Von der unlustigen Stimmtäuschung

Man kann jetzt maschinell Stimmen und ganze falsche Reden so simulieren, dass ein Großteil der Leute glauben wird, die Stimme des Erstopfers sei echt.

Wie funzte das, wäre ich für irgendeine Propagandaeinrichtung oder sonst eine Banditenversammlung interessant genug, mit meiner Stimme und meinem Redestil?

Ich denke, da spekuliere ich jetzt einfach mal frei heraus (von einem falschen Joe Rogan habe ich mal ein Redebeispiel gehört, das war verdammt täuschend echt), das sollte auch mit meiner Stimme und den entsprechenden schwäbischen Abtönungen inzwischen möglich sein.

Ich vermute aber, dass das bisher nur entlang eines gemessenen Vortrags so gelingen kann, dass nicht zumindest der mich kennt stutzig werden sollte. Da möchte es ziemlich schwierig werden, denn meine Rede ist seltenst gemessen, ob laut im Wort oder jenes in Buchstaben gesetzt.

Es gäbe nun die Möglichkeit, „mich“ einen Text in den Äther schicken zu lassen, der tatsächlich von mir stammt, einfach um über einen täuschend echten Stammelvortrag mein Ansehen zu ramponieren und mich mit vielen möglicherweise nötwendigen Protesterklärungen zu befassen. Nicht sehr wahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.

Sinnvoller wäre es für entsprechende Banditen wohl, eine ganze falsche Rede in die Welt zu setzen. Wer erinnert sich später der Gegendarstellung? – Wäre bei Widerspruch klar nachzuweisen, dass der das nicht war, über tiefere Rechnervergleiche und Stimmproben?

Die neue Technik, die schon viel weiter sein mag, als was ich von „Joe Rogan“ hörte, wird natürlich nicht gegen jeden kleinen Blöd wie mich eingesetzt – oder vielleicht plötzlich doch, weil inzwischen ein Antifant mitspielen darf oder einfach das Programm und die nötige Rechnerleistung an sich reißen konnte – , man will ja wohl nicht, dass jeder gar nichts mehr einfach so glaubt, an den Klimadreck und so, weil offenkundig dauernd gefälscht wird, jetzt sogar so: An bestimmten entscheidenden Punkten aber, indem zum Beispiel Trump gerade ins Koma gelegt ward oder ganz um, mag man zu diesem Mittel greifen. Wer interessiert sich, wenn schon Krieg ist, noch für die stimmliche Nachanalyse, die zwar belastbare, aber doch womöglich nicht endgültig beweisbare „Verschwörungstheorie“, der sei das am Sterbebett gar nicht gewesen?

Wir werden es hören, wie die heutigen Rosstäuscher und Wegelagerer mit diesem neuen wunderbaren Werkzeug umgehen.

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