„Steuer“ kann eben doch so übel klingen wie „Tax“

An vielen Stellen hat das Englische unbestreitbare Vorzüge.

Ich nehme mal nur ein Wort her, aber dafür gleich ein weltwichtiges.

Auf Deutsch heißt es „Steuer“ oder „Steuern“.

Nun, wer sitzt nicht gern am Steuer oder will steuern, es legt sich doch, auch klanglich, recht harmonisch ins deutsche Sprachbett.

Dann aber „Tax“ und „Taxes“. Da klingt gar nichts sanft aus. Ich habe als junger Kerl in den USA beim Trampen Leute erlebt, die das Wort in Höchstverachtung, geradezu als Sinnbild alles Schlechten der Welt, herausschleuderten, weit grimmiger als „Fuck!“ oder „Bitch!“ oder „Scam!“ oder „Crook!“.

Klar, da kommt die Sprache mit der Mentalität zusammen.

Allerdings, wenn man das „sch“ am Anfang von „Steuern“ und Zwischenanfang von „besteuern“ richtig lange hochgradig zischen lässt, das „t“ dann gewaltig explodieren, denn Rest dann fast schon alswie in einem letzten todesnahen, verächtlichen Ausatmen in seine eigene eigengefallene Brust und dabei ins Gehör aller senkt, Übung mag nottun, so hat auch der deutsche Steuerverächter seine Möglichkeiten. Es ist in dem Falle im Deutschen lediglich nicht so einfach.

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