Rassismusfett

Ich traue mich im Windschatten des links lachenden Rassisten nun doch, diesen Schwachsinn aufzugreifen.

Die aparte Grazie rechts erklärt allen ernstes vor Publikum – das besonders eifrig nickt, als Trump wieder der Schuldige – , dass sie wegen all des Rassismus so fett sei, wie viele andere schwarze US-Amerikanerinnen auch. Selbst bei identischen Abnehmdiäten nähmen weiße Frauen leichter ab als schwarze. Noch ein Beweis also.

Der Rassist links nun – klar, ein Mann – weist die Dame darauf hin, dass man auch Reis und Bohnen essen könne, etwas Hühnerbrust und Broccoli vielleicht, überall in den USA seien derartige Superfoods für Fette erhältlich.

Ob diese Allwissa Deutschland auf der Landkarte fände, das weiß ich nicht, aber vermutlich weiß sie, dass dort immer noch viele Weiße leben, und das sind ja, wie jeder weiß, alles Rassisten. Und am schlimmsten von denen die alten Heteromänner, also Leute wie ich.

Und in der Tat, kreuzte die in meiner Nähe auf, so dächte ich ganz automatisch, Mann, was ist die fett. Ähnlich, wie wenn ich einen Obdachlosen mit extrem geschwollener Nase sehe, und ich mit Bedauern denke: Mein Gott, wieviel Schnaps muss der saufen, wie lange hält der auf der Straße noch durch?

Und was ist eigentlich mit mir, der ich inzwischen zur regelhaft gleich vierfach öffentlich pauschal diffamierten Sorte, damit der diskriminiertesten Sorte Mensch gehöre?

Wenn ich jetzt auch anfange, über jedes Maß hinaus zu fressen oder zu saufen, liegt das dann daran, dass ich so böse alt, so wenig Frau, so unschwul, so weiß bin? An allem zusammen? Müsste ich mir nicht mindestens die vierfache Kante geben – es kann ja wechselseitige verstärkende Effekte geben – wie jener Penner oder diese Gestörte?

Wieso liegt der Obdachlose dort?

Vielleicht ist der wirklich zu weiß und zu Mann. Vielleicht konnte er irgendwann Wohnung und Heizung und Strom nicht mehr bezahlen.

Käme er als schwarzer Asylbetrüger aus Afrika, er hätte sofort ein Dach über dem Kopf. Heizung, Strom, Geld, alles.

 

Bisher 3 Kommentare

3 Antworten auf „Rassismusfett“

    1. @ Gigi

      Naja, wenn man Großbritannien zu Europa rechnet, da gehen längst ähnliche Sachen. Rechnet man Deutschland noch als europäisches Land, so sieht es wieder anders aus. Und in Ungarn oder Polen oder Serbien oder Russland nochmal, da ginge das wirklich nicht so durch. Was in den USA, CAN, GB teils an den Unis abgeht, gerade und auch an sogenannten Eliteunis, das ist meines Wissens im deutschen Sprachraum noch nicht erreicht. Auch die Verherrlichuung von Fetten, zumal Weibern, und zwar auch noch deutlicheren Granaten als der, in knappen Badeanzügen undsoweiter (es gibt Bilder genug im Netz, ganze Kampagnen, schau Dir das nicht an, wenn Du heute Abend oder morgen mal noch sorglos was knabbern willst), ist bei den Angelsachsen viel weiter. Ja, in Katalogen von ALdi und Lidl tauchen schon auch mal etwas kräftigere Leute auf, wieso nicht, mit blanken Blickkillern tun sie sich bislang aber nicht hervor. Auch mit schonungslos antimännlichen Kampagnen hält sich die Industrie bislang vergleichsweise zurück. In Großbritannien kann man vor Gericht kommen, weil man eine Transgender auf Twitter nicht mit dem gewünschten Pronomen anspricht. Oder weil man ein Heterodate haben wollte, sich dann zurückzog, als die Alte mit Schwanz anrückte, wegen „transphobia“. Bin mal gespannt, wann die Frankfurter Luden spitzkriegen, dass hier eine Marktlücke besteht, beschwanzte Huren auf Heteros losschicken, um sie dann zu verklagen, wenn sie für nichts nicht zahlen wollen. Oder das angeblich nicht wollten. Die falsche Alte bekommt wegen ihrer seelischen Demütigungskrise 100 000 Euro zugesprochen, die Luden lieben sie. (Geht nur in Deutschland noch nicht so leicht, dass mit horrendem „Schadensersatz“ ist bei uns sehr viel schwieriger als beispielsweise in den USA.)
      Nun, in einer Zeit, da Du und ich von Greta angeklagt sind, ihr ihre Kindheit und ihre Träume gestohlen zu haben, keineswegs ihre skrupellosen Eltern, passt uns das nicht, so sind wir Hasser und Leugner, da geht manches. Die Einschüchterung des Normalos ist immens. Ich könnte als Staatsschullehrer in Deutschland kaum einen vernünftigen Satz hierhinschreiben, dann wär’s das. Schon Sätze von vor acht oder zehn Jahren reichten.
      Vieles kippt aber schon. Der aufgeweckte Schwarze hält dieser Missratenen nicht die Rassenstange.

  1. @ Magnus

    Du malst mir ein Bild, das für mich nur erträglich ist, weil Du kein Gemälde draus gemacht hast.
    Das „Selbstbewusstsein“ mancher Menschen ist kaum nachvollziehbar. Hängt mit was noch zusammen? Bitte keine Antwort. Denn sie könnte ein Strick werden…..

    Es gibt gute Bücher, die das aufzeigen, was da mit den Girls-days gemacht wird, inzwischen soll es auch schon Boys-days geben. Gut, dass wir in A noch ziemlich gut traditionell sind. Das ist nicht in jeder Ebene so positiv, doch eine Barriere für allzu „verrücktes“ wohl.

    Robert Bly schrieb: „Eisenhans“ und „Die kindliche Gesellschaft“. Er schreibt sehr gut, finde ich. Dann noch Arne Hoffmann „Rettet unsere Söhne“. Pflichtlektüre für mich. Da steht genau, was die Werbung im TV für Trottel aus den Vätern macht. Unterschwellige Beeinflussung von Kindern. Erlaubt. Wie es jetzt ist, weiß ich nicht, ich sehe nicht mehr fern. Zuletzt störte mich diese schnelle Abfolge von Bildern extrem. Es gibt auch schon diese Kurzfilme, wo die Handlung gestaucht ist. Das soll Bewusstseinsveränderung bewirken.

    Richtig reiche Leute haben kein TV Programm für ihre Kinder. Nur Videos, ausgesucht. Teilweise konnte ich auf meine Kinder einwirken, dass sie bewusst wurden, was die unterschwellige Aussage von Filmen war. Werbungsfilm für…. . Natürlich gab es Phasen, wo wir kein Fernsehgerät hatten und selbstverständlich rannte der Kasten nicht einfach zur Berieselung!

    Danke für Deine Mühe, mich lückenlos aufzuklären. Schätze ich wirklich. Gute Nachtruhe dann…

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