Setzt sich Greteln als Nebenform zu Greten durch?

Offenkundig setzt sich zumal in Süddeutschland, der Schweiz und Österreich das Greteln gegenüber dem Greten immer mehr durch.

Manche Spaßvögel behaupten, dass sich Greteln mehr nach Betteln und nach Vettel anhöre, daher die neue Form. Immerhin bittet oder bettelt Greta gerade um eine neue Rennjacht, einen Tretkatameran, ein Solar-U-Boot, was weiß ich, weil der Esel, auf dem sie nach Chile reiten wollte, ihr nicht über den Atlantik helfen will, ohne Ende stur der Kerl, und naja, das mit der Vettel lasse ich mal unkommentiert.

Also: Ich gretle, du gretelst, er gretelt, wir greteln, ihr gretelt, sie greteln.

Schwäbisch: I gredel, du gredelsch, der, dui, des gredeld (gredled), mir gredled, ihr gredled, dia gredled.

Meine alten Sprachwissenschaftskollegen (auch die norddeutschen) weisen darauf hin, dass das eingeschobene „l“ generell dazu diene, ein Wort weicher zu machen, weniger streng, sanfter, scherzhafter.

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