Magnus im Fruststreik – Rettungssuche im Meerschaumtraum mit Greta auf Malizia II

Ich habe mir schon drei Links rüberkopiert, bei zweien geht es nur um den neuesten Klimaschwachsinn, beim dritten immerhin von höchster deutscher Stelle zum Thema Stromausfall, da verschweigt man so gut als möglich einen, wenn nicht den Hauptgrund der Gefahr, nämlich den unzuverlässigen deutschen Ökostrom.

Aber, tut mir leid, lieber Leser, ich werde alles nachholen, nur heute ertrage ich es einfach nicht, darüber ernsthaft zu schreiben, ich brauche eine Pause von diesen dreisten Narreteien und Verschleierungen, dieser Niedertracht und diesem beliebigen Wegschieben und Umwerten noch der schlagensten Einwände und größten Fragezeichen.

Um Sie nun nicht mit diesem Ende in meinem geoffenbarten Fruste versinken zu lassen, auch zu meinem seelischen Ausgleiche, sollte ich jetzt ein Jokundativ zur Wirkung bringen, also etwa einen kleinen Schwank, eine nette Anekdote, eine Idiotenkurzgeschichte oder einfach einen Witz.

Also gut.

Auf der Greta-Regatta auf der Malizia II von Monaco nach New York geht einer im Nordatlantiksturm über Bord. Man kann ihn nicht retten, der Dokumentarfilmer aber filmt bis zu seinem letzten Abtreiben. Das YouTube-Video geht unter dem Titel „He gave his life for our climate“ viral. Die Seite bricht bisweilen zusammen. Über 700 Millionen Klicks in zwei Tagen. Die ganze Welt weint um den Helden, alle reden von nie dagewesenen Stürmen und Wellen und Schäumen und Gischten und Grundseen und dem damit sichtbar nachgewiesenen steigenden Meeresspiegel. Greta erklärt zur Aufnahme unter Tränen, sie habe den Mann noch kurz zuvor gewarnt, da oben nicht mehr herumzuturnen, da sie das sich über dem Meer ballende böse Gas kommen gesehen hatte. Er habe ihr nicht geglaubt. Es sei furchtbar.

Indem nach und nach herauskommt, dass da gar keiner starb, nicht nur, weil man keine Leiche findet, was auf hoher See eher normal, sondern kein real fehlendes Besatzungsmitglied, erklärt Gretas Management, dass man natürlich nur habe wachrütteln wollen, zeigen, was jederzeit mit jedem Seefahrer und Küstenbewohner geschehen werde, steuere man nicht sofort und nachhaltig um. Ob man etwa hätte wirklich einen Menschen opfern sollen, die Leute in die notwendige Panik zu versetzen?

Gretas Steh- und Sehvermögen wie die menschenfreundliche Weitsicht, wenn nicht Weisheit ihrer Berater, werden allsamt gelobt, die Medien überschlagen sich mit Forderungen nach neuen Steuern und Vorschriften und zumal danach, den Klimaleugnern endlich richtig das Handwerk zu legen.

Weiter kann ich Ihnen jetzt ehrlich noch nichts davon erzählen, denn in meinem Traum war das jetzt.

Anschluss

Eben fällt mir ein, dass der Traum doch noch nicht zuende war, jetzt also noch nicht jetzt.

Verschiedene Psychologen- und Feministinnenverbände sind auf den Plan getreten, meinen, dass es unverantwortlich gewesen sei, eine Minderjährige, die unter einem unvergleichlichen Druck steht, dem Törn ausgesetzt zu haben. Greta werde noch lange gebraucht werden, sie da so in den Fluten zu verheizen, das sei, gerade mit Blick auf Weltklima und ihrer Bedeutung für die Verbreitung von Panik schlicht unverantwortlich.

Man äußert zwar noch nicht ausdrücklich den Verdacht, dass Gegenmächte das Geschehen rund um Greta wesentlich unterwandert hätten oder gar schon in ihre Kontrolle genommen, doch es hängt ein schwerer Geruch in der Luft.

Andere Psychologen- und Feministinnenverbände wiederum sehen es als eine Ungeheuerlichkeit an, wie da eine junge Frau, gerade aus Autarkie, äh, Autismus und sonstwas erfolgreich herausgekommen, als nicht genesen, als Willenlose dargestellt werde, womöglich mit der Absicht, sie in alte Finsternis zurückzustoßen.

Es hat sich daraus inzwischen ein Zickenkrieg entwickelt, dass nur noch ein paar sehr mutige sehr schwule Männer auf die Talkshows gehen, wo der ausgetragen wird. Selbst die frechsten Transen trauen sich da nicht mehr hin.

Nun kam der Eklat. Eine evangelische Bischöfin hat erklärt, dass man eine Greta, gleich einer Hildegard von Bingen, nicht nach normalen psychologischen Kriterien entlang ihrer Aussagen und ihres Gebarens messen könne, da solche, ständig verfolgt, ja manches verschlüsseln mussten und müssten, sozusagen die herrschende Kaste zum Guten hin ein wenig hinters Licht zu führen, um den göttlichen Funken, der ihnen ganz besonders übertragen, zu einer Fackel zu entfachen, die die ganze freie Welt erleuchten werde.

Das gab meiner Erinnerung wohl wiederum erstmal den Rest, denn ich war im Traum wohl zu aufgeregt bezüglich der folgenden Reaktionen, schließlich war es undenkbar, selbst im Dämmer dessen, dass der Zickenkrieg damit beendet sein werde.

 

 

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