Wald statt Moloch

Ich versuche mich noch einmal an eine Sache heranzutasten, die ich früher schon ansprach.

Ich fände es sinnvoll, beschulten Jugendlichen statt dieser blödsinnig teuren Londonfahrten, die in einer Woche – davon nur etwa fünf Tage dort, in Unterschichtsfamilien, bei erbärmlicher Verpflegung und quasi ohne Freiheit – leicht 500 Euro verschlingen, die zweiwöchige Waldalternative anzubieten, handylos.

Da bei einem derartigen Folterangebot Anreize gesetzt werden müssen, schlage ich vor, dass die Londongeilen vor den Sommerferien noch eine Woche zur Schule müssen, während die anderen schon im Wald sind. Zudem, da reichen 350 Euro bei bester Verpflegung auch für ein oder zwei Ausflüge nach Regensburg oder Würzburg, mit Freigang. Die gesparten 150 Euro gibt es als zusätzlichen Anreiz auf die Kralle.

Die im Wald können einfach herumtollen, es gibt Führungen mit dem Revierförster, abends Lagerfeuer, es gibt keine Zwangsschlafsackzeit, keiner muss irgendwas, außer ein wenig den Platz sauber halten und beim Kochen und Spülen helfen. Also etwa eine Stunde Zwangsarbeit am Tag. Die einen können jede Art Sport treiben und wandern, wer einfach nur herumliegen will und Bücher lesen oder tagträumen, der macht halt das.

Ich wäre sehr gespannt, wie viele da London wählten und wie viele den Wald.

Ich wäre auch jederzeit bereit, so eine Waldfreizeit zu leiten.

Natürlich könnten bei mir Interessierte viel „Survival“ lernen, und wer die Zeit nutzen wollte, sein Deutsch oder Englisch oder Latein oder so etwas aufzupolieren, das nächste Schuljahr kommt bestimmt, dem gäbe ich auch noch Nachhilfe. Zwei Wochen eine Stunde (oder gar eineinhalb) am Tag, das bringt mächtig was, wenn es richtig gemacht wird.

Trommeln kann man da, singen und tanzen, Gitarre spielen, eine Holzhütte bauen, und vieles mehr…

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