Heute auch noch „Q“

OK.

Heute mache ich auch noch „Q“.

Zunächst: Ich habe mich nur begrenzt mit dessen Krypterei befasst, aber doch einiges dazu gelesen, gesehen, gehört.

Ich bin da, wie wir als Kinder und Halbwüchsige gerne scherzten, krakrokritisch. Mir gefallen weder Vorgehensweise noch Ton.

Besonders habe ich noch dieses „Enjoy the show“ im Gedächtnis, und spätestens seit das kam und weltweit viele begeisterte, als wäre die Welt ein Kino, in dem man nur dem guten Trump zujubeln müsse, fürs Happy End, ist mir die Kiste höchst verdächtig, allzumal der Spruch ja gewissermaßen das Motto für „Q“s ganze Eigenshow ist: Er weiß, was kommt, die Guten regeln schon alles, er hat das Drehbuch.

O, der arme Q, der könne ja nicht anders, viele, wichtig, verstünden ihn in seinen verschlüsselten Botschaften viel tiefer, noch seien zu viele Schwarzhüte da, als dass er, oder vielmehr die Neue Heilsarmee, die hinter ihm steht, schon offen sprechen könne.

Naja. Irgendwie mag das schon sein, indes, ich gehe nunmal auch von mir selber aus: Wer mir so viele Gründe zum Misstrauen gibt, will der nur kleine Magnusse ausfiltern, wo sie hingehören, einfach hinter die Fichte führen?

Achja, der Gute weiß vorher schon, wann ein Terroranschlag wo passieren wird, kryptelt aber nur herum, macht nichts dagegen, bis dass der geschehen ist? So einer Type oder Mischpoke soll ich trauen?

Und dann noch „Q“. Mit dem Buchstaben tritt der an, und alle finden es genial, nur ich nicht. Hätte er sich „F“ oder „R“ genannt, er wäre mir weniger verdächtig. Den vielleicht missratensten und damit schrägmagischsten Buchstaben aus dem Alphabet geklaubt, zum Aufbau eines modernen Mythos‘? Das geht bei mir nicht leicht durch.

Er nennt sich „Kju“, sein Buchstabe, weil so schräg, braucht zur Aussprache drei Laute. Sehr kuhl das.

Jaja, ich übertreibe maßlos, das sind Sprachwissenschaftlerspinnereien, die in der wirklichen Welt nichts mehr verloren haben. Maschinen wissen heutzutage besser, wann, wowarum und wozu irgendwelche Buchstaben hingehören.

Zusammenfassend: Bislang rätsele ich lieber weiter an meinen Runen und Buchstaben oder einer Schachstellung herum, oder einer Ciceronischen Schrift, als an diesem frechen Herumgelümmel, das allerdings sehr gezielt zu einem heutigen Kult erhoben, wie als ob es eine Art Gegengreta.

Im Ganzen spricht viel dafür, dass das ein Menschengroßversuch ist und eine riesige Bauernfängerei.

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Den halben Scherz von oben beiseite: Das macht sicherlich nicht nur eine Maschine. Es riecht aber nach mächtiger Maschinenunterstützung.

 

Bisher 2 Kommentare

2 Antworten auf „Heute auch noch „Q““

  1. Ich weiß auch nicht, was genau Q bezwecken will, aber ich schätze, dass der Namen „Q“ eine Referenz zu Startreks Q ist, der ja eine magische Persönlichkeit ist.

    1. @ Hugin

      Der Mighty Quinn von Manfred Mann? Auch ein Magier. Der neue Quantencomputer von IBM? Der Q von James Bond? Ein Tech-Magier. – Der Angelsachse nimmt aber wohl zunächst ein alleiniges Q rein aus Gewohnheit als stehend für „question“, man kennt Q & A als Frage und Antwort. Insofern Q der Fragmagier…

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