Fall Epstein: Eine Zwischenbilanz (Keiner glaubt an sein ehrenhaftes Ende)

In den schönen USA geht zwar offiziell immer noch die Kunde, Jeffrey Epstein habe sich selbst umgebracht, privat aber glaubt das so gut wie keiner, setzt sich jeder Spott und Gelächter aus, der die offizielle Version vertritt. Und zwar quer durch die politischen Lager.

Derartiges, zumal indem es hier um wirklich große Sachen geht, inzwischen auch die Vertuschung der Epstein-Sauereien durch ABC, aufgedeckt von Project Veritas, als indirekte Wahlkampfhilfe für Hillary Clinton, gibt es nicht jeden Tag. Es glauben sicherlich weniger Amerikaner an diesen Selbstmord als an die Lügengeschichten zu 9/11.

Diese Sache wird auch nicht so schnell aufhören, gewaltig zu stinken. Immer noch keine Einvernahme Prince Andrews, immer noch wird nach Ghislaine Maxwell nicht gefahndet. Über die sonstigen Versäumnisse der Ermittler seit der Festnahme Epsteins habe ich schon verschiedentlich geschrieben, sie sind so haarsträubend, dass es kaum mehr nur Versäumnisse gewesen sein können.

Ja, die bisherigen Ergebnisse sind enttäuschend, es sieht so ziemlich danach aus, als dass die ganzen Prinzen und Ex-Präsidenten und Milliardäre und Staranwälte und Mediengrößen einfach so davonkämen. Schließlich hat sich Epstein ja in seiner Loyalität und Sorge um diese selbst aus dem Leben befördert, seiner natürlichen Pflicht in seiner Lage genügend.

Warum wurden nicht alle, zumal Bill Clinton, einvernommen, die auf diesen Flügen mit Epsteins Privatjet waren, die Piloten und Flughilfsmägde, einfach alle?

In der Klageschrift gegen Epstein war von „conspiracy“ die Rede, also läge das auch noch nach seinem Tode wie selbstverständlich an. Aber: Nada, Niente, Nichts, Schwarz, Abgrund, Verschwunden, Tot.

Ein bemerkenswertes Stück.

Allerdings scheint der Vorhang noch nicht ganz gefallen.

Einige Leute scheinen hiezu noch eine Menge brisantes Material zu haben. Mal sehen, ob und wie sie das einsetzen werden, bevor auch sie verepsteint.

Zudem steht eine detaillierte Nachbetreuung alles Zutagegetretenen noch aus, allzumal jene Fragen nach den „Versäumnissen“, wer da „versäumt“ hat undsoweiter.

Und so mag es doch etwas ausmachen am Ende, dass man schon an Epsteins ehrenhaftes Ende nicht glaubt.

 

 

Bisher 10 Kommentare

10 Antworten auf „Fall Epstein: Eine Zwischenbilanz (Keiner glaubt an sein ehrenhaftes Ende)“

    1. @ Erika Walter

      Ich weiß nicht, ab wann der Begriff „pädophile Satanisten“ wirklich greift. Ist jeder Kindervergewaltiger, Kinderfolterer, Kindermörder, um anschließend das gewonnene Blut zu saufen, womöglich auch noch kannibalistisch sich zu befriedigen, womöglich im Glauben, er könne so seine Vitalität steigern und sein Leben verlängern, unbedingt ein Satanist? Ein echter Satanist ist doch nur der, der das alles zumindest auch für „Satan“ tut, ernsthaft an den beziehungsweise eine weiterreichende geistige Funktion bestimmter Rituale glaubt, nicht nur Spaß am Quälen hat und sich persönlichen gesundheitlichen Gewinn herausziehen zu können glaubt, vielleicht einen Extraspaß an ein bisschen begleitendem Brimborium dabei hat?
      Ich kann mir zum Beispiel sehr gut vorstellen, halte das sogar für wahrscheinlich, dass, sollte Prinz Andrew sich dessen schuldig gemacht haben, der vielleicht „nur“ ein dreckiger Kinderficker ist. Und jener Epstein, ja, der war zweifellos gut vernetzt, und sein Tempel undsoweiter lässt durchaus manches erahnen, gleichwohl rate ich zur Vorsicht mit dem obigen Begriff. Wahrscheinlich waren, trotz seines anvisierten Zuchtprogramms, die meisten seiner Kunden keine Satanisten. Die einen Schutzwall um all das bilden, nutzen jede Gelegenheit, Aufklärer für Hetzer, Paranoide, Aluhutträger und derlei zu erklären.

  1. # Magnus Wolf Göller
    Ich habe ja nicht geschrieben, dass alle sadistischen Pädophilen Satanisten sind und gar Blut saufen. Ich kennen mich nicht wirklich mit Satananbetern aus, kann jetzt auch nicht genau berichten, wo ich las, dass man bei Dutroux einen Zettel fand mit den Zeilen „man bräuchte 6 Opfer zwischen 1 und 33 für ein bestimmtes Ritual“. Die Videos hier muss ich mir erst anschauen: https://recherchenetzwerksatanismus.wordpress.com/2019/09/28/diverse-dokus-zu-satanismus-und-rituellem-missbrauch/
    Dass sich manchmal Leute nachts auf dem Hoppelaufriedhof in Stuttgart treffen und Katzen töten, hat mir ein Teilnehmer glaubhaft versichert

    1. @ Erika Walter

      An rituellen Menschenopfern, auch Kinderopfern für Götter (beziehungsweise den Teufel), beispielsweise bei den Azteken und Karthagern, besteht kaum ein Zweifel. Es gibt sie mit Sicherheit auch heute. Die Frage ist wer, in welchem Ausmaß.
      Ihr Stuttgarter Informant ist ein Geselle, von dem ich mich fernhielte, egal, ob ich dächte, dass er lügt, egal warum und wozu, oder ob ich ihm glaubte. Es sei denn, ich wollte herausfinden, ob da (nicht unbedingt auf dem Friedhof) nicht nur Katzen getötet würden. Das wäre aber ein möglicherweise sehr gefährliches Unterfangen. Wer Kinder oder auch andere Menschen rituell mordet, dem kommt es auf einen, der zu viel weiß und redet, schon erst recht nicht an.

  2. # Magnus Wolf Göller
    Ich hatte das Gefühl, ich sollte „rekrutiert“ werden. Ich war angewidert und habe den Kontakt sofort abgebrochen. Allerdings dachte ich, dass die eher junge Spinner waren und sich nicht an Menschen heran wagten. Aber Katzen aus „Spass“ zu töten hat mir gereicht

  3. # Magnus Wolf Göller
    Ich habe jetzt kurz in die Videos reingeschaut und einiges wirkt ziemlich glaubhaft. Was der holländische Ex-Banker sagt, ist interessant

    1. @ Erika Walter

      Indem ich der geschätzten Gigi eben eine Warnung wegen unspefizierter Links geben musste, trage ich das jetzt wohl zum dritten Male an Sie nach: NUR noch Links mit Beschreibung. Ich mache diesen Zirkus nicht mehr mit. Ich werde, wird dem nicht nachgekommen, einfach löschen. Ich bin kein Linknachsucheimer.

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