Post von einer Greta-Gegensekte

Das wurde mir heute zugesandt, es scheint eine Art Greta-Gegensekte, die sich da ihrerseits erlösend etablieren will:

Ihr Kinder und Große kommet

Wir haben noch Diesel

Wir machen Euch Mut:

Hier werdet Ihr nicht geschoren

Von den Klimatoren

Keiner bei uns

Glaubt deren Gebrunz.

Wir bohren und sägen noch

Mit unseren Generatoren

Wie sie stromlos frieren und stieren

Sind nicht verloren, im Schrägen

Im kalten Loch.

Wir haben warme Suppen

Indem deren Puppen

Um die Ohren

Deren Toren

Schon Eisschnuppen,

Deren Vetteln darum betteln

Unser Notbrot darin zu stuppen.

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Nun gut, was will man erwarten. Jetzt treten die Gegensekten an. Historisch ein nicht ungewöhnlicher Vorgang.

Die Gruppe nennt sich „Generatorenaufstand“. Sie tritt für alles ein, was im Winter warmhält, auch Holzöfen, sie vertraut dem System laut eigenen Angaben nicht, die Stromversorgung dauerhaft aufrechterhalten zu können, daher der Name.

Ich habe den Leuten erstmal nicht geantwortet, wer weiß, auf was für Chaoten ich mich da einließe, aber jetzt doch den Aufruf veröffentlicht, den sie mich zu veröffentlichen baten.

Schweren Herzens ja, aber ich bin für Religionsfreiheit, außerdem für schonungslos herrschaftsfreien Diskurs.

Nachtrag, eine halbe Stunde nach Erstveröffentlichung

Die Leute von „Generationenaufstand “ scheinen ganz schön auf Zack zu sein, ihr Spaßverständnis scheint allerdings ebenso wenig ausgeprägt wie ein Gefühl für angebrachte Dankbarkeit, bot ich ihnen doch eine Plattform.

Sie wollen es schon nicht dulden, grade heftiger Anruf, mit der Greta-Sekte in Vergleich gebracht zu werden (für ihre Sekte erkennen sie den Begriff nicht an), zweitens hätte ich ihr Spektrum arglistig verengt, drittens behielten sie sich juristische Schritte gegen mich vor, da ich sie in die mögliche Nähe von Chaoten gerückt hätte.

So, Ihr Spezialisten, ich schreibe Euch jetzt gleich dies zurück:

Wieso erhielt ich nur einen Waberwerbebrief mit der Bitte, Euren obigen Slogan hier zu veröffentlichen, keine genaueren Angaben über Eure Dieselkapazitäten? Nichts über zu empfehlende Generatoren? Kein Stück zu Euren weiteren Satzungen und Vorstellungen? Sozialstruktur? Entscheidenden Gremien? Mitgliedsbeiträgen? Freiwilligen Selbstverpflichtungen? Aufnahmebedingungen? Einer Satzung oder einem erweiterten Glaubensbekenntnis?

Da ich nun aber manchen Eurer angedeuteten Grundgedanken, soweit ich welche vielleicht verstand, nicht einfach einseitig von der Hand weisen will, allzumal kein Streithammel bin, ersuche ich Eure Anwälte, auch in Eurem Interesse, mir gegenüber besser die Füße still zu halten, und ich denke, die haben oben genug Einwandes zu lesen, dass sie Euch das als das richtige Vorgehen gegen mich auch guten Gewissens empfehlen werden.

Vielleicht können wir ja mal ein Interview machen. Ich werde nur veröffentlichen, was Eure Anwälte abgesegnet haben.

Segnen die aber zu wenig ab, so gibt es gar nichts.

Außerdem kommt Ihr zum Interview zu mir, und Ihr bezahlt mir meine Zeit.

Vorkasse.

Nachtrag II

Die Leute von „Generatorenaufstand“, das muss man ihnen lassen, sind schneller als die Feuerwehr, denn ich erhielt ratzfatz dieses Schreiben als Antwort auf meine Antwort:

„Sehr geehrter Herr Göller,

wir haben Sie ursprünglich angeschrieben, da wir nach eingängiger Prüfung Ihrer Schriften aus unserer Sicht einen berechtigten Anlass zu der Vermutung sahen, dass sie der Greta-Sekte aufrichtig, bedacht, redlich und ehrlich nichts abgewinnen können. Ihre Einwände, wir hätten seriöser an Sie herantreten sollen, nehmen wir ernst. Um unsere Wertschätzung Ihres Tuns gegen den Klimawahn zu unterstreichen, werden wir Sie in unseren Verteiler dazu aufnehmen.

Unsere Organisation, unsere Bewegung, ist zwar, das dürfte Ihnen einleuchten, einerseits aufgabenbedingt sehr dezentral aufgestellt, verfügt aber schon über sehr viele tüchtige, bewusste und auch einige zahlungskräftige Mitglieder und einen koordinierenden Kern. Der Anteil der Selbständigen bei uns liegt bei weit über dem Doppelten des Landesdurchschnitts. Und damit haben wir auch Juristen, die pro bono arbeiten, ebenso wie unsere ehrenamtlich tätigen Krisenvorsorgehelfer.

Wir wissen sehr wohl, dass „Generatorenaufstand“ und der obige klobige Anreißer in unserer weitmedialen Kommunikationsstrategie nur einen Anfang bedeuten können. Viele Werbefachleute arbeiten bei uns einfach auch für die Sache.

Wir freuten uns auf ein Kennenlerngespräch. Auslagen werden wir Ihnen ersetzen.“

Ja, dann noch freundliche Grüße und den Rest.

Mein lieber Schwan. Diese Leute haben nicht nur eine praktisch rund um die Uhr besetzte alerte und schlagfertige Mannschaft, nein, die wird bei allem Geseile auch noch gleich ziemlich konkret und wedelt mir mit Spesen.

Das sind ganz schön ausgekochte Socken. Nun gut, bei einer Sekte gibt es oft ein paar solche. Die schreiben aber in der Regel nicht so, die billigen wenigstens nicht, lassen auch nicht so schreiben. Und sie sind nie so schnell. Also ist das mehr als nur eine Billigsekte. Eine Geheimdienstoperation pur sang?

Quatsch. Reinblütig wenigstens eher nicht. Nach der Ansage, das wissen die genau, müssen sie beim Gespräch liefern.

Was wollen die eigentlich von mir, was haben die mit mir vor?

Ich werde sehr saftige Spesen verlangen müssen, das ist schon klar, sonst werden die sofort noch frecher.

 

 

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