Vom kommenden Kanzler

„Wieso haben Sie Hans Keller erstochen?“

„Es war Notwehr.“

„Wie wurden Sie angegriffen oder bedroht?“

„Es war ein Nazi.“

„Wie ging es weiter?“

„Er schimpfte mich einen Internationalsozialisten. Da musste ich mich wehren. Für alle. Der wäre womöglich ein neuer Hitler geworden.“

Das Urteil wurde zu Frankfurt am Main verkündet. Der Mordverdächtige wurde wegen unerlaubten Waffenbesitzes, das Messer hatte eine Klingenlänge von 20 Zentimetern, zu 200 Euro Geldbuße verurteilt.

Menschenrechtsorganisationen verurteilten das Urteil scharf. Hier habe sich eine unerträgliche Krimininalisierung eines vorbildlichen Verteidigers unserer Zivilgesellschaft Bahn gebrochen.

Der vom rassistischen Unrecht derartig Gegeißelte konnte dann auch nur wenig Trost darin finden, „angesichts dieser unglaublichen Sauerei von BRD-Faschisten in Roben“, dass Millionen an Solidaritätsspenden aus aller Welt bei ihm eingingen.

Einen erheblichen Teil davon will er trotz seiner schweren Frustrationskrise für Klimaprojekte spenden, indem er für den Parteivorsitz der Grünen kandidiert, eher ungern, aber weil ihm nicht nur seine autistische Schwester, Bürgerpflicht ist Bürgerpflicht, dazu geraten hat.

Aufgrund seiner stets aufrichtigen Haltung könnte er, obzwar Mann, durchaus Kanzler werden.

 

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