Baumsalz (II)

Ich dachte noch einmal daran, wie blöd es war, von genau dem Stück Astkien, etwa fünfundzwanzig Zentimeter lang und damenunterarmdick, an der Achsel zum Stamm den Großteil des Holzsalzes herausgemessert zu haben, bis dass ich ansatzweise zu mir kam.

Es liegt jetzt aber hinter mir, ich nahm es eben an die Nase, und es riecht wundersam, es wird bei mir bleiben.

Wer mich für derlei Gefühligkeit verlachen will, der habe schon gelacht.

Ich habe es ansonsten sehr sorgsam bearbeitet, und es gab mir genau die Erkenntnis, die fehlte.

Seine Enden sind der Schönheit halber noch etwas nachzuarbeiten, doch ist es erst von gestern aus dem Wald, ich werde es vorher noch liegenlassen, es ist zwar Kien, darf aber trotzdem noch etwas nachtrocknen.

Dies Stück werde ich wahrscheinlich nicht mit Leinöl oder Balsamterpentin nacheinlassen.

Nur noch etwas Handarbeit, dann bleibt es, wie es ist.

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