Die Sprech isse schwör: Leutheit, Leutsheit, Volksheit?

Diesen smarten Justin Trudeau, kanadischer Premeierminister, jetzt ein wenig als falscher „Neger“ dumm aufgefallen, Überantirassist und Allintegrator, den sah ich vorhin eine junge Frau milde rügen, wie sie auf einer Veranstaltung von „mankind“ sprach, indem er sie korrigierte, da sei doch besser von „peoplekind“ zu sprechen, denn das sei integrativer, und alle waren begeistert.

Wie schaffe ich das nun politisch korrekt ins Deutsche?

Aus „mankind“ mache ich problemlos „Menschheit“ (noch problemlos, denn in „Mensch“ steckt, nur etwas verborgener, auch „Mann“), doch was mache ich aus „peoplekind“? Etwa Leutheit, oder Leutsheit? Oder gar Volksheit? Hilfe, am Schluss wird es doch wieder rechtsradikal.

Wie viele Genderpronomen muss ein kanadischer Professor inzwischen völlig ziel- und stilsicher anwenden, wenn er Studenten ansprechen will? Sind es immer noch nur über siebzig?

Also, auf Deutsche etwa übertragen, es, sie und er, ses, rie und ser, und siebzig mehr.

Übrigens gibt es für Nichtbeachtung Rausschmiss, siehe Jordan Peterson, und wer sich darüber lustig macht, riskiert empfindliche Geldstrafen, man hat dafür inzwischen eigene Schiedsgerichte, bei denen man als Ertappter lieber um Milde bettelt, denn die verhängen, was ihnen gerade gefällt.

Man denke nur nicht, dass Schweden und Deutschland in allem die dümmsten Länder seien.


Für „peoplekind“ gäbe es immerhin noch weitere deutsche Lösungen. Man könnte das „kind“ als „Art“ (wie in „that kind of chocolate“) übersetzen oder gar als „lieb“ oder „nett“ („they were very kind to me“), also die Leutsart oder die Volksart oder das Leut(s)lieb oder Volkslieb, das Leut(s)nett oder Volksnett.

Diese Verrenkungen hätte ich gerne einmal mit meinen alten sprachwissenschaftlichen Lieblingsprofessoren diskutiert, nur dass es solche zu meinen Studienzeiten noch gar nicht gab, obzwar ähnlicher Schwachsinn schon im Kommen war.

Für irgendeinen Sorosinstitut könnte ich unter falschem Namen wahrscheinlich sogar als weißer Mann, wofern ich mich nie persönlich blicken ließe, unter weiblichem Pseudonym, noch mehr derlei Unfugs über die Menschheit bringen, bestens bezahlt. Mindestens vergleichbarer Wortmüll wie den gefühlten fünfhunderttausend Professorinnen für Gender Studies fiele mir gewiss ein. Wortbildung rückblickend, wie auch aufs Schrägste hin, blieb nämlich immer mein Steckenpferd. Aktiv allerdings eher zum Spaß, für eine momentane Wirkung, nur gelegentlich, um der deutschen Sprache vielleicht eine sinnige, dauerhafte Erweiterung oder Präzisierung hinzuzufügen. Bestens bezahlt gen Absurdistan, das wär’s also. Leider bin ich dafür nicht korrupt genug. Daher lasse ich mich lieber beschimpfen, welches Pseudopronomen man dabei für mich verwendet, das ist mir schnurz.

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