Alte weiße Heteromänner: Keiner ist wichtiger als wir

Ich weiß nicht, welche Zagheit mich niederstreckte, dahin verbrachte und verbrauchte, dass ich im Vorartikel gar in die Überschrift setzte, „anscheinend“ sei keiner wichtiger als wir, das war Pimmel nach unten feig in die Hos‘ geklemmt, denn es ist offenkundig keiner wichtiger als wir.

Alle guten Menschen haben das gemeinsam entschieden. Es steht in jeder Zeitung. Wir sind so wenige, allenfalls ein Prozent oder noch ein halbes der Weltbevölkerung, und allein mit unserer Ausrottung wären alle Probleme gelöst. Wir sind daher überschwerstwichtig, ob wir das wollen oder nicht.

Kaum einer von uns hat danach gerufen:  Wir werden geehrt wie noch nie. Man ehrt noch das schlimmste Gesindel, das es in unseren Reihen je gab. Nie hat man uns ernster genommen als heute.

Dass einer die Hürde auf vierzig oder fünfzig genommen habe, dabei so weiß und unschwul blieb wie zuvor, war früher kein besonderes Kennzeichen von Adel und Gewicht, damit allein galt keiner etwas.

So sind wir Millionen höchstwichtige Leute geworden, selbst der Dorfdepp mit dem Mistschubkarren.

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