Epstein: Jenseits von Hollywood

Der Fall Epstein ist schon mit seinen bislang entdeckten Verzweigungen derart bizarr, dass kein Drehbuchautor mit einer ähnlichen Geschichte in einem halbwegs ernstgemeinten Krimidrama damit hätte landen können.

US-Präsidenten, Whiskymilliardäre, Royals, Hollywoodstars, Menschenforschungsprogramme in Harvard, Pornoinsel mit Gruftbrand, hineinverschakalter Minister tritt zurück, ein alter abgelaufener falscher Pass mit saudischer Adresse taucht auf, der Paps vom Generalstaatsanwalt hat den Beschuldigten gefördert, dessen Milliarden aus irgendeinem Nichts kamen, denn als unstudierter Mathelehrer fing er an: schon jetzt eine unglaubliche Räuberpistole, und dabei ist das noch lange nicht alles.

Abgesehen davon, ob Epstein sich kooperativ zeigt oder nicht, ist jetzt wohl der Wille der Ankläger entscheidend, deren Mut und Kraft. Denn da Epstein auch verschwörerischer Machenschaften beschuldigt ist, können sie die Sache erheblich ausweiten.

Achja, zum Schluss noch ein guter Witz, frisch von Alan Dershovitz, Staranwalt, Kunde, Verteidiger Epsteins, Knittergreis inzwischen: Der hat jetzt erklärt, mit ihm habe es gar keinen Sex geben können, bei den Massagen, denn er habe immer die Unterhose anbehalten.

Corbett zeigt, dass es jetzt erst so richtig gegen die Schlimmsten geht.

Das sind nämlich die Verschwörungstheoretiker, also jene, die glauben, was sie sehen.

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