So dumm waren wir damals – deutschdumm

Es blitzt und donnert hier gerade. Ich bin schwer entsetzt. Ab Montag, das sind aber ein paar Tage noch, wer weiß also, ob es stimmt, soll es heiß werden. Sehr heiß. Ich kann mich nicht erinnern, dass es das in meiner Kindheit gab. Da gab es in keinem Sommer Gewitter oder Hitze. Immerzu verschimmelte das Korn.

Deshalb gab es ja schlimmen Hunger und Not ohne Ende. Ich erinnere mich noch gut, wie man auch deswegen Hosen abtrug und meine Mutter sie flickte, selbst Socken stopfte. Rindfleisch gab es selten. Der Krieg war zwar schon vorbei, aber der Klimawandel hatte uns schon voll im Griff.

In den Siebzigern schien es vorübergehend besser zu werden, nein, eher hatten wir neue Furcht zu haben, denn zu etwa 2000 war eine Eiszeit angesagt, kein Wald mehr, richtiges allgemeines Sterben.

Dumm, wie wir waren, überlebten wir einfach auch das. Meine Eltern waren gar so blöde, dass sie darauf nicht viel gaben. So lebte mein Vater noch lange, und meine Mutter lebt heute noch. Wahrscheinlich einfach wegen ihrer Dummheit.

Und weil das damals so gut klappte, empfehle ich jetzt jedem gute alte deutsche Dummheit. Die hat sich einfach bewährt.

Der Rest war irgendwas von irgendwelchen, und auf die gab man nicht viel.

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