„saveMeinungsfreiheit“: Nachbetrachtung zum Vorgängerartikel

Die Sache mit der neuen Initiative für Meinungsfreiheit – „saveMeinungsfreiheit“ – lässt mir jetzt doch keine Ruhe, vielmehr, wie auch von den Initiatoren zum härtesten Mittel im Meinungskampf gegriffen wird, nämlich dem Vergleich der Machenschaften der Gegenseite mit der Judenverfolgung im Dritten Reich.

Die Sprüche dazu und die Grundrituale sind inzwischen so eingeübt, dass man wohl meinte, das könne, ja müsse man sozusagen als Impetus mitnehmen, wolle man Wirkung erzielen.

Selber das Böseste aufbieten, um maximale Wirkung zu erzielen. Die meisten Mitwirkenden sich dessen wohl kaum bewusst.

Den einfachen Zusammenhang nicht gesehen oder für völlig unerheblich gehalten zu haben, dass der Judenvergleich, bei einer Forderung nach Meinungsfreiheit, geradezu abstrus erscheint, das ist reichlich töricht. Wohinter auch eine Absicht stecken könnte, wer weiß.

So oder so, da tritt ein deutschsprachiger Haufen von Netzvagabunden, Bauchladenbesitzern und mittleren Verschwörungsmarketendern auf und stellt sich im Beispann unter den Judenvergleich. (Niemöller) Die ganze Sache unter diesen Vergleich.

Tut mir leid, liebe Leute, hätte ich zum Beitext was zu sagen gehabt, das hätte so nicht stattgefunden oder ich unter Protest die Veranstaltung verlassen.

Aber vielleicht klappt es ja ganz prächtig, das mit dem Judenvergleich, und es kommt eine spitzenmäßige Meinungsfreiheit dabei heraus.

Das mit den Netzvagabunden undsoweiter war natürlich nur eine satirische Draufsicht im Sinne des Establishments; es sind sehr beachtliche Leute an der Initiative beteiligt.

Bisher kein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.