Liebe Gretas und Luisas…

Liebe Gretas und Luisas!

Ich weiß, wie es ist, bei Frost zu schlafen, bei vier Grad sechs Stunden am Stück am glücklicherweise noch mit Strom versorgten Rechner zu arbeiten.

Ich denke, Ihr kennt das nicht. Kein Plan von nichts, wie man da lebt. Daher, obzwar Ihr bestimmt immer gesund gelebt habt, indem ich sonst nur rauchte und trank und auch noch Aas fraß genug, setze ich meine Erfahrung und Zähigkeit, wird es richtig kalt, nämlich ohne Heizung und Strom, zu Deutschland wie Schweden, also es Euch ja gefallen sollte, jederzeit gegen Eure frische, alkohol- und nikotinfreie, nur bestens ernährte und von den besten Gedanken getragene, sportliche demonstationstapfere Jugend.

Ich halte durch, und Ihr nur, wenn Ihr ganz bald das macht, was der böse alte weiße Mann Euch sagt.

Traurig, dass ich Euch das in aller ehrlichen Einschätzung sagen muss.

P.S.: Wenn es allenfalls in der Küche mal zwanzig Grad hat, schwitzt Ihr nicht so viel, und so vermisst Ihr das Warmduschen umso weniger, allzumal es das sowieso nicht gibt. Wenn Ihr überlebt, gewöhnt Ihr Euch schon an die Kaltwäsche, wie Euren eigenen Geruch. Denn Eure Kleider wascht Ihr wie Euch von Hand kalt, dann dauert es mit dem Trocknen, da überlegt Ihr es Euch. Da mag Euer Hirn das Funktionieren anfangen, indem Eure Hände im Eiswasser zu ihm schreien.

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