Weshalb hat Google allen Freidenkern den Krieg erklärt?

Ich verstehe noch immer nicht, weshalb Google sich derart überstürzt und gleich grob dreinschlagend den offenen Krieg gegen alle Freidenker des Planeten erklärt hat. So merkt es doch jeder. Viel zu schnell. Normalerweise ist das unprofessionell.

Hat der Google einen Plan, wie er am Ende obsiegen will, man keinen widerständigen Italiener nicht einmal mehr in Italien selbst wird auffinden und hören können, wenn es ihm nicht passt? Wie ausgeflippt sind diese Leute?

Klar, scheint es, die meinen, die Herrschaft über die Jungen, die Feiglinge und Mitläufer und Minderbemittelten und geilen Begünstigten, das gebe schon so eine satte Mehrheit und damit Macht, dass man den Rest der anderen dann schon eingemeinden könne, so oder so, man meint, den ja sowieso nicht zu brauchen, und für den Rest vom Rest wird man sich dann schon noch etwas einfallen lassen, die Human Research Unit ist schon dran.

Ist es nun mein Unglaube, so einfach könne das vonstatten gehen, ist es mein anderslautender Wunsch, der meine Einschätzung trübt? – Kurzum, ich kann weder in Strategie noch Taktik Sinn erkennen. – Was aber wiederum beabsichtigt sein könnte, allgemein, oder ich halt nur zu dumm, dabei indes so chaotisch und rufschädigend, dass es eher eines angefressenen Dämonens Wahntraumnacht entsprungen, als klar kalkulierter Überlegung.

Das offizielle Manifest zu Youtube vom 5. Juni (ich denke ich erinnere recht, ich griff es auch auf) war der offene Fanfarenstoß. Es ging dann auch sehr schnell richtig rund. Man lese das Teil mal. Was für eine wirre Schlamperarbeit.

Da schüttelte ich ganz besonders mit dem Kopf und befrug mich erst recht noch einmal: „Wie können die an der Stelle mit einem derart schäbigen, verquasten, undurchdachten, unzusammenhängenden, ja verräterischen Text zu genau dieser Sache an die Weltöffentlichkeit gehen? – Zu Zensur und Meinungsfreiheit!

Ich fürchte, ich werde diesen Text noch einmal lesen müssen, vielleicht noch öfter. Immerhin ist es ein jetzt schon historisches Zeitdokument – auch wenn das die meisten noch nicht begriffen haben – , und gleichzeitig frägt man sich, ob man es denn mit Clowns zu tun habe, so wird da vermengt und durcheinandergemischt, um dies dann zu ganz unkonkreten bis halbkonkreten Schlüssen zu führen, ein lächerliches Pamphlet.

Der Text ist von Leuten geschrieben, die auf der Logik- wie der Lügen- wie der Schreibschule nicht besonders gut aufgepasst haben müssen. Es hilft nichts, wenn die meisten erst mal nichts merken oder sagen oder es gehört werden soll: So etwas, das ist ein medialer Mühlstein, der ganz schnell, oder erst langsam, doch stetig immer schwerer und noch schwerer werden kann. Denn es ist nachweisbar, viel davon, was Google danach, daranentlang mit wem gemacht hat.

Diese Texter von dem Google da, die vertragen entweder die kalifornische Sonne nicht, oder den starken Hanf, ja beides, anderes, oder sonstwas. Oder sie sind in einem Wahnkult, der sie jede Schreibkunst vergessen ließ, soweit sie einer solchen je mächtig gewesen wären. Potzblitz! Da geht es um die Untertanmachung des Planeten, die Ausschaltung jeglicher Opposition im öffentlichen Raum, und man engagiert bestenfalls drittklassige Texter für eine der schwierigsten Aufgaben die vergeben werden können. Lach.

Mir gefällt das natürlich besonders, denn ich kenne die Texterpreise. Die haben Aberzigmilliarden für alles, aber wenn es um die große Übernahme geht, die endgültige, dann haben sie die Pfennige für die Schreiberlinge nicht. Oder sie hören den guten einfach nicht zu. Die ihnen sagen, dass man das jetzt nicht so hinschreiben könne, wie der Herr es will, da es zu dumm und abstrus daherkäme. Ja, so haben sich auch schon andere von den besseren Schreibern bis zu den verkommensten drittklassigen hinuntergehangelt. Irgendwann kommt man auf den Afterdichter. Und so mag es hier ein Fallbeispiel sein.

Kurzum – wie oft sage ich das hier noch? – , das alles ist zitterig, tatterig, unkoordiniert, schlecht erklärt, undurchsichtig, verdächtig, einseitig, hinterfotzig, manipulativ, verschleiernd, unterdrückend, beliebig, ohne echte Erklärung im Einzelfall, noch mehr, das aber schon sicher: Was sind das für abseitige Leute?

Ich bin jetzt im Grunde auch froh, dass all dies so schnell und so offen und zumal, wie dargelegt, meines Erachtens nicht klug angelegt, geschieht; mir wäre wahrscheinlich unwohler, hätten sie den Strick langsamer und bedachter angezogen; jetzt ist es, wie es ist, und sie haben sehr schwere Fehler gemacht, einige sind unbestreitbar. Und mit jeder weiteren merkwürdigen Bilderzensur leiten sie immer noch mehr Wut und Verdacht, achwas, am Ende Beweise auf sich, indem sie recht unbedacht zu einer Art letzten Schlacht angetreten, am Ende gegen die besten Denker.

Man kann es auch so sehen: Man hat einen neuen Klerus, eine entscheidende neue Priesterkaste, so schnell aufgebaut, dass die schon in Aufgaben geworfen, für die man früher viel länger hätte lernen müssen, dazu der heutige Stress, die strukturelle Ungebildetheit vieler dieser Leute gemessen an früher, so ungebildet, dass sie nicht einmal wissen, wie man, wenn es darauf ankommt, angemessen lügt.

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