viel Zeit und Energie gibt, um kräftig um sich zu schlafen. Vor allem dann nicht, wenn der Partner fehlt.

    Die jungen Generationen haben hier ganz andere Standards, das stimmt, Magnus. Ich erlebte eine junge Frau, die beschwerte sich heftig über ihre Mutter, die sich aufgeregt hatte, dass es diese Woche schon der dritte verschiedene Mann ist, mit dem die Tochter schlief…….. Das ist nun schon eine ganze Weile her, also gibt es sicher schon wieder eine Steigerungsstufe ? ……

    1. @ Gigi

      Ich habe keine Tochter. Aber ich wäre auch nicht begeistert, wenn meine mit jedem dahergelaufenen schmierigen Nepochanten ins Bett stiege. Und wofern meine Söhne hemmungslose Schürzenjäger wären, ihnen egal, was sie in den Frauen auslösen, die sie kurz mal vernutzten, manche traurig zurücklassend, fände ich das genauso „uncool“.

      Addendum

      Als Vater oder Mutter eines Kindes, das inzwischen sexuell die Welt erprobt, hat man, ist man nicht steinskalt, zwangsläufig seine gewissen Befürchtungen (von Krankheiten nicht zu reden), dass es unerwünschten Nachwuchs geben könne, oder auch erwünschten, aber missratenen, zumindest leidenden, mit allen Beziehungskriegen, man dann womöglich noch ein veritables Arschloch oder eine Arschlöchin in der Verwandtschaft ertragen werde müssen, um das Enkelkind zu schützen, das eigene Kind nicht ganz zu verlieren.
      Ich werde mir jedenfalls von keiner argen Schwiegertochter – oder nur Buhle – aufs Haupt und ins Gesicht speiben lassen. Das hielte ich nicht aus.

      1. @ Magnus

        Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich weiß, ich habe ganz oben pauschaliert. Ich erlebe es eben so. Wenn als Kind eine gewisse Spur im Hirn gefräst wurde, eine gewisse Haltung festgelegt, dann zieht jemand immer das gleiche Gegenüber-Muster an sich. Ich durchschaue das natürlich, weiß, was abläuft, kann es jedoch schwer beeinflussen und bewusst steuern.

        Was Kinder anbelangt, ja, ganz genau so.
        Diese Dramen mit den Enkelkindern gibt es immer wieder. Ich habe zu zwei Drittel großes Glück mit ihnen. Auch das dritte Enkerl ist total entzückend, doch es wird der Zutritt zu diesem Bereich verwehrt. Das tut weh. Vor allem aus der eigenen Erfahrung ist gewiss, wenn sie dann einmal ein gewisses Alter haben, gibt es keine Bindung. Sie wird auch nicht mehr angelegt werden können.

        Meine obige Geschichte mit der Tochter 3x die Woche – ich konnte mir bis heute keine Haltung von Urteil erarbeiten. DAS ist sooo weit von mir entfernt, ich habe keine Vorstellung von so einem Verhalten. Ich bin selbst sehr langsam. Brauche lange, um mich in eine Situation hineinzufinden, und sehr lange, bis ich Erlebnisse verdaut habe.

        Aus der Entfernung kommt mir die damals junge Frau vor wie in einem D-Zug. Ob das Substanz kostet? Braucht es eine gewisse „Dummheit“ für solch eine Haltung? Oder war es ein Racheakt gegenüber einer überaus dominanten Mutter? In gewisser Weise kann ich mir Letzteres vorstellen, denn ich erkannte später, dass einiges, das ich tat, eben aus diesem Grunde geschah, meine eigene Mutter zu schockieren.

        Da ich selbst keine Tochter habe, blieb es meine eigene, alleinige Erfahrung. Dieses Verhalten, die Mutter zu schocken ist sehr effektiv, leider schneidet sich eine Tochter damit selbst am Meisten ins eigene Fleisch. Später sind dann diese Schäden nicht mehr zu reparieren. Warum ein Leben so oder anders läuft, scheint einer gewissen Grundlage zu folgen, die sehr schwer zu durchschauen ist. Mit Hilfe von Therapeuten, die Blockaden lösen können, kann jedoch ein Ausweg aus sich wiederholenden Mustern gefunden werden.

        Herausforderungen werden in diesem Leben nicht aufhören und sind das Salz in der Suppe. Die Dosierung macht es, ob sie „versalzen“, also tränenreich ist.

        Insgesamt lernen wir Menschen zu wenig Praktisches in der Schule. So sind die Gefahren von Fehlentscheidungen und Fehlverhalten vorprogrammiert, weil jeder von uns das Leben neu erfinden will/muss. Dabei könnten wir es so schön haben.

        Warum mein Anspruch an die Schule? Das Elternhaus ist meist überlastet mit Alltäglichem, oft genug ist nur ein Elternteil anwesend. Seit den zwei Kriegen in Europa steht kein Stein mehr auf dem Anderen, WO sollen junge Menschen ihr Trauen in die eigenen Instinkte, in die Kraft des Lebens finden und festigen? WIR Alten haben das ja auch nirgendwo gesehen oder gelernt!

        1. @ Gigi

          Zum Thema Schule gebe ich Dir teilweise recht. Ich würde ein Fach namens Bewegungslehre einführen, das erkläre ich mal noch genauer.
          Ansonsten: Ich wollte Deutsch, Mathematik, Englisch, Latein, Französisch undsoweiter lernen und bin unendlich dankbar dafür, dass ich das durfte.

          1. @ Magnus

            Deine Antwort zeigt mir, dass es eine Lücke gibt. Etwas, das die ganze Gesellschaft nicht leistet. Wenn es die Eltern und die Schule nicht machen, wer oder wo könnte dieser Erfahrungsplatz sein, in dem, mit dem, Kinder sinnvoll lernen, mit ihrem eigenen, kostbaren Leben sorgfältig und rücksichtsvoll umzugehen? In Bezug auf das große Ganze genauso, wie vor allem für sich selbst.

            Das ist eine sogenannte „Marktlücke“, eigentlich „Schutz des Lebens-Lücke“!

  4. @ Scheinbar Out of Thread

    Das muss ich erstmal alles lesen, scheint eine freundschaftlich, gleichfrequente Diskussion zu sein. Kristalline Strukturen habe ich quergelesen und sofort fiel mir der schon ein wenig illuminierende (sic) Vortrag den ich gerade sah ein. Varietät und Varianz als Ausdruck des Lebendigen. Auf der Toilette, wo ich die griffigsten Gedanken formuliere, fiel mir ein das nach Lao Tze das lebendige Tao unergründlich und sich permanent verändernt sei. Zu dem wirklich hochinteressanten Topus „Wasser“ kam ich durch einen kleinen Facettebuch Diskurs. Ich meine ein sehr sehenswerter Vortrag eines hochintelligenten Forschers. Grundthema: Akkustische Schwingungen. Verzeihen Sie mir meinen kleinen Showstopper, aber ich denke mir, dass Sie Sie und Gigi dieses Thematik sicher goutieren können. Wohlan, hier nun also: https://www.youtube.com/watch?v=SdENVLMdWLc (Werde wenn der Rausch etwas nachlässt, sicher noch meinen Senf zu oben geschriebener Prosa beifügen. Versprochen )

  5. @ Magnus

    In welcher Höhe am Kiefernstamm befand sich die salzhaltige Substanz, bzw. wie hoch hebt ein streunender Fuchs sein Bein beim Bäumemarkieren? Hatte die kristalline Struktur einen farblichen Hang zum Gelblichen hin? Gigi hat ja schon einen ziemlich weiten Bogen, fast einen Halbzirkel eröffnet. Zum Gevatter Nietzsche gar. Erst vorhin schrieb mir so ein Kenner, daß man über Nietzsche vieles sagen könnte, sicher wäre aber, daß er ein Satanist gewesen wäre. Ich habe dem Durchblicker milde ein Zitat vom Mann mit dem Schnauzer über Aberglaube gesandt. Mit Giiite (Güte) lassen sich die tolldreistesten Veränderungen bewerkstelligen. Ich bin da eher so materialistisch klein kariert. Mich beschäftigen Fragestrukturen wie zB; „Ist noch eine Dose Nürnberger Bier, in dem technischen Fastwunderwerk, welches du gbräuchlich trivial „Kühli“ nennst“. „Ja woll die Dame“ schallt es bisweilen dionysisch nachhallend an meine Synapsenbeach. Diese quantenmechanischen Verwebungen können eine nicht mehr vollkommen junge Mätresse, äh Meisterin wollte ich schreiben, doch ganz schön in Anspruch nehmen, obwohl ich Stricken („zwei aufnehmen, eine fallen lassen“) seit dem Volksschulunterricht einigermassen beherrsche, äh befraue

    1. @ Erika

      Hoch genug, wie gesagt an einer Astachsel. Es müssten hunderte Füchse jahrelang da hinaufgestrullt haben, und das noch natriumchloridhaltig, und das nicht zu knapp.

  6. @ Erika

    ich fühle mich von Ihnen beäugt und kommentiert, jedoch gehen Sie nicht systemisch auf die Themen ein und stellen sich dazwischen selbst dar.

    In etwa habe ich Sie jetzt zumindest in Kurzfassung kopiert.

    Was Nietzsche betrifft, ist er einer der ganz wenigen Philosophen, eigentlich Philologen, der mir beim Lesen zu schaffen macht und mich anregt, angestrengt nachzudenken. Leider bin ich nicht sehr gebildet und habe keine Vorkenntnisse, was Nietzsche betrifft. Im Gegensatz zu seinen Auslegungen bin ich christlich verbildet, und nur weil ich aus der Kirche ausgetreten bin, kann ich ja nicht ablegen, wie ein Hemd, was mir als Kind aufgezwungen wurde. Die Denkmuster bleiben sehr lange erhalten und halten von dieser ursprünglichen Lebenskraft ab, von der Nietzsche schreibt.

    Jedoch bemerkte ich, dass nicht christlich erzogene Menschen kaum weniger verbildet sind und auch kaum aus der gängigen Gesellschaftsmatrix herausgewachsen sind. Wir leben in einer zähen, trägen Masse aus unsichtbaren – scheinbar unveränderbaren – doch auch nicht glücklich lebbaren Illusion. Ich würde gern einen Menschen kennenlernen, der das, was Nietzsche schreibt nicht nur versteht, sondern auch zu leben vermag.

    Es kann doch nicht einer dauernd auf alles, was rundum ist, verbal und schriftlich eindreschen, und dabei gleichzeitig alles mitmachen, was so gängig ist? Ich habe immerhin keinen „Christbaum“. Auch keinen heidnischen Lichterbaum. Zweites nicht, weil es eine Verschwendung wäre, für mich allein.
    Damit bist nicht Du gemeint, Magnus, ich kenne Dich in dieser Hinsicht ja gar nicht.

    Fernsehen ertrage ich nicht mehr. Es entspannt gar nicht, wie fälschlich behauptet wird.

    Erika, Sie sind eine außergewöhnliche „Frau“. Alkohol und Wolle klingt für mich sehr abenteuerlich. Ich stricke im Winter immer. Jedes Jahr neue Ideen. Leider kann ich kaum geeignete Wolle finden, die auch halbwegs erschwinglich ist. Manchmal habe ich auf dem Flohmarkt Glück.

    WAS stricken Sie?

  7. @ Gigi Lichtaubergh

    Also beäugen tue ich Sie nicht, ehrlich. Ansonsten hat mich Ihre Parodie wirklich zum Schmunzeln gebracht. Wenn sie auch nicht zu 100% zutrifft. Als Beispiel : Nietzsche macht mir keineswegs beim Lesen zu schaffen. Ich lese nur kurze Teile, wiederkäue sie aber stetig und lebe dann die gewonnene Erkenntnis, ich weiss nicht ob sie zu solchen Höhen der Intelligenz und der Tat Zugang haben. Es mag sein, daß versucht wurde, mich christlich zu verblöden (habe mich aber glaube ich hier noch nicht zu dem Thema geäussert) aber ich bin auch hier weit von Profanität entfernt und wäre früher sicher als ketzerische Zauberin verbrannt worden.Wenn Sie mich fragen, woran ich stricke, so ist die Frage simpel: An einem epochalen Kinderbuch, einem fein geknüpften Schleppnetz aus Seemansgarn

  8. @ Erika

    hahaha
    Ab dem 2. Absatz waren Sie nicht mehr gemeint. Die Intelligenz, die ich habe? Hm, schwer zu sagen, doch neulich war ich in PRAXIS unterwegs und verstehe erst jetzt, was sich da zugetragen hat. Nietzsche kann man nicht verstehen. Man muss Nietzsche TUN. Das ist mein Fazit auch, ja. Und das SeeMANNSgarn verstehe ich schon seit einiger Zeit. Brauchte zwar Nachhilfe, aber abschleppen muss mich niemand. Ganz und gar nicht.

    1. @ Gigi

      „Nietzsche kann man nicht verstehen. Man muss Nietzsche TUN.“

      Der zweite Satz gefällt mir, aber nicht gründend auf dem ersten.

      Sicherlich ist es nicht leicht, wenn nicht eine unerfüllbare Aufgabe, ALLES von Nietzsche zu verstehen. Vieles von ihm aber ist durchaus verständlich, manches sofort, anderes später.

      Ich freue mich aber derweil sehr, dass Du Dich zunehmend mit seinen Sachen befasst. Er ist nunmal in der Philosophie das, was Bach in der Musik ist.

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