Nur ein Matriarchat/Matronat kann uns vor dem finalen Klimakterium retten

Ich frug kürzlich einen, mit dem ich mir eins bin dahingehend, dass ein Patriarchat verkehrt sei, was er denn meine, wo wir mit einem Matriarchat stünden, und er nur knapp: „Wir würden auf ewig in Schilfhütten leben.“

Ja, man kann sich das schon vorstellen, wie die Weiber die Männer von allen weiterführenden Entdeckungen abhalten. Ist der Braten nach Hause gebracht, ist der Speer am Rande des Krals bei der Speerhüterin abzugeben, dasselbe gilt für Bögen und Pfeile, sollten die doch erfunden worden sein.

Die Männer haben Hütten, wo sie zu je acht Mann hausen, wie der Römer Legionäre. Jedes Weib hat eine eigene Hütte, kann sich jederzeit einen beliebigen Mann über Nacht zu sich holen. Wer den anderen von solch einer Nacht erzählt, wird kastriert, und zwar von seinen Mitinsassen.

Sonntags dürfen sich die Männer auf dem Dorfplatz zum Gefallen des Matronats prügeln.  Wer tapfer gekämpft hat, dabei einen Zahn verloren oder sich schwer verstaucht, der bekommt einen Schluck Hirsebier. Und vielleicht erlaubt das Matronat dann einer Jungfrau, ihn mal in ihre Hütte zu holen.

Ansonsten ist das kultische Leben auch recht wohlgeordnet schlicht. Außerhalb der Besamtage geht alles seinen ruhigen Gang, die Knabenbeschneidungen werden nur symbolisch durchgeführt, zu zeigen, wo der Hammer hängt, denn das Matronat ist übereingekommen, dass real beschnittene Männer mehr Ärger insgesamt und weniger Spaß am eigenen Lager machen.

Die einzige Gottheit ist die Muttergottheit, das ist in der Regel eine Figur aus Lehm, die alle neun Monde in ein Feuer gestellt wird, und wenn sie daran nicht bricht, verheißt das eine gute Ernte und neun Monde Fruchtbarkeit.

Männeraufstände kommen so gut wie nicht vor. Denn schon jeder Knabe lernt schnell, wie gnädig die Muttergottheit zu ihm war, dass sie ihn nicht beschneiden hieß.

Umweltprobleme aufgrund menschlicher Tätigkeit sind unbekannt. Die Population, bei allen Einbrüchen, die in harten Wintern vorkommen mögen, bleibt insgesamt stabil. Es gibt so viele Hirsche und so viele Beeren, wie es nunmal gibt. Alles bleibt immer im ökologischen Gleichgewicht.

Ab und zu, das hat das Matronat über die Jahrtausende gelernt, tauscht man ein paar Jungfrauen mit dem Nachbarkral, ein paar verdiente Burschen ebenso, und man hat auch das mit der Degenereszenz auf Dauer im Griff.

Ich denke, das ist die entspannte Art Welt, wo Barack Obama, die Bille Gates und Clinton, der Papst und Arnie und Angie mit Greta hinwollen.

 

 

Bisher 10 Kommentare

10 Antworten auf „Nur ein Matriarchat/Matronat kann uns vor dem finalen Klimakterium retten“

  1. @ Magnus

    Du bist nah dran. Das Matriarchat hat große Traumata hinterlassen. Es war mindestens so düster wie das Patriarchat. Wer das weiß? Walter Probst hat einiges herausgefunden, und ich sage Dir, mich gruselt.

    https://probstart.wordpress.com/?s=Matriarchat

    Warum der Mensch so stark daran interessiert ist, Macht auszuüben, ist mir ein Rätsel. Kaum hat eine Gruppe die Oberhand, dann geht es richtig grausam zu.

    Was ist mit gleicher Augenhöhe? Warum ist gleiche Augenhöhe nicht beliebt? Und warum lassen wir uns so leicht beeinflussen? Von Moden, von Vorgaben, die gar nicht von uns selbst stammen?

    1. @ Gigi

      Ich habe eben den von Dir verlinkten Artikel etwas überflogen. Derlei Gesülch kenne ich inzwischen gefühlt (in diesem Leben!) seit Jahrtausenden, es schmeckt wie Kamillensud, der im Juli drei Tage zwischen den Kühen am Ganges gestanden, schon einige diskarnierte Mucken drinne. Was will der mir sagen?

  2. @ Magnus

    hahaha ha ha – 🙂 :-9 ;-0
    haha Du bist echt ein Knüller!
    Wie Du das immer so auf den Punkt kriegst….
    Das Hexen 1×1 hättest Du durchaus etwas
    genauer ansehen können…. könnte immerhin
    extrem zutreffen und damit bewusst aufzulösen
    gewesen sein. Für Dich und uns, wenn wir
    schon dabei sind. Magnus, ich bin eine Frau.
    Anfällig für solche Kamillenkuren und Kuhfladen
    zu durchwaten, in- ex- oder diskarniert, egal,
    ob ihrer weichen, warmen
    Fußpflege-Einheit. Schon mal probiert?
    Sollte ich auch wieder einmal tun.

    Gehe aber auf keine Kuhweiden mehr, wo diese
    großen Tiere rumlatschen, weil eine lief mir
    einmal nach, wollte gekrault werden und forderte
    das so vehement, so mit ihren kleinen Hörnern,
    von unten herauf, dass mir so bange wurde, ich
    lief und verlor dabei meine Pantoffel, auf dem
    Weg zum rettenden Stacheldrahtzaun. So war das.
    Darfst ruhig lachen, ist inbegriffen…

    Schon lange her. Waren d a s noch Zeiten!
    Danke trotzdem für das Einstellen der Kamillenkur-
    Ganges Tiere. Wer weiß, wofür es gut ist… ?

    Nicht jeder ist so weit wie Du und hat Deinen
    Durchblick. Wie Du immer auf das kommst?
    Ich meine den nächsten Artikel.

    Wie gepillt bist Du?
    Ich bin überhaupt nicht gepillt !
    Machen d i e das echt?
    Irre.
    Keine Pillen.
    Dafür Aminosäuren und Crataegus.
    Jetzt schimpfe bitte nicht auf diese
    tollen Medizinchen.
    Medica mente = Heilung durch den Geist.
    Immerhin. Etwas schräg sind ja auch meine
    eingestellten Gedichte. Da muss ich schon
    auch selbst etwas schräg sein. … … damit
    kann ich leben. Auch ohne Hund.

    Wie lange ich das noch aushalte, ohne Hund,
    weiß ich imMo noch nicht. Werde es aber
    rechtzeitig bekannt geben…..

    1. @ Gigi

      Ich war heute ab Fünfe frühs unterwegs, konnte daher Deine ganzen folgenden Sachen noch nicht angehen.
      Ich weiß nicht, von welchen Aminosäuren Du sprichst, halte aber Weißdorn (Crataegus) für eine ausgezeichnete Sache, die außer bei besonders allergischen Personen oder auch Schwangeren oder Magenkranken bedenkenlos dauerhaft herangezogen werden kann, seien es frische Triebe, Blätter, die Blüten, die Früchte. Zumal wächst der in Mitteleuropa praktisch überall wild, kein Bauer sprüht da Gift drauf, es gibt mühelos jede Menge davon. Vielleicht sollte ich auch mal einen Weißdornlikör ansetzen. Zeit wird es so langsam, auch für die Schlehen und Hägen. Die Früchte lassen sich auch gleich jenen der Hagebutte behutsam dörren, um sie dann über den Winter zum Sude auszukochen. Lecker und sehr gesund. Killt bei verbesserter Durchblutung alle Arschlöcher namens Oxidantien undsoweiter, Grippeviren und sonstiges Geschlunz gleich mit.

  3. @ Magnus

    und das sind jetzt die Kühe am Ganges – den Kamillentee kann sich jeder selbst dazu vorstellen. Oder den Sud:

    https://www.bing.com/images/search?q=k%c3%bche+am+ganges+bilder&qpvt=K%c3%bche+am+Ganges+Bilder&FORM=IGRE

    Was will d e r Dir sagen? Ja, immerhin bist Du intuitiv sehr gut unterwegs. Jeden Tag ein paar Artikel, einfach bewundernswert. Gibt nicht viele Blogs, wo so diskutiert und die Wahrheit entspekuliert wird, wie hier bei Dir.

    Jedenfalls war das Matriarchat nicht gut. Es war gruselig und düster. Schlimmer als die Demokratie mit ihren ewig streitenden Ministern und Abgeordneten. Ein Monarch kann nicht mehr Geld verprassen, als diese l e t z t e n Zuckungen der angeblichen Gerechtigkeit.

  4. #Magnussen
    (Hoffe, daß ich Sie so anschreiben darf. Es gefiel mir, dass Sie sich beizeiten selbst so nennen)
    Jetzt bin ich hier gelandet, muss das alles erst mal lesen und verdauen. Mein Anliegen in diesem Moment ist ein anderes. Gerade gab ich „Churchill“ in Ihrer Suchmaske ein. Kein Treffer. Dann halt NWO und so bin ich gerade in diesen Thread gekommen. Ich würde Ihnen gerne einen Vorschlag machen: Einen Schritt aus der Introvertiertheit hin zum Extro zu wagen, unter Einschaltung von Intuition und rechter Gehirnhälfte. Warum richten Sie nicht eine Rubrik „Runder Tisch“ ein. Es soll ja Menschen geben die auch anstossen wollen („Stösschen“) und nicht immer nur reagieren. Als Admin haben Sie natürlich volle Kontrolle, sind klug genug „Schmutziges“ auszubremsen. Zu meinem weihnachtlichen, einsamen Vin au Coq muss ich schreiben: Ich war bezecht wie eine Kupferschmiedin. Ein paar Schallotten zu viel, Pilze nicht lang genug geschmort und dann noch ein Riesenfehler: Den ganzen Speck reingehauen und die Salzkraft vergessen. Ein Drittel von dem gar nicht mal so schlechten Rouge wollte ich kippen und hab das dann auch. Dann hab ich mit Brühe aufgefüllt und mir die Suppe ein wenig versalzen. Aber ich war so hackezu das es super lecker war. Warum gönnst du dir das nicht alle zwei Wochen, dachte ich. Die günstigen Hähnchenschenkel waren besser als die Oberschenkel. Baguette hatte ich auch vergessen und anstatt dann Hörnchenudeln. Aber klar, da will man mit Baguette in die Sosse tunken. Ich wünsche Ihnen einen schönen Rutsch in die Zwanziger-Jahre

    1. @ Erika Walter

      Man kann hier nicht nur kommentieren, man kann auch Gastbeiträge einbringen. Auch letztere dürfen anonym veröffentlicht werden, wobei ich da den Klarnamen des Autors mit Anschrift usw. wissen muss.
      Sie sind ja recht schreibfreudig und sprachlich versatil, haben zudem eine satirische Ader. Wohlan!
      Ansonsten wünsche ich Ihnen ebenfalls einen guten Rutsch. Mein Tip dazu: langsam trinken, dann klappt es auch mit der Silvestersoße.

  5. #Magnus
    Sie wollen den Klarnamen des Autors? Da bin ich ja als Autorin mit Multipersönlichkeit fein raus, fühle mich nicht angesprochen. Nicht alles ist so klar wie Klossbrühe, zumindest nicht für alle. Auf jeden Fall Dank für Ihre aufmunternden Worte. Ich glaube, eines der wenig stetigen Begebenheiten in meinem Leben sind meine Schluck- und Rauchgewohnheiten. Ich habe eine Affinität 4 Boonekamps zu bairischem Bier zu schlucken. 4 Boonekamp für ein Halleluja sage ich mir regelmässig. Die eingebaute, freche Hechse wird da kreativ wach. Beim Rauchen zähle ich immer auf 8, solange das Zeug in der Lunge verweilt. Ja, die zur Erkenntniss treibende Wohltätigkeit der Armut. Das Wichtigste überhaupt sind freundschaftliche Connections. Nebenbei: Sosse habe ich bewusst so geschrieben. Das mit dem „Runden Tisch“ stelle ich mir schon als intellektuellen Maskenball vor. Wenn es nicht raffiniert ist, dann ist es sheeplesmässig langweilig und zu leicht durchschbar und wenig unterhaltsam, meinen Sie nicht auch? Sind wir nicht Homo Ludens, der spielende Mensch und können wir vielleicht Spielverderber nicht richtig leiden? Nur eines sollte klar sein, auf jeden bestandene Test folgt ein subtilerer

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