Epstein hat plötzlich zwei US-Jungferninseln – der Krimi bleibt spannend

Über drei Wochen ist es jetzt her, dass der Clinton- und Dershovitz-Freund Jeffrey Epstein verhaftet wurde, und eben erst erfahre ich, dass er wohl 2016 zu seiner längst allseits bekannten Insel Little St. James Island noch die etwa doppelt so große Insel Great St. James Island dazugekauft haben soll, dort, wie wohl schon auf der Erstinsel zuvor, in großem Maßstab illegale Bauprojekte auf den Weg brachte, wofür ein paar lächerliche Strafen zahlte.

Potzblitz, was geht da vor sich? Sowieso, warum wurden diese Inseln noch immer nicht durchsucht, bei Epsteins Haus in New York ging das doch auch? Haben die US Virgin Islands wirklich einen so unklaren rechtlichen Status, dass das irgendwie nicht geht? Was ist da faul?

Ich habe, indem ich die Sache mit großer Aufmerksamkeit verfolge, noch keinen US-Journalisten auch nur diese nahliegenden Fragen stellen gehört, was mich sehr stutzig macht, denn das Thema ist auch in den großen Medien keineswegs tot.

Hier könnte der Hund begraben liegen, nur abhängig Beschäftigte zahlen dort sehr geringe Steuern, Reiche gar keine:

https://en.wikipedia.org/wiki/Taxation_in_the_British_Virgin_Islands

Will man etwa die vielen anderen armen Milliardärchen und Firmchen nicht aufschrecken, Geldwäscher und Steuerbetrüger aus aller Welt? Was, wenn welche ähnliche Tempel und unterirdische Anlagen illegal gebaut haben, und das kommt unter die Lupe?

Inzwischen dürften auf beiden Inseln alle relevanten Beweismittel vernichtet sein, in drei Wochen kann man viel kärchern und schrubben und verbrennen und im Meer versenken. Irgendwelche unterirdische Stollen und Bunker sind kein Beweis für gar nichts.

Insofern liegt auch der Verdacht nahe, dass man den Tatortreinigern mit Absicht genug Zeit gegeben hat, wofür es „gute“ Gründe geben kann: man mag befürchtet haben, dort viel mehr zu finden, als gefunden werden soll. Ja man mag wie weiland jener Acosta einen deutlichen Wink bekommen haben, der Epstein, behauptete er, damals so empörend glimpflich davonkommen ließ, weil er die Ansage erhalten habe, der sei geheimdienstwichtig.

Allemal, wo das Notwenigste und Naheliegenste nicht angegangen wird, dies merkwürdigerweise kaum hinterfragt, drängt sich der Verdacht der Veranlassung wie der Beihilfe zur Verdunkelung im Amt auf. Ich bin mir sicher, für sone Sachen gibt es in den USA potentiell weitaus saftigere Haftstrafen als bei uns. Der Epstein-Krimi bleibt spannend.

Bisher kein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.