Hollywood im eigenen Scheißefass: Publikum wird schon vorsorglich beschumpfen

In und um Hollywood herum (also in den unterstützenden Medien) ist man dieses Jahr dazu übergegangen, mögliche (wenn nicht erwartete) Misserfolge an der Kinokasse schon im vorhinein auf (zumal weiße) Männer zu schieben, die den neuesten Woke-Quatsch wie in Charlie’s Angels ebensowenig sehen wollten wie jetzt die unvorstellbar wirre letzte Star Wars-Geschichte.

In Deutschland kaum bemerkt, war (und ist) vor allem letztere in den USA ein absoluter Aufreger, weshalb ich mir (zumal vom „Critical Drinker“, das ist am lustigsten!) einige Filmkritiken reingezogen habe, gefühlt bestimmt hundert, und ich weiß immer noch nicht, inwieweit der Streifen irgendeinen Sinn ergeben sollte. Es gibt auch wohl keinen, es scheint eine erbärmliche Flickschusterei ohne jede nachvollziehbare logische Verbindung zu den Vorgängern, erst recht nicht innerhalb des Machwerks selbst. Es kracht eine Menge, alle Figuren hängen im Grunde in der Luft, es kracht so viel und so schnell, dass es eigentlich nur kracht.

Schon lustig. Man sagt dem Publikum im Grunde (es mögen auch bei weitem nicht alle Frauen Filme mit unerträglich aufsprechenden Kampfzippen, die Männer geben nutzlose Schwachköpfe, die noch froh sein können, wenn sie von jenen Schmalgreteln wenigstens umgepumpt werden dürfen), dass ein Woke-Scheißfilm ohne gut aufgebaute Charaktere anliegt, und wenn es dann an der Kasse nicht klappt, liegt das an der immer noch nicht besiegten „Machokultur“, daran, dass diese Mannsarschlöcher immer noch keine starken Frauen sehen wollten, an Weißer Heterosuprematie gar, weil da ein paar Diverse und Lesben und sonstwas rumrennen, ohne jeden Verstand: Was war denn schon in den Siebzigern (und viel früher, aber das weist auf Star Wars etc.) mit Sigourney Weaver in „Alien“? Hat sich da einer beklagt, wollten Männer das nicht sehen? (Riesentitten hatte sie nicht, es gab auch sonst nichts für dumme Männer.) Was ist mit Sophia Loren, Sissy Spacek?

Achja, der kommende James Bond scheint auch schon eine Art Halbkastrat zu sein. Gut möglich allerdings (die Trailer kann man kaum noch zurückziehen, die Kerngeschichte dieses Unbonds ist schon raus), dass man da bis März oder April noch etwas nachschleift, indem es jetzt schon saftigsten Spott hagelt, und zwar keineswegs nur von (weißen) Männern.

Im übrigen: Gingen alle eifrigen Vertreter der Woke-Culture, also alle Guten, zumal die Frauen, in die Kinos, gäbe es doch kein Problem. Das Geld flösse, und man könnte Jubelorgien über deren Solidarität in Wokeness schreiben.

Hollywood sitzt im selbst befüllten Scheißefass, ich sagte es hier schon einmal. Hollywood kann nämlich keine Zwangsgebühren erheben, so wie ARD und ZDF bei uns noch. Wer keinen Bock auf Unfug und abstruse Belehrungen hat, der zahlt einfach nicht.

Nachtrag

Fällt mir grade noch ein, dass jetzt ein Film namens „Little Women“ rausgekommen sein soll, bei dem man ähnlich vorgeht (die „Little Women“ sind keine Zwerginnen). Wer’s mir nicht glauben mag, der recherchiere selber und widerlege gerne das Gesagte. (Achja: Es scheint eine gewisse Emma Watson mit Regie geführt zu haben. Die nennt sich „self partnered“.) Wahrscheinlich denkt sie auch an sich selber, gewissermaßen eine Meta-Emma, wenn sie sich einen runterholt.

Nachtrag 31. 12. hurzelst vor knapp

Emma Watson hat wohl nicht Co-Regie geführt, da schaute ich nicht genau genug hin, bitte um Verzeihung für den Fehler, aber sie spielt eine der Hauptrollen und spuckt schon mal wieder gewaltige Töne. Gut so. Viel Spaß beim Verschrumpeln, Ripp.

Bisher 3 Kommentare

3 Antworten auf „Hollywood im eigenen Scheißefass: Publikum wird schon vorsorglich beschumpfen“

  1. Also, jetzt ziehe ich mir den Star Wars doch noch kurz rein. Ja, seit die Disney-Deppen den Schuppen übernommen haben, scheint nur noch ein dystopischer Fehlgeschmack Land zu gewinnen. Beim letzten Teil bin ich mehrfach eingeschlafen. Der jetzige fängt damit an, dass die komische Fehlbesetzung (wer war das jetzt nochmal, welcher missratene Sohn welches Jedis und vor allem wann?) erstmal lasermässig sichelnd Unterwesen wegsemmelt. Ach ich guck’s mir die Tage an. Aber zu der Weaver: Da haben Sie einen wunden Punkt getroffen. Konnte die Fresse nie leiden. Die Alien Filme waren stark, sie aber in jeder Szene fehlbesetzt. Basta. Und was gibt es neues über die zugekoksten Itzigknilches aus Zollywood? Den gehen die Ideen aus, echt jetzt? Mann, waren das noch Zeiten, als geili Weinstein vor jeder Hauptrollenverteilung erst mal den Finger reingesteckt und dann daran gerochen hat. „Also so rein olfaktorisch kämst du eventuell für die Rolle in Frage, wir müssten nur noch was kurz besprechen, oben auf meiner Couch.“ So sind’se halt, das Salz er Erde

  2. „Schluck Baby, schlucks runter. Wir wollen dich doch beide gross auf der Leinwand sehen. Ich mach den grössten Star der Welt aus dir, wenn du jetzt brav den Rhythmus beim Lutschen einhältst. Ohne Disziplin kommste in LA nicht weit. Ja, genau so, weitermachen. Da drüben liegt der unterschriftsreife Vertrag. Ja…Jaaagarrrgl“

    1. @ Erika Walter

      Das ist ja eine ganz schön steile These, dass denen in Hollywood nichts mehr einfällt, weil sich die Weinsteins jetzt etwas vorsichtiger verhalten müssen. Nunja, wenn der Produzent und der Regisseur in ihren Trieben derartig asozial-brutal unterdrückt werden, mag das deren Kreativität durchaus beschädigen. Koks und alter Malzwhisky alleine bringen es womöglich tatsächlich nicht. Was für eine Demütigung auch, wenn man jetzt für Sex in harten eigenen Dollars bezahlen muss, anstatt die kommenden oder auch nicht kommenden Sternchen einfach aus seiner Machtfülle heraus, mit Versprechungen allein, beliebig abräumen zu können. Ja, die angeknacksten Egos dieser Leute, vielleicht gar deren heimliche Rachsucht, nun mit Absicht lauter laue und wirre Streifen zu produzieren, völlig unfähige Regisseurinnen und Produzentinnen und Schauspielerinnen (die Hauptfigur Rey in „The Rise of Skywalker“ scheint nur einen grimmigen Gesichtsausdruck draufzuhaben) ins Rennen zu schicken, je lesbo und woke-whacko umso besser, mag durchaus eine Rolle spielen. Wer weiß.

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