Hebbe Grönemeyer will mit den Seinen diktieren, wie eine Gesellschaft auszusehen hat

Hebbe Grönemeyer brüllte jetzt vor voller Halle, das Wenn schwächelnder Politiker gegen Rechts für ihn klar gegeben: „Dann liegt es an uns zu diktieren, wie ’ne Gesellschaft auszusehen hat.“

Daran ergibt sich zunächst ein ganzes Bündel an impliziten und expliziten Fragen.

Meint Grönemeyer zu wissen, was alles zu diktieren sei, auf dass eine Gesellschaft aussehe, wie sie auszusehen habe?

Wer ist das „Wir“, an dem es liegt, das zu Diktierende zu diktieren?

Wie erlangt dieses unbestimmte Wir die Macht, das zu Diktierende diktieren zu können? Über Wahlen, wonach alle Wahlen abgeschafft werden, oder über Gewalt, womit darüber gar nicht mehr geredet werden muss?

Ist Grönemeyer bereit, den Oberdiktator zu geben? Ist er bereit, seine Millionen zu investieren?

Und dann noch „…’ne Gesellschaft“, hiemit eine Gesellschaft, damit jede Gesellschaft, sollen also die Chinesen, Russen und Amis genau seine Diktierrichtlinien übernehmen, sonst kommt der Hebbe mit seinen Wirs?

Wahrscheinlich hat der Hebbe sich keine einzige dieser Fragen selber gestellt, wozu auch?

Vielleicht hat er so weit gedacht, es gar dahingehend provoziert, dass man ihm das Wort „diktieren“ vorwerfen werde, er aber flugs parat hätte, dass linke Diktate nie wirklich welche seien, da sie den Menschen ja befreiten, und zwar alle Menschen, außer ein paar Nazis, die einfach zurecht im Knast sitzen.

Jaja, so einer wie der Hebbe, der muss nicht an die Details denken. Was sind schon hundert Millionen Tote. Der schaut einfach auf das große Bild.

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