Wort weg, Fett weg?

Bei den Angelsachsen, geht es, auch wenn mir Deutsche das immer wieder nicht abnehmen wollen, teilweise noch schneller in den Schwachsinn als bei uns.

So gibt es jetzt eine heftige Debatte darüber, ob man Fette noch fett nennen dürfe (ich habe das schonmal angesprochen), weil das ja so herabsetzend sei, die dann Riesenpsychprobleme bekämen undsoweiter.

Wie ist es nun andersrum? Was ist mit den Schmalen, Dünnen, Schlanken, Hageren? Mit den Großen, Kleinen, gar Leuten wir mir, wo die Dinge noch eindeutiger sind?

Hätte ich nämlich einem anderen, der mich irgendwo am Bahnhof zu erkennen hätte, mich selbst zu beschreiben, so sagte ich wohl, der Typ ist weiß, Mitte fünfzig, mittelgroß, kräftig gebaut, aber nicht fett, und er hat mächtige Narben im Gesicht und an der linken Hand, zwar schon etwas veblasst, es wird aber wohl kaum ein anderer mit solchen Transplantaten da wie dort gleichzeitig rumlatschen, mit suchendem Blick, achja, er hat blaue Augen und trägt in der Regel eine Brille.

Wie viele Male hätte ich mich damit jetzt herabgesetzt, indem nur beschrieben wurde, zielführend, was ist?

Was, wenn ich sichtlich hinkte oder eine Halbglatze oder einen Buckel hätte? Oder mir ein Finger fehlte? Wäre das dann nicht zu sagen?

Oder wie wäre es, schielte ich sehr merkwürdig oder hätte einen Stimmschaden, stotterte zuweilen, wäre das einem anderen nicht mitzuteilen?

Was für ein Schwachsinn. Ja, Generation Schneeflocke. Wenn man fett ist, dann ist man das nunmal, egal, ob ein genetischer Schaden dahintersteckt (was bei den wenigsten Fetten der Fall), oder man einfach zuviel frisst oder Bier säuft oder beides. Und: Heutzutage ist ja fast jeder Zweite fett, was soll also noch dabei sein?

Was für ein Zirkus.

 

 

 

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