9 Antworten auf „Erstmal ausgeklagt“

  1. @ Magnus

    Leider sagt Dr. Hüther auch das von Jesus, doch darüber hinaus würde ich gerne von Dir wissen, was Du davon hältst. Wenn Du davon nicht überzeugt bist, dann schalte das nicht frei. Außerdem ist es das Gegenteil von dem, was ich zuletzt als Lösung für unsere krasse Situation vermutete. Irgendwo muss doch ein Anfang gemacht werden können, aus dieser irren Schleife auszusteigen.

    Mir gefällt der Gedanke, sich wechselseitig in die Augen sehen zu können. Dr. Hüther hat seine wissenschaftliche Forschungsarbeit öffentlich gemacht, ganz im Gegensatz von den vielen anderen Forschern. Er scheint etwas zu wissen, das ich noch nicht erfasst habe. Immerhin stimmt sein Ansatz des gemeinsamen Anliegens, das gemeinsam entwickelt wird.

    Uns Schreiber im Internet erlebe ich alle als Einzelkämpfer. Wir habe alle die ähnlichen Anliegen, sobald wir uns zusammentun in unseren Anliegen, könnten wir sehr erfolgreich sein. Ist das eine tolle Option?

    https://www.youtube.com/watch?v=4rIWgIBHK80

    1. @ Gigi

      Der von Dir verlinkte Typ geht mir schon mit dem Titel auf den Sack. Dann hörte ich noch, beim Reinstippen: „Wir Männer haben Attractiveness!“ Was für ein Spast sagt sowas?
      Ich schaue mir das nicht weiter an, es sei denn Du gibst mir sehr gute Gründe dafür.
      Es scheint das Video ja auch so dumm, dass ich fürs Freischalten vermutlich nicht vor Gericht kommen kann.
      „Als Mann ein Liebender werden“
      Was ist denn mit dem los?
      Ich will es gar nicht wissen.

      Nachtrag

      Guck Dir das Männlein mal an.
      Über das Publikum, das so einem einen derartigen Dreck aus der Hand frisst, will ich mir schon gar keine Gedanken machen.

      Nachtrag II

      Hättest Du Dir von so einem Loser ein Kind machen lassen?

  2. @ Magnus

    erst mal danke für den Lacher… hahaha, 🙂 Du bringst die tollsten Vorstellungen für mich, wenn Du so schimpfst.

    Loser. Was ist ein Loser, Magnus? Manchmal denke ich, dass überhaupt alles verkehrt ist, aber irgendwo muss auch Richtiges unterwegs sein. Ja, Hüther ist mir auch zu sanft, das macht vielleicht, weil er oft kritisiert wird und völlig auf sich gestellt agiert.

    Die Alternative, aus dem System auszusteigen und in Kanada oder in D in einem Niemandsland in einem selbstgebauten Haus aus Autoreifen und Sand zu leben, ist auch nicht eben verlockend. Nicht jeder hat so ein tolles Haus wie Du und alle Möglichkeiten offen. Gemüseanbau, Haltung von Kleintieren, etc.

    Schau mal, Hüther ist aus der DDR. Er floh. Diese Leute haben Schäden. Und seine Ausdrucksweise ist eben eine durch und durch akademische, weil sonst wäre er ja noch mehr Außenseiter, als er ohnehin jetzt ist. Seine Ansätze für die Schule und die Kinder haben mir damals den Rücken gestärkt. Ich bin dankbar, dass es ihn gibt, und er seine Forschungsergebnisse offenlegt.

    Ach Magnus, wer geht Dir denn nicht auf den Sack? Ich weiß, die ganzen Aufmüpfigen gegen das System, egal wie sie heißen. Doch stelle Dir vor, irgendjemand muss sich auch kümmern um die Basis, darum, dass das NORMALE LEBEN wieder Fahrt aufnimmt. Seine Idee der Gruppen, die sich intensiv um etwas bemühen, ein gemeinsames Anliegen finden, es kultivieren, gemeinsam etwas Großes schaffen, das stelle ich mir heilsam vor, in einer Welt, wo jeder einzeln kämpft, einzeln leidet, anstatt gemeinsam zu lachen und sich am Erfolg zu freuen. Die Männer, welche initiativ mitsprachen, erzählten von tollen Eigenerfolgen. Ich denke, den Grundgedanken eines solchen Treffens kann man erst erfassen, wenn man das ganze Video sieht. Natürlich musst Du Dir keinen Schwachsinn ansehen. Wenn es für Dich so ist.

    Zu Deiner Frage, von wem ich – oder sich eine Frau – ein Kind machen lässt. Ich denke, genetisch ist jedes Baby in der Lage, zu einem Erfinder zu werden. Es kommt allein auf die Förderung an, bzw. eben auf die Verschonung des Kindes vom Schulsystem. Dass Du Hüther so abkanzelst, könnte darin seine Ursache haben, dass er auch Professor ist, wie Dein Vater? Hast Du Groll auf Deinen Vater? Ja, ich weiß, jetzt spiele ich Pseudopsychologin. Ist ja nur ein ganz kleiner Ansatz. Oft liegen die Aversionen eben ganz oben und für jeden sichtbar, außer einem selbst.

    Als ich das Auto eines Direktors sah, dessen Schule ein absteigender Zweig ist, und immer weniger Klassen führte, und dann sogar noch ein Kindergarten in dem Schulgebäude untergebracht wurde, da musste ich laut lachen. An diesem, seinen Auto war zu sehen, wie es dem armen Direktor tatsächlich mit dieser Situation ging !!!

    Ja gut, was haben wir? Wir haben einen Professor, dessen Forschungen das gesamte Schulsystem völlig reformieren und erneuern könnten, mit herausragenden Änderungen und Erfolgen für die Intelligenz und die Empathie unserer Kinder. Endlich nicht mehr zu Konkurrenten, sondern im Team zu herausragenden Selfmademenschen begleitet. Das muss hier einmal zusammengefasst werden.

    Nur hat das noch niemand begriffen. Dann arbeitet er jetzt daran, seine Ideen unter die Leute, hier eben Männer, zu bringen, um seine Vorstellungen real werden zu lassen. Immerhin war der Saal voll mit Interessierten. Die Art seiner Vortragsweise ist eben sehr „professorisch“, UNI-mäßig, wie er es eben gelernt hat, er will ja die „Hörer“ erreichen. Das irritiert mich natürlich auch, seine Ausschweifungen zu Jesus etwa. Er will Anhaltspunkte schaffen, Bezugspunkte, die jeder kennt, um nicht immer abstrakt zu bleiben. Vor allem aber will er auf die emotionale Ebene der Hörer gelangen, und da schweift er mir auch in Gebiete ab, die ich nicht mag.

    Trotzdem versuche ich, die Essenz seiner Aussage, das, was er sich vorstellt für eine bessere, lebbarere Welt, herauszufiltern und prüfen. Das ist eine intelligente Vorgangsweise, intelligenter, als immer nur das Augenmerk auf das zu legen, was NICHT PASST, und das, obwohl es morgen und nächste Woche auch noch nicht passen wird. Das ist echt antiquiert, Magnus, ohne jetzt Dich selbst in Frage zu stellen. Du bist OK. Das, was Du auch (mit-) tust, ist schon auffallend immer das Gleiche.

    Wenn wir immer die Probleme kultivieren, vergessen wir zu leben und entwickeln uns als Menschen nicht weiter, und vor allem nicht heraus aus einem Zustand, der NICHT GUT IST ! Hüther prägte diesen Satz von dem Menschen, der zwar Technik entwickelt hat, dann weiterentwickelt, doch der Mensch selbst blieb GLEICH, seit 10 000 Jahren GLEICH. Das ist doch albern. Da schreibt Nitzsche davon, dass es seit 2000 Jahren keine neue Religion gibt, und von Monotonotheismus, und wir Menschen sind NOCH MONOTONER, schon viel länger IMMER gleich.

    Wie siehst Du das?

    Ich bin an einer echten, weiterführenden Diskussion interessiert, nicht auf Besserwissen oder daran, Dich zu ärgern oder zu übertrumpfen. Ich will es wissen, wo das DING ist, das uns Menschen von dieser elenden Ecke wegbringt. Diesem Bermuda Dreieck, dieser Hurenecke. Nenne es, wie Du willst. Ich will mich entwickeln, und das geht nur in der Gruppe. Das sagt auch Hüther und nicht nur ich. Doch ich erkenne es an, als mein eigenes Problem auch.

    Jetzt rede, Mentor, ich will lesen, was Du zu schreiben hast. DANKE, Gigi

    1. @ Gigi

      Der Oberloser bin natürlich immer erstmal ich. In irgendwas will ja jeder der Größte sein.
      Eben, indem ich an den Rechner ging, hatte ich Kopfe, davon zu schreiben, weshalb ich voraussichtlich nicht mehr so bald wieder unterrichten will.
      Zu Deinen Einwürfen: Ich halte viel von Klassengemeinschaft, aber so gut wie nichts von „Teamarbeit“. Da drücken sich meist nur die vielen, und ein Depp macht die Arbeit, alle bekommen dafür am Ende eine Zwei. Ich kenne mich aus. Zwanzig Jahre Lehrtätigkeit nach fast ebensovielen Jahren Schule und Uni.
      Ich dachte, Du läsest in letzter Zeit Nietzsche? Wir müssen wieder viel mehr auf den Einzelnen kommen, anstatt auf diese Sozialistenscheiße.
      Man bringt kein Kind voran, indem es mit anderen gleichmacht. „Ihr habt ein Recht auf Unterschied!“ (F.N.)
      Das Recht auf Unterschied ist vielleicht das wichtigste Recht, wobei Friedrich auch meinte, dass jedes Recht ein Vorrecht sei. Er spricht im Zarathustra auch davon, dass die Redlichkeit die jüngste aller Tugenden sei. Wohlan!
      Dir bin ich überaus gewogen, weil Du nicht nachlässt. Du drehst jeden Stein nochmal um und bist sehr tapfer. („Schlecht, das ist feige!“)
      Wenn Du so willst, hat mich das mit der „Wir Männer haben Attractiveness“ „getriggert“. So eine Angloscheiße mache ich nicht mit. Und zwar gerade, weil ich Englisch recht gut kann.
      Nietzsche musste übrigens auch sehr viel über Übles, Irrungen und Verwirrungen schreiben. Konfuzius und Cicero ebenso. Bis saubergemacht ist, muss halt erstmal der Dreck weg.
      Und gelegentlich, achwas, eben wieder und vorhin, lobe ich ja auch. Ich erfreue mich an vielen Dingen. Ich habe ein paar schöne Steine gemacht, ein paar schöne Hölzer herausgearbeitet, manchmal hat man auch schon darüber gelacht, im besten Sinne, was ich hinschrieb oder auf die Theaterbühne brachte, in der Kneipe erzählte und zusammenwitzelte. Die Welt ist schön.
      Die Kinderschänder aber gehören in ihre Sonderknäste. Und ich werde nicht ruhen noch rasten, bis dass die dort sind. Bringt man mich um, na und? Man hat es schon mehrfach probiert.
      Noch zum Professorentum: Ich weiß, weshalb ich kein Professor wurde, obzwar sich sowohl mein Vater als auch mein bester Professor das sehr wünschten. Ich hätte mir nämlich das Maul verbinden müssen. Das musste mir schon als Kind genug verbunden werden, dazu gab es einen Abfallfraß durch den Schlauch, dass nur ein sehr Böser das überleben konnte.
      Ich halte jetzt aber lieber doch das Maul. Mir selber zu. Sonst erzähle ich zu viel.

  3. @ Magnus

    danke für Deine Geduld mit mir. Ja, Du hast ja recht in Vielem. Bringst mich andauernd zum Lachen und lobst mich auch, obwohl ich eine von den bekanntesten Streitsüchtigen bin.

    Ich will jetzt noch einmal auf die Teamarbeit eingehen.

    Mit einem Schüler, der das Notensystem kennt und lange genug in einer „normalen“ Klasse gesessen hat, ist das Ergebnis einer Gruppenarbeit sicher so, wie Du es geschildert hast. Ich habe jedoch in meinem Bestreben, eine Privatschule zu finden, für eines meiner Sorgenkinder, etliche Schulen gesehen, für jeweils ganze Tage, und auch mit größeren Schülern reden können. Sie sind tatsächlich fähig, selbst zu arbeiten, und sehr erstaunt, wenn dann in der Berufsschule der Lehrer aus der Klasse geht, und alle anderen Schüler legen prompt den Stift aus der Hand und es gibt Randale.

    Es ist bereits erwiesen, dass es Kinder gibt, die ohne Lehrer lernen. Es gibt ein russische Akademie, wo sich die Schüler gegenseitig den Stoff beibringen, in der Manier: Lehre, was du lernen willst.

    Diese Schule ist einzigartig, die Schüler haben auch das Gebäude selbst errichtet. Leider finde ich das Video nicht mehr. Vielleicht hat es auf bb seinerzeit jemand reingestellt? Jedenfalls machten die alle viel schneller den Doktor, es ging dabei um JAHRE, welche die früher fertig waren, als im „normalen“ Universitätsbetrieb. Hüther ist eben aus seinen Forschungen mit dem Gehirn darauf gestoßen, dass es einen Unterschied macht, ob jemand die Kinder begeistert, oder ob gelangweilt die Zeit abgesessen wird. Weil die Emotionen eben eine enorme Unterstützung für das Lernen sind.

    Das ist der Grund, warum Maturanten nach zwei Jahren den Stoff zu 80% vergessen haben. Weil der Stoff nicht interessierte, sondern nur für die Prüfung gelernt wurde.

    Das Konzept Hüthers hat nichts mit Gleichmacherei zu tun. Er hat herausgefunden, wie ein Kind besser lernt und ganz nebenher noch glücklich damit ist. Den gelernten Stoff behält. Ein Buch das gelesen und vergessen wird, ist umsonst gelesen. Wieviel Zeit umsonst investiert?

    Gerade die konventionelle Schule betreibt ja Konkurrenzverhalten und damit Gleichmacherei. Jeder beobachtet jeden. Jeder will noch besser sein. In den Noten. Die sind ja abstrakt!

    Ich denke, wir werden noch lange diskutieren, bevor wir begreifen, um WAS es dabei genau geht. Die meisten erfolgreichen Menschen waren nicht lange in der Schule. Sie wurden rausgeworfen. Über Edison wird erzählt, dass er von der Schule heimkam mit einem „blauen Brief“. Seine Mutter gab ihm Auskunft, drin stünde: „Wir können Ihren Sohn nicht länger in unserer Schule unterrichten, denn er ist ein Genie.“

    Später stellte sich heraus, dass die Mutter clever genug war, den Brief so vorzulesen. Denn in Wirklichkeit stand darin: „Wir können Ihren Sohn nicht länger in unserer Schule unterrichten, denn er ist zu dumm.“

    Ein Genie allein gelassen, und schon kommen Glühlampen raus.
    Oder umgekehrt: Ein Kind seinen Geist selbst ausreifen lassen, und schon wird der Mensch zum Genie.

    Es gibt zahlreiche Bücher von Psychologen wie das von Horst J. Kern, in dem die Gleichmacherei in der Schule angeprangert wird. In dem Buch von ihm wurde schon in den späten 1980er Jahren (!) vor Ritalin als Gleichmacherdroge gewarnt. Einschließlich einer ganzseitigen Illustration, wie am Anfang die Kinder verschieden sind, um am Ende alle gleich geformt zu sein.

    Ich denke, Du Magnus, hast Dich nie mit M. Montessori, Rebecca Wild und Jean Piaget abgegeben. Sie alle haben Ansätze, die konträr der allgemeinen Schule arbeiten. Bei Rudolf Steiner wurde es einfach so gemacht, dass in jeder größeren Stadt eine Waldorfschule gegründet wurde. Später bekam diese Privatschule das Öffentlichkeitsrecht. Ich denke nicht, dass Rudolf Steiner glücklich wäre, würde er diese Schulen besuchen. Es wird nur die ersten zwei Stunden gelernt. Jeden Tag das gleiche Fach. Entweder Deutsch oder Mathematik. Dann kommen ab der großen Pause kreative Fächer. Sie arbeiten viel mit Holz und auch Wachs, etc. Formen sogar die Stricknadeln selbst. Doch die Disziplin ist verheerend vernachlässigt. Das wollte Steiner sicher nicht. Unordnung ist keine Lebensgrundlage.

    In A kann jeder, der nachweisen kann, dass er sein Kind unterrichten kann, oder dass das jemand für ihn macht, das Kind im häuslichen Unterricht beschulen. Es muss ein gewisser Behördengang eingehalten werden. Die Ansuchen werden nur im Sommer, während der Ferien bearbeitet. Es gibt viele solche kleine Privatschulen in A. Sie streben alle nach dem Öffentlichkeitsrecht, denn dann gibt es vom Staat Geld. Wenn ich mich nicht irre, werden dann die Lehrergehälter bezahlt. Das Gebäude muss die Privatschule selbst erhalten. Außerdem müssen von Schüler von Schulen ohne Öffentlichkeitsrecht am Ende des Jahres in Wien Prüfungen absolviert werden.

    Die genauen Details kenne ich nicht, sorry. Auf jeden Fall muss von den Eltern Schulgeld bezahlt werden und Mitarbeit an Gebäudeerhaltung und Flohmärkten oder anderen Veranstaltungen wird erwartet. Da denke ich dann, wie schön für den Staat. Die Steuern gehen sowieso an ihn, und dann spart er sich auch noch die Beschulung der Kinder.

    Das ist die wirtschaftliche Seite. Doch die Seite der Kinder, da sind eindeutig die der Privatschulen die Gewinner. Sie scheinen wesentlich glücklicher zu sein. Sie fahren lieber weite Strecken mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, als in die normale Schule vor der Haustüre zu gehen.

    Das ist mein Beitrag zur weiteren Diskussion, als Grundlage, sozusagen.

    1. @ Gigi

      Ich habe vom Grunde her gern gelernt. Deutsch, Mathe, Englisch, Latein, selbst Französisch, obwohl mein Vater Franzprof war. Ich war hässlich, wie es die Nacht nicht schafft, und habe gerne gelernt. Für mich ist das alles „Schneeflocke“. Außer, natürlich, dass es kaum noch eine staatliche Schule gibt, wie ich sie noch besuchen durfte.
      Bei einer Waldorfschule wäre ich aus dem zweiten Stock aus dem Fenster gesprungen. Oder besser vielleicht auch nicht. Selbst ein Magnus denkt mal an seine Knie.
      Lernen ist für mich, außer wirklich guter Beischlaf oder guter Wein oder gutes Essen oder sonstwas Schönes, das Morgenlicht an der Ostsee oder Bach gespielt von der Nikolayeva, das Beste. Ich brauche niemanden, nicht einmal einen schönen Himmel oder sonstwas, jederzeit gibt es Gedanken, ein weiterführendes Buch.
      Ich sagte kürzlich einer der von mir je am höchsten geschätzten Frauen, dass ich ein „Desperado“ sei, aber keineswegs verzweifelt. „Desperado“ heißt nämlich nur, dass ich nichts mehr erwarte. Das ist etwas ganz anderes als Verzweiflung. Ich bin Sprachwissenschaftler, deshalb nehme ich Wörter genau.
      Grade ist, Du hast es ohnehin gemerkt, manches ziemlich bitter. Es war aber schon schlimmer, viel schlimmer.
      Und meine „Feinde“, ich vermute das mal, einigen von denen geht es nicht besonders gut, indem sie sich ständig weiter ins Unrecht setzen. Bosheit gegenüber einem vom Grunde her Gutwilligen macht nicht unbedingt gesünder. Ich versuche, so wenig an die zu denken, wie ich das kann.
      Die einzige Strafe für die ist, dass sie unter Ihresgleichen bleiben müssen, wo sie sich gegenseitig bauchpinselnd Unfug erzählen müssen, und an mich kommen sie nicht mehr ran. Ausgemagnusst. Sauft schlechten Wein und noch schlechteren Whisky dazu, fickt dazu die dümmsten aller Weiber, oder nicht einmal die.
      Ich wollte ja, noch vor der Sache, weshalb ich nicht mehr so bald wieder unterrichten wolle, wovon Du mich abhieltest, auch noch über meine Art der „Rache“ schreiben. Das ist sie. Der Artikel ist hiermit schon geschrieben. Ich entziehe solchen einfach meine Lebenskraft. Das sollte nicht strafbar sein.

      Nachtrag

      Manche, von denen ich eben redete, sind gar nicht vorsätzlich boshaft gegen mich. Sie wissen sozusagen nicht, was sie tun. Meine Lebenskraft werde ich ihnen deshalb aber nicht mehr zur Vernutzung und zum Verkauf an jeden dreckigen Abschakalen irgendeiner Art mehr geben.

  4. @ Magnus

    Mein Eindruck ist, Du bist zu gut. Gutherzig. Kennst Deinen Wert selber nicht. Jetzt verlange doch einmal für Deine gute Arbeit das, was Dir zusteht. Mache s Dir gemütlich und warm. Wegen der Bausubstanz. Deiner eigenen. Übertriebene Kälte ist nicht gut, für Leib und Seele und auch für das Herz, ich meine Haus. Gönne Dir die Leichtigkeit – den Abstand, das hast Du ja schon geschafft. Es kommen Freunde. Echte Freunde. Vielleicht Dein Haus voll mit erwachsenen Schülern, die bei Dir lernen wollen? Denk mal an so was.

    Das Schöne kultivieren. Singen, tanzen, musizieren. Dein Bach muss ja wundervoll gurgeln und Wellen machen. Ich hatte heute das Glück, in eine sehr schöne Landschaft zu kommen. Oben, auf den Bergen. Die hatten Neuschnee. Es war erstklassige Luft. Sollte gleich zu Mittag davon berichtet haben. Die Gewässer glitzerten in der Sonne, dass das Herz aufging. Das Tropfen des geschmolzenen Schnees von oben in besonderer Melodie sachte in das Gehör geklimpert. Ein Mann trat aus dem Geschäft und sprach es aus, was greifbar war: „Was für ein schöner Tag, und so warm.“ Als er ging, sah ich, dass er ein Bein nachschleppte, obwohl er sonst fit aussah. Gerade die verletzen sehen die ganze Schönheit der Natur!

    Jeder Sonnenstrahl genossen und fast den Bus verpasst aus reiner Unachtsamkeit. Hätte nicht eine Frau gefragt, was das für ein Bus ist, ich hätte ihm zugesehen bei der Abfahrt. Doch ich lief los. Trat ein und fuhr mit.

    Alles vergangene loslassend und in Akzeptanz die Folgen des eigenen, sehr unverständlichen Handelns endlich geschehen lassen. Zurücksinken in die Polster mit den hohen Lehnen und einfach mitfahren in der strahlenden Sonne mit dem blendenden Schnee an der Straßenseite.

    Auf der anderen Seite das Bachbett mit den glitzernden, kleinen Wellen und Kräuseln, als gäbe es die schäbige Welt nicht, die gerade wieder etwas beschließt. Irgendwelche Notstände, obwohl doch das Wasser immer noch so herrlich fließt und Leben und Kraft spendet. IGNORANZ ausschließend und sich nicht kümmernd um das Bauchweh der WHO. DAS ist es. Leben pur.

    1. @ Gigi

      Das sind sehr liebe, gute Worte von Dir.
      Nur, mit mir geht es anders.
      Ich kann es Dir leider nicht öffentlich erklären.
      Klar wäre es richtig, dass hier einige Schüler wären (oder auch aushäusig) und ich anständig bezahlt würde.
      Sie könnten Tonne lernen. Ich hätte wieder die größte Freude daran, Ihnen weiterzugeben, was ich weiß, was ich kann.
      Inzwischen steht aber mehr als nur ein Bollwerk dawider. Es sind mehrere.
      Eigentlich ist es auch leicht herauszufinden, weshalb und wozu die errichtet sind.
      Immerhin: Ich hadere damit nicht mehr.
      Wozu auch?
      Immerhin habe ich kürzlich, ziemlich (relativ) fertig, auch gerade noch einen Bus gekriegt.
      Verstehe mich damit nicht falsch: Es kann sich jeden Tag ändern.
      Ich rechne aber nicht darauf, und noch weniger hoffe ich darauf.
      Die letzte Zeit hat wiederum gezeigt, wie saublöd das wäre.
      Noch wegen der Kälte: Ich habe mir dieses Abhärtungsprogramm für diesen Winter selbst gewählt. Vielleicht ist das schwachsinnig und gar durchgedreht und zumal in meinem Alter extra, noch aber kann mir keiner verbieten, was ich mit meinem Körper ausprobieren will. Wird es wirklich kalt und hart, ich kann es schon. Greta und Luisa werden vor mir erfrieren. Da bin ich mir sehr sicher. Zig Jahre älter und ebenso zäher als frech ofenhockendes, aufgeblasenes Dummgeschwatz.

      Nachtrag

      Ich kenne wenigstens Teile meines Wertes. Volldumm bin ich nicht.

      1. @ Gigi

        Gerade sind nur meine Knie etwas kalt, meine Hände so gut wie normal.
        Liegt daran, dass ich zwischenzeitlich am Rechner einschlief. Sie tauen gerade gut auf. Etwas Wippen hilft schon sehr.
        Erzähle Du als Salzkammergütlerin mal der Greta oder Luisa, man könne gegen Kälte einfach wippen. Diese Missratenen zeigten Dich dafür noch an, vermutlich wegen (in Gretas Fall, die andere soll ja schon erwachsen sein) versuchten Kindesmissbrauchs, Klimaverharmlosung undsoweiter. Mich dazu, weil ich Dich angestiftet hätte zu so einem Schwerstverbrechen gegen sie und die gesamte Menschlichkeit. Zehn Jahre Festungshaft mindestens würden gefordert. Allein, dass Du hier schon bekannt hast, von mir zum Lachen gebracht worden zu sein, gäbe fünf Jahre extra.
        Das ist nur ein halber Witz. Sollten diejenigen, die hinter diesen kranken Dummbratzen stehen, ihre Sache wirklich durchziehen können, sie haben es ja schon angekündigt, fällt die gute Hälfte weg. Die meinen es ernst mit ihrer Lugenscheiße. Sieh Dir mal an, wie weit sie die aufgebaut haben, wie viel für sie damit auf dem Spiel steht. Undenkbar für die, dass ein Magnus über sie Recht behalten könnte.
        Das sind derzeit, außer den Kinderschändern (sie sind in einem Verein), die übelsten Leute auf diesem Planeten. Sie arbeiten über Kinder, verbreiten über diese ihren Lug, bevorzugt auch noch über Mädchen oder junge Frauen. Die kennen, wie man so schön sagt, nichts.
        Die Sache ist sehr gefährlich. Sie haben an ihrem Lug so viel zu verlieren, dass sie dessenthalben schon reihenweise Leute umgebracht haben.

        Nachtrag

        Wenn sie verlieren und noch mehr oder weniger wahllos um sich schlagen, wie das in solchen Fällen leider oft zu geschehen „pflegt“, kann ich Dir und mir nur wünschen, dass sie nicht zuvörderst an uns denken.
        Das sind Clintons und Bushs und Obamas und Queens. Das sind die Ärgsten. Die Bösesten.

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