Ab morgen bezwingt Hybris-Greta die Weltwasser

Das Ausloten des Epstein-Ablebens und der Reaktionen darauf hat mich die letzten Tage etwas vom Heiligeren Wege abgebracht.

Die Sache mit der Jacht „Malizia II“ ist klar, morgen soll mit einem deutschen Profisegler, mit Greta und Eigner Casiraghi, Gretas Paps und dem Dokumentarfilmer, der den Blockbuster des Milleniums produzieren wird, von Plymouth aus in See gestochen werden.

Der deutsche Skipper macht das natürlich alles ganz umsonst, spart dabei aber nicht an aufschlussreichen Interviews, bekennt Demut, dass er von Greta auserwählet, auch, dass er sich ihrethalben auf der Fahrt vegan ernähren wolle, er habe schon darauf trainiert, sowieso werde es karg, da nur Gefriergetrocknetes.

Nun, wenn man keine Hartwurst und ein paar Zwiebeln und haltbares Brot mitnehmen kann, keine veganen Raviolibüchsen oder sonstwas, wird man wohl mit Astonautennahrung, vegan, entlangkommen müssen. – Aus Carbonfaser sei die Rennjacht des Rennfahrers und Heli-Taxivermieters, was aber nichts macht, denn da ist der Kohlenstoff ja wiederverfestigt.

Nun, wenn es morgen tatsächlich losgeht, hat man bis zum 23. September sechs Wochen für den Törn nach New York. Ich denke, das erwartete man im 18. Jahrhundert von jedem englischen Öko-Kriegsschiff, auch wenn viel gegen den Westwind zu kreuzen.

Ich weiß allerdings nicht, ob es besonders verantwortlich ist, ein auch körperlich sichtlich zurückgebliebenes Mädchen mit mehreren psychischen Störungen, ohne Hochseeerfahrung, als Superstar der Weltenretter, so verlogen im ganzen „Set-up“ auch noch, mitzunehmen. Es kann da wirklich rauh werden, es ist der Nordatlantik, es sei denn, man fährt unten herum, da kann es aber um diese Jahreszeit immer noch Taifune geben, und eng ist es an Bord auf jeden Fall.

Die das mitmachen und toll finden, Erwachsene, die sind für mich mindestens so gestört wie das arme Mädchen, wenn nicht gnadenlos, bis aufs Letzte rücksichtslos.

Auch die Botschaft, die Symbolik an sich! – Wer hat denn Zeit, das Geld, in einer Superrennjacht eines Multimillionärs des europäischen Hochadels über den Atlantik zu segeln? Oder wird dazu eingeladen? Was soll das den Leuten sagen, die normal zur Arbeit müssen?

Das ist auf jeder Ebene ein Schmierenstück, ein Hohn auf alle normalen Leute, blanke Hybris.

Dem Mädchen ist zu wünschen, dass es nicht in Panik geraten möge, so, wie es ihr Erlösungsprogramm für alle.

 

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