Epstein-Saga: Bröseliges von bröseligen Nackenknochen

Zunächst möchte ich mich im Zusammenhang mit dem vorgeblichen Selbstmord Epsteins bei allen Lesern dafür entschuldigen, dass ich Selbststrangulation insgesamt als eine extrem schwierige Sache dargestellt habe: Es ist wohl nicht einfach, aber es haben schon Leute gschafft, indem sie ihr Eigengewicht in eine Schlinge gaben.

Nun aber gibt es einen – bislang nicht im geringsten detaillerten, etwa mit Röntgenaufnahmen – Autopsiebericht, der sich darauf festgelegt hat, Erhängen sei die zweifelsfreie Todesursache, der Weg dahin Selbstmord.

Man hat aber auch erklärt, dass das Zungenbein und „mehrfache Nackenknochenbrüche“ vorhanden seien: und da sind sich doch schon viele Mediziner einig, dass das mit dem Zungenbein gerade noch irgendwie möglich sei, bei dem angegebenen Verfahren mit der Bettwäsche, der Rest aber so gut wie ausgeschlossen.

Und flugs sieht man in den US-Medien alle möglichen Leute, für die mit der schmallippigen Autopsieerklärung die Frage nach der Todesursache ad acta, sie lenken die Sache systematisch in Richtung der Frage, wie man so nachlässig sein konnte, Epsteins Abgang erst möglich zu machen, auch dass die armen Opfer Gewissheit bräuchten und Gerechtigkeit dazu, wobei sie bei der Frage nach Kameraaufzeichnungen auch von den Fluren drumherum, sichtlich zusammenzucken und ausweichen. Auch das Thema Gesichtsfarbe- und Gesichtsausdruck, das wir von dem einen Einlieferungsbild herhaben, wird nicht angesprochen. Ich will mich als Laie nicht schon wieder zu weit aus dem Fenster lehnen, ich weiß nicht, wie man nach so einer Selbsterhängung normalerweise aussieht.

Und während die britische Presse umfässlich berichtet, wird man in der deutschen eher zum Psychiater (Verschwörungstheoriekränke) geschickt als näher informiert, wenn man an diesem Selbstmord zweifelt. Man versucht, die Sache irgendwie an ein Ende herunterzunudeln, der Schuft hat sich den Garaus gemacht, womit (hoffentlich, das steht zwischen den Zeilen) wohl auch bald der ganzen Sache.

Eine neue Würze aber bekommt die Saga durch jetzt aufgetauchte Zivilklagen, da geht es natürlich nicht mehr um die Verurteilung Epsteins, aber im Sinne von Schadensersatz um sein Geld. 100 Millionen Dollar Forderungen scheinen schon im Raume zu stehen, richtig fette Anwälte, für die schon die PR allein fett wird, reiben sich ihre fettigen Hände. Man rechnet sich wohl aus, dass man jetzt lieber vorsichtig sein wird, also weder Mandantinnen noch Anwälte dieser Art ausradieren, unter den eigenen Rasenmäher oder den Schminktisch gefallen oder so, dass es jetzt noch saftig was zu holen gibt.

Dies nun könnte indirekt auf die staatlichen Ermittlungen bezüglich des Selbstmordes wie auch insgesamt die Weiterverfolgung von Mittätern Epsteins erhebliche Auswirkungen haben, eine sehr ärgerliche, nicht leicht kalkulierbare Variable darstellen, zudem, weiß schon einer von den Erben? Lassen die sich, egal ob Staat oder Stiftung, Verwandte oder sonstwer, das ganze schöne Geld, die stattlichen Anwesen, die zauberhaften Karibikinseln obendrein, einfach so abziehen?

Die Sache mit den multiplen Brüchen scheint derweil ein Problem, das nicht so einfach aus dem Knast und der Forensik zu bürsten, man darf gespannt sein, wie das weiter ausgeschachert wird.

Vier bundesstaatliche Untersuchungen soll es geben, aber die New York Times, für die sind alle kritischen Denker Verschwörungstheoretiker, denn zu fragen gibt es zum Selbstmord Epsteins nun wahrlich nichts mehr, keinerlei Hinweise, nüscht:

Achja, liebe bunte Diversity-NYT, laut Ihrer Definition haben Sie in dieser Sache jetzt wohl mit weit über 80% spinnerten US-Verschwörungstheoretikern zu tun, über jede ideologische, rassische und Einkommensgrenze hinweg. Aber es reicht ja, wenn die 10% Vernünftigen die Zeitung kaufen. 1% wäre schon klasse.


Und hier haben wir jetzt noch eine nette Unter- oder Beiverschwörungstheorie der Extraklasse, die mutmaßliche Kinderpuffmami ist mit hochinteressanter Lektüre bewaffnet höchst zufällig jetzt also aufgetaucht:

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