Prinz Andrew nutzt das Verharmlosungswort des Jahres

Prinz Andrew hat vor ein paar Tagen zu seinen Verbindungen mit Jeffrey Epstein ein unterirdisches BBC-Interview gegeben, er ist dafür jetzt alle Palastämter los.

Das Härteste, was er sich in seiner gestelzten Sprachwahl – keinerlei Bedauern, Mitgefühl für die Opfer (erst Tage später), seine Verbindung mit Epstein bezeichnete er da noch als sehr nützlich – wohl geleistet hat, im Zusammenang mit dem Verhalten des verurteilten Kinderschänders: Der „quite obviously conducted himself in a manner unbecoming“.

Das heißt, der Serienkinderschänder und Kinderhändler mit vermutlich Tausenden Opfern habe sich ganz offensichtlich „unziemlich“ oder „unschicklich“ verhalten.

So, wie einer, der vor den Leuten furzt oder auf die Straße spuckt, nicht grüßt oder zurückgrüßt, einer alten Omi im Bus nicht seinen Platz anbietet, in der Warteschlange drängelt, es in irgendeiner vielleicht ärgerlichen oder anstößigen aber nicht gefährlichen Art an Benehmen oder Anstand fehlen lässt.

„UNBECOMING“: Das ist für mich das Verharmlosungswort des Jahres.

 

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