Greta fährt zu Millionen Anhängern nach Chile? Greta schafft das.

Im Video oben werden noch einmal fragwürdige Fragen zu Greterchens Mondfahrt gestellt. Sehr gute Arbeit.

Inzwischen soll Gretchen eine Großdemo vor dem New Yorker Hauptquartier der Vereinten Nationen angeführt haben, es sollen bis zu hundert echte Demonstranten gekommen sein, wohl mindestens nochmal so viele Schaulustige und Journalisten, die meisten davon vermutlich deutsche Touristen und eingeflogene Reporter von Spiegel und Stern.

Potzblitz! – Manche Brauereischließung in Oberfranken kann kaum mehr Protest als zweihundert Leute auf die Straße bringen, obzwar die ganze Welt dazu den Atem anhält, und das kleine verlorene Gretchen, das schafft auf Anhieb hundert! In New York!

Achja, der Artikel einer seriösen Zeitung, der mir diese Kunde verschaffte, erwähnte zudem verschämt, dass in der Stadt noch bis zum 5. September schulfrei sei, man also fürs Kommen nicht einmal die Schule schwänzen musste. (Allerdings wäre das in den USA wohl nicht so leicht gelitten wie bei uns; umso mehr hätte die Gelegenheit genutzt werden müssen.)

Rechnen wir nun die üblichen zwölf Jahre Schulpflicht, so werden wohl gut eine Million Schüler diese geradezu einzigartige Möglichkeit, mit Greta etwas gegen den Großbrand unseres Hauses Erde zu tun, verstrichen lassen haben. Woran man sieht, dass Trump selbst die linkestliberalste, klimaalarmistischste New Yorker Jugend fest in seinem Banne hat. Der Schuft.

Waren Gretas Hinterleute so gar nicht in der Lage, bei uns geht sowas doch auch, da wenigstens ein paar hundert Antifantensöldner antreten zu lassen, wo man in New York die U-Bahn nehmen kann, nicht einmal Sonderbusse braucht?

Wie man sieht, sind die USA ein Klimaentwicklungsland, weshalb die UNO auch von dort weggehört. Wäre der Hauptsitz Frankfurt am Main, oder Offenbach, oder Darmstadt, Tausende Bewegte wären fürs Klima neben Greta gesessen.

Und nun heißt es doch wieder, Greta wolle im Anschluss an ihren Triumphzug innen im UNO-Gebäude gen Chile auf einen nächsten Gipfel weiterreisen, nur wie, das scheint noch nicht geklärt. Denn mit der Bahn dauert das von New York aus lange, und streckenweise gibt es gar keine Bahnverbindung, zwischen Panama und Kolumbien traut sich kaum ein Nichtbandit auf die Dschungelpisten. – Wird also, wieder mit der Rennyacht, der Panamakanal, unter Verlust des Lebens tausender Sklavenarbeiter durch den amerikanischen Kontinent gesprengt, herhalten müssen? Oder wagt sich Gretel jetzt doch auf die Fahrt um Kap Hoorn? Benannt nach einer Stadt koloniengieriger weißer Niederländer (denen gehörte auch mal Manhattan)? Oder durch die immerhin natürliche Magellan-Straße, benannt nach dem ersten Weltumsegler, dessen weiße portugiesische Nachfahren soeben den Regenwald in Brasilien abbrennen?

Auf jeden Fall wird es wieder spannend. Allein schon, weil es selbst durch den Panamakanal oder über Land, Luftlinie schon fast das Doppelte wie über den Atlantik, über den Kanal mehr als das, landwärts könnte es fast das Dreifache werden, um Kap Hoorn herum oder durch die Magellanstraße das Fünffache, alles gerundet.

Indem Gretchen nun nicht mir der Bahn von New York nach Chile fahren kann, jedenfalls nur streckenabschnittweise, immerhin sollte es über Tucson, Arizona, ein bisschen Bus bis zum mexikanischen Nogales, quasi ein Nahverkehrsbus, bis an die guatemaltekische Grenze reichen. Ab da gibt es bahnmäßig bis Kolumbien und Ecuador kaum noch etwas. Aber, hat Gretchen es bis Kolumbien geschafft, von da aus mit dem Bus runter, das sind nur noch ein paar Tage.

Es ist so ähnlich wie bei Jules Vernes „In achtzig Tagen um die Welt“: Kann hier die etwa dreifache Entfernung als mit dem Rennboot auch mit Bus und Bahn überwunden werden, in ebenfalls zwei Wochen, weil Busse und Bahnen nunmal schneller sind?

Ich peile das jetzt mal über den Daumen. Von New York bis an die guatemaltekische Grenze, das sollte in fünf Tagen zu schaffen sein, vielleicht in vier. Mit einem eigenen Direktbus in gut drei. Man führe ja auch nicht über Nogales, also hintenrum.

Guatemala, El Salvador, Nicaragua (dazwischen wird es immer noch Motoreinbäume geben, um über den Golfo de Fonseca zu setzen), Costa Rica, Panama, erste Grenzstadt Kolumbiens. Mit einem Porsche-SUV, zwei sich abwechselnden, sehr sportlichen Privatchauffeuren und genügend Cash zum Schmieren von Polizisten und Grenzern, Straßenräubern, Milizionären, gelangweilten Drogenschmugglern undsoweiter, könnte auch das in vier bis fünf Tagen zu schaffen sein. Dann noch bis Santiago. Nochmal vier bis fünf Tage werden wiederum verdammt knapp.

Greta schafft das.


Da fällt mir noch ein, dass die Öko-Haferantriebsvariante, mittels derer eine Depesche schon in der Römerzeit an einem Tage bis zu tausend Kilometern weit verbracht werden konnte, von Reiterstaffeln, die Reiter alle schwerer als Greta, zwei Stunden Galopp, nächstes Spitzenpferd, noch zwei Stunden, nächstes und neuer Reiter: da wenn von New York bis Santiago die Ställe stünden, könnte es auch so knapp reichen. Viel mehr Geschüttel als auf der Jacht wäre das für Greta auch nicht.


Soll aber nicht in zwölf Jahren die Welt unrettbar verloren sein, drehen wir nicht alle sofort durch? Wieso schwimmt Greta nicht nach Chile, das Begleitboot mit Süßwasser und Tofu kann ja ein Holzsegelboot sein, das immer parkt, wenn sie eine Pause braucht, damit das Ergebnis nicht verzerrt wird. Vierundzwanzig Stunden live das schwimmende Greta, in den Pausen erklärt sie, wie gut sie inzwischen beim Schwimmen schlafen kann, von ihren Gesprächen mit Delphinen und Makrelen, Unterredungen mit Kalamaren über den Zustand des Planeten. Sie sollte in der Tat schwimmen, bevor das Meer so ausgetrocknet wie Teile Mexikos und noch mehr Chiles.

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