„Cancel Culture“: Abbruchkultur – Schwachkopfkultur – Knallkopfkultur?

Wir gewahren schon wieder einen eleganten neuen Begriff aus der Welt der Angelsachsen: „Cancel Culture“.

Diese keineswegs neue Form der „Kultur“, die wir auch in Deutschland als immer mehr grassierend erleben dürfen, besteht im Wesentlichen darin, dass man öffentliche Veranstaltungen durch unverhüllte Drohungen und Denunziation und Scheißestürme verhindert, oft verbunden mit Gewaltaufrufen, Firmen massiv unter Druck setzt, bestimmte Produkte vom Markt zu nehmen, Werbekampagnen zu stoppen und sich überdies dafür zu entschuldigen.

Meist sind es sogenannte „social justice warriors“, die „Nazis“, „Faschisten“, „Rassisten“, „Klimaleugner“, „Homophobe“ „Transphobe“, „Frauenfeinde“ undsoweiter (unter diese und ähnliche Kategorien wird beliebig jeder gestellt, der Gedanken und Ideen äußern will, die diesem neuen Adel nicht passen) nicht mehr zu Wort kommen lassen wollen.

Das Grellste daran ist, dass man hier mit dem Begriff „Kultur“ hantiert, im Zusammenhang mit Verhinderung und Abbruch, indem Kultur vom lateininischen „colere“ abstammt, von bebauen, bewohnen, hegen und pflegen, also dem Gegenteil jedes Abreißens oder Abbruchs.

Wir haben es daher mit einem Oxymoron zu tun, einer Gegensätzlichkeit in sich.

Vom Griechischen her stammt dies Wort von „Oxy“ und „Moron“ ab. Von verschärftem Schwachsinn.

„Moron“ bedeutet auf Englisch allgemein Schwachkopf.

Kulturzerstörung als Kultur.

Mao lässt grüßen.


„Cancel Culture“ hat lautlich einen schönen K-Stab, kriegte ich das tatsächlich irgendwie auch auf Deutsch, ebenfalls mit nur vier Silben, einigermaßen sinnig hin?

Schwachkopfkultur?

Knallkopfkultur?

 

 

Bisher 2 Kommentare

2 Antworten auf „„Cancel Culture“: Abbruchkultur – Schwachkopfkultur – Knallkopfkultur?“

  1. Ich gehöre zwar nicht zu dieser „Abbruchkultur“ bzw. höre den Begriff heute zum ersten Mal, aber wenn Firmen unter Druck gesetzt werden, um bestimmte Produkte vom Markt zu nehmen, finde ich das gar nicht so schlecht. Denn viele Produkte sind ja auch schlecht. Zum Beispiel, das in Lebensmitteln zu viel Zucker ist und somit die Diabeteserkrankungen wirklich schon pandemiehaft ansteigen, was auch bewiesen wurde. Die Frage warum die Lebensmittelindustrie dieser Aufforderung vieler Gruppierungen wie zum Beispiel Foodwatch zeigt einfach, dass die Gesundheit ihrer Kunden diesen Firmen egal ist, und das es nur noch um Profit geht.
    Fazit: Was soll daran jetzt falsch sein diese Firmen unter Druck zu setzen? Das hat doch mit Abbruchkultur oder Schwachsinnskultur oder wie auch immer, überhaupt nichts zu tun.

    1. @ Wolfgang Kurz

      Die Frage ist natürlich, wie Firmen unter Druck gesetzt werden. Und welche und warum beziehungsweise warum nicht. Coca-Cola z.B., seines Zeichens eines der größten Zuckermonster, zumal Kinder befallend: Diesen Sponsor hätte die UEFA zur Fußball-WM natürlich ablehnen können…
      Im Artikel geht es aber wesentlich um die freie Rede. Um Zensur. Um die Gefährdung von Veranstaltungen, von Leib und Leben Andersdenkender. Darum, wie schnell man seinen Job verliert und zu einer persona non grata wird, wenn man nur mal einem von den Bösen ein Interview gegeben hat oder auch nur sich mit einem solchen angeregt unterhaltend gesehen wurde. Um ständige Denunziation und Bedrohung und Einschüchterung.

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